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Windräder erzürnen Traunfelder

Bei der Bürgerversammlung gab es einige heiße Themen, aber die Erdarbeiten für eine Windkraftanlage dominierten das Treffen.
von Hans Braun

Windräder sind ein großes Thema in Traunfeld. Foto: Fuhrmann
Windräder sind ein großes Thema in Traunfeld. Foto: Fuhrmann

TRAUNFELD. Neben dem mangelnden Winterdienst ins Traunfelder Tal standen bei der Bürgerversammlung im Schützenhaus noch Windkraftanlagen und die geplante Rastanlage der Autobahn A6 in der Schusslinie.

Bürger beschwerten sich, dass auf der Straße ins Traunfelder Tal seit Jahren kein ordentlicher Winterdienst mehr erfolge, so dass die Trasse nicht einmal mehr das Müllauto befahren könne. Auch das Gras am Straßenrand werde nicht mehr gemäht, wurde beklagt. Beanstandet wurde an mehreren Stellen in Traunfeld das Mulchen von Gras an den Straßenrändern und an Böschungen. „Das Gras gehört weggefahren, sonst versinkt man noch beim drüberlaufen“, wurde dem Bürgermeister vorgehalten. „So geht es nicht weiter, dann gar nicht mähen,“ monierte ein Bürger.

Zur geplanten Autobahnanschlussstelle in Traunfeld gibt es nach Aussage des Bürgermeisters keine neuen Erkenntnisse. Wie Lang sagte, habe der Kreistag in Neumarkt einer solchen Anschlussstelle zugestimmt, wonach jetzt die Obere Baubehörde den Antrag prüfe. Lang sagte, dass es auch viele Bürger gebe, die sich eine solche Autobahnzufahrt wünschen. Auf die Frage eines Bürgers, ob mit einer solchen Anschlussstelle zu rechnen ist, sagte Lang: „Das traue ich mir nicht, so zu sagen“.

Zum geplanten Autobahnrastplatz forderten Bürger den Bürgermeister auf, weiter daraufhin zu wirken, dass eine solche Einrichtung bei Dippersricht verhindert wird. Hierzu berichtete der Bürgermeister, dass die Anregungen der Bürger aus einem Treffen mit MdB Alois Karl und dem Präsidenten der Autobahndirektion Nordbayern, Ludwig Pirner, derzeit geprüft werden. Bürgermeister Lang will hier nochmal nachhaken. Wie berichtet wurde, sei der Präsident der Autobahndirektion von einer Alternativlösung in Richtung Altdorf nicht abgeneigt.

Kritik gab es zu den geplanten Windkraftanlagen in Traunfeld und Dippersricht, zu denen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts München noch nicht vorliegt. Wie berichtet wurde, hätten die Erdarbeiten zur Errichtung dieser Windkraftanlagen trotz noch fehlender Gerichtsentscheidung bereits begonnen.

Bürger forderten den Bürgermeister auf, weiter gegen diese Anlagen vorzugehen. Dazu berichtete Bürgermeister Lang, dass diese beiden Anlagen bereits 2012 beantragt wurden. Wegen der Ablehnung der Marktgemeinde hatte Lang damals bereits zwei Klagen der Windkraftbetreiber auf den Tisch, wovon eine wieder zurückgenommen wurde.

Wie Lang sagte, laufe die Klage der Marktgemeinde gegen die Anlage in Traunfeld nach wie vor, derzeit beim Verwaltungsgericht in München. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht in Regensburg eine sofortige Baugenehmigung der Anlagen erlassen, woraufhin die Gemeinde Beschwerde beim Verwaltungsgericht in München eingelegt hat.

Dritter Bürgermeister Anton Preiß berichtete, dass das Klageverfahren bislang noch nicht eröffnet worden sei. „Trotzdem bauen die bereits wie die Weltmeister und zerstören die Landschaft.“ Für Preißl ist es unbegreiflich, was mit dem bereits von Windkrafträdern eingekesselten Ort Traunfeld passiert. „Das ist eine Vertreibung der Menschen, was hier praktiziert wird“, sagte Preißl.

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