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Tradition

So hießen die Häuser früher

Die Dorfbewohner von Pettenhofen informieren sich über das Projekt „Historische Hausnamen“. Fast alle wollen mitmachen.

Die Teilnehmer halten einen Prototypen der Schilder in den Händen. Foto: Anton Thumann
Die Teilnehmer halten einen Prototypen der Schilder in den Händen. Foto: Anton Thumann

Lauterhofen.Über zwanzig Dorfbewohner waren zu einer Infoveranstaltung zum Projekt „Historische Hausnamen ins Gasthaus Kerschensteiner gekommen. Zu der Veranstaltung hatten Bürgermeister Ludwig Lang und Projektkoordinatorin Maria Rammelmeier eingeladen.

Der Bürgermeister begrüßte die Teilnehmer und freute sich über das große Interesse des Dorfes. Anschließend stellte Maria Rammelmeier den Regionalpark QuellenReich und einige seiner aktuellen Projekte vor. Der Regionalpark QuellenReich ist ein Leader-Projekt unter der Trägerschaft der Regina GmbH. Mit der Initiierung einer Radroute soll das Gebiet der vier Gemeinden Neumarkt, Pilsach, Lauterhofen und Velburg erschlossen werden. An dieser Radroute werden Regionalpark-Oasen in Form von Rastplätzen zum Verweilen einladen.

Der Regionalpark

  • Ziel:

    Mit dem Regionalpark QuellenReich wollen die beteiligten Gemeinden die Entwicklung ihrer Region vorantreiben und im Verbund stärken. Gäste, u. a. aus den Räumen Nürnberg und Regensburg sollen auf den Regionalpark aufmerksam werden und die Region besuchen.

  • Quellenreich:

    Der Gegensatz von Karst und Quellen bietet Überraschungen.

Große Qs aus Korteenstahl weisen auf den Regionalpark als Landmarken hin. Die Radroute wird am Freitag, 24. Mai, um 10.30 Uhr bei Niederhofen eröffnet. Weitere Projekte sind laut Rammelmeier die Mitfahrerbank in Lauterhofen, die am 27. Mai um 16 Uhr an der Gleisnach in Lauterhofen eröffnet wird. In Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Amberg-Weiden wird darüber hinaus eine Klimaroute im Regionalpark initiiert. Im Bereich „Spiritualität, Wallfahrt und Entschleunigung“ wurde ein Netzwerk mit Experten zu den Themen initiiert, die nun an Projekten zusammenarbeiten. Ein Projekt, das inhaltlich von der Gruppe aufbereitet wird, ist der Weg der Hoffnung und Stille bei Oberried im Gemeindegebiet Pilsach. Hier wird ein Wanderweg für Menschen in besonderen Lebenssituationen geplant unter dem Motto „Zur Ruhe kommen und Kraft schöpfen in der Natur“.

Biererlebnis als Thema

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Regionalparks „Kultureller Erlebnisraum“ wird bespielt durch das Thema Biererlebnis mit Kooperationen der fünf ansässigen Gemeinden sowie mit den Historischen Hausnamen, so die Projektmanagerin Maria Rammelmeier.

In Pettenhofen hat die Dorfälteste Marianne Deinhard wesentlich zum Erfolg des Projekts beigetragen. In ehrenamtlicher Eigenregie war sie verantwortlich für die Organisation des Projekts im Dorf. Die Idee zur Beteiligung kam auf den Zeitungsaufruf zu den Hausnamen hin. Da oberhalb von Pettenhofen eine Regionalparkoase entsteht, macht es Sinn im Dorf Hausnamenschilder anzubringen. Wünschenswert – so sind sich die Anwesenden einig – sei ein Lückenschluss des Radweges von Pettenhofen nach Lauterhofen, ab der Höhe vom Golfplatz Ruppertslohe, denn dort endet bisher ein geteerter Radweg im Acker.

Mit einem Lückenschluss des Radweges wäre es möglich, den neuen Radweg von Ballertshofen durchgehend bis nach Lauterhofen zu fahren und im Ort Lauterhofen den Radweg über die Ortsmitte zu lenken, denn bis jetzt führen die Radwege Lauterhofens am Ortsrand vorbei.

Marianne Deinhard machte sich mit viel Engagement auf den Weg durch die Dörfer Pettenhofen und Brenzenwang und sprach die Bewohner persönlich zum Projekt und der Teilnahme an.

Hausnamen

Stolz auf den Hausnamen Zipflbauer

Hausnamen stammen aus Zeiten, als es keine Straßennamen gab. Lauterhofen zeigt, dass sie auch heute noch von Nutzen sind.

Pfarrer Gerhard Ehrl spielte dabei eine wesentliche vermittelnde Rolle zwischen Kommune und Dorf. Als Dorfpfarrer unterstützt er das Projekt in der Kommune. Letztlich wurden 20 Teilnahmebestätigungen gesammelt, die der Projektmanagerin Maria Rammelmeier überreicht wurden.

Beinahe alle Häuser nehmen teil

Damit nehmen beinahe alle Häuser im Ort teil, die einen Hausnamen besitzen. Mit Hilfe des Archivars Michael Meyer wurden daraufhin wesentliche Informationen aus dem Urkataster zur Bedeutung der Hausnamen recherchiert und zusammengetragen. Voller Stolz präsentierten einige der Dorfbewohner die Prototypen der Schilder auf dem Foto. Angeregt wurde beim Wirt noch bis spät in den Abend über die Hausnamen und die Dorfgeschichte diskutiert. Für noch fehlende Bedeutungen zu den Hausnamen wurde festgehalten, dass zusammen ins Staatsarchiv nach Amberg gefahren wird und dort die fehlenden Informationen noch gesammelt werden.

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