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Jubiläum

SKK Trautmannshofen feiert Jubiläum

Die Soldaten und Kriegerkameradschaft Trautmannshofen hat 100-jähriges Bestehen gefeiert. Es wurde auch der Toten gedacht.
Von Hans-Jürgen Hennig

Die geehrten Kameraden stellten sich zu einem Erinnerungsfoto auf. Foto: Hans-Jürgen Hennig
Die geehrten Kameraden stellten sich zu einem Erinnerungsfoto auf. Foto: Hans-Jürgen Hennig

Lauterhofen.Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Trautmannshofen hat ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Passend zu diesem Jubiläum schien die Sonne vor einem strahlend blauem Himmel.

Vor der Wallfahrtskirche in Trautmannshofen formiert sich der Festzug, aus den Abordnungen mehrerer Vereine und an der Spitze des Zuges die Blaskapelle Dirnhofer aus Stauf.

Unter Blasmusik, mit zahlreichen Vereinsfahnen, zog der Festzug in die Wallfahrtskirche von Trautmannshofen ein. In der ersten Reihe des Zuges ging Karl Naumann, Jahrgang 1923, der Teilnehmer am Zweiten Weltkrieg war. Er ist das älteste Mitglied der Trautmannshofener SKK.

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Ehrl hefteten zwei Fahnenmädchen ein Trauer und ein Erinnerungsband an die Fahne des Jubelvereins.

In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Gerhard Ehrl eindringlich daran, was Kriege für die Menschen bedeuten, dass z.B. im Ersten Weltkrieg die Gemeinde Trautmannshofen 18 junge Männer betrauern musste und nach dem Zweiten Weltkrieg die erschreckende Zahl von 49 Männern.

„Die Gedenktafel mit den Fotos von Gefallenen und Vermissten mahnt uns heute und vor allem die kommenden Generationen zum Frieden und zur Versöhnung“, so Pfarrer Ehrl. Er wies auch auf die fatalen Folgen des fanatischen Nationalismus hin, die dafür sorgte, dass viele große Städte Deutschlands, am 8. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation, in Schutt und Asche lagen.

Ehrungen

  • 50 Jahre:

    Johann Burger, Konrad Hierl, Georg Kurzendorfer, Georg Kurzendorfer, Leonhard Lehmeier, Erwin Schaller, Johann Strobl sind seit 50 Jahren Mitglied

  • 45 Jahre:

    Ludwig Köchl, Hans Schaller, Rudolf Tischner

  • 40 Jahre:

    Alois Wittmann

  • Ehrenmitglied.

    Zum Ehrenmitglied wurde Karl Naumann ernannt.

Er betonte: „Die 67 Namen der Trautmannshofener Soldaten sowie die Namen der fünf am Engelloh erschossenen Wehrmachtssoldaten mahnen uns zu Frieden und Völkerverständigung“.

Den Waffen abgeschworen

Es folgte ein treffendes Zitat aus biblischer Zeit: „Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen, so sagte Christus am Ölberg zu seinem Jünger Petrus“. Aus diesem Geiste heraus haben sich nach 1945 viele ehemalige Offiziere und Soldaten der Wehrmacht geschworen, nie mehr eine Waffe in die Hand zu nehmen, dennoch wurden in Deutschland wieder Armeen aufgestellt, die sich bis 1990 feindlich gegenüberstanden. Nach der Predigt fand am Kriegerdenkmal, das von zwei Fackelträgern gesäumt wurde, eine Totenehrung, in sehr feierlicher Form statt. Die Ehrung begann mit einem gemeinsamen Gebet. Es folgte Musik der Bläser, eine Ansprache des Vorsitzenden der SKK Lauterhofen, Anton Kraus sowie die anschließenden Kranzniederlegung.

Nach einem weiteren Festzug gab es einen Festakt mit Ehrungen und Ansprachen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorstand der SKK nahm Bürgermeister Ludwig Lang das Wort, begrüßte die Anwesenden und würdigte die Tradition der Kameradschaft, die mit dazu beiträgt, dass die Schrecken des letzten Krieges nie vergessen werden. Johann Burger vom Vorstand der SKK Trautmannshofen hob das Wirken der Kameradschaft in ihrer 100-jährigen Vereinsgeschichte hervor. Die heimkehrenden Kameraden hätten sich zusammengeschlossen, um das Grauen zu verarbeiten.

Für Mitgliedschaft geehrt

Im Anschluss wurden Kameraden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Zehn Jahre: Theo Scherer, Markus Königsberger, 15 Jahre: Konrad Fruth, Wolfgang Hollweck, Rainer Kotzbauer, Franz Polland, Robert Schimmerer, Silvia Schimmerer, Johanna Schraml, Peter Wittmann. 20 Jahre: Xaver Ehrnsberger, Steffan Eichhammer, Peter Lehmeier, Michael Leonhardt, Alfred Ludwig, Max Mendel, Reinhard März, Michael Moosburger, Martin Nutz, Johann Schwarz, Ludwig Stigler, Johann Zitzmann. 25 Jahre: Xaver Lang, Franz Mühlbauer. 30 Jahre: Franz Strobl, und seit 35 Jahren sind Anton Geitner, Ludwig Hörteis, Anton Iberl, Johann Inzendorfer, Anton Kraus, Oswald Kurzendorfer, Willi Moosburger, Gerhard Schaller, Ludig Sippl, Josef Tischner, Johann Weiß, Albert Wittmann, Georg Wittmann, Johann Wittmann

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