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Konzert

Lupburger Blasmusik spielte auf

Im Gablersaal in Lupburg klang das Osterfest aus und die Zuhörer waren begeistert von den Darbietungen.
von Christiane Vatter-Wittl

Die Musiker der Lupburger Blasmusik sorgten mit ihrem Frühjahrskonzert für einen Höhepunkt am Ostermontag.  Foto: Christiane Vatter-Wittl
Die Musiker der Lupburger Blasmusik sorgten mit ihrem Frühjahrskonzert für einen Höhepunkt am Ostermontag. Foto: Christiane Vatter-Wittl

Lupburg.Eine schöne Tradition ist mittlerweile das Frühjahrskonzert der Lupburger Blasmusik geworden. Bereits zum elften Mal luden die Musiker mit Kapellmeisterin Veronika Fischer in den Gablersaal ein, um mit einem schönen frühlingshaften Konzert das Osterfest ausklingen zu lassen.

Schon bei der Begrüßung der Gäste, die Karl Fischer wie gewohnt humorvoll übernahm, spürte man die Verbundenheit mit den Musikern. So kamen neben Bürgermeister Manfred Hauser und seiner Gattin auch der Habsberger Dekan Elmar Spöttle, Franz Ebenhöch, der bis vor kurzem noch die Passionsspiele in Neumarkt leitete, die Gemeinderäte, sowie viele Musiker und Vorstände der befreundeten Blaskapellen aus dem ganzen Landkreis.

Bürgermeister Manfred Hauser bedankte sich bei den Musikern und sagte, er freue sich auch über diese schöne Tradition des Frühjahrskonzertes am Ostermontag. Schließlich gehöre dieser Termin fest in den Jahreskalender.

Veronika Fischer hat wieder ein tolles Konzert zusammengestellt, das die Gäste mitnahm auf eine besondere musikalische Reise. Dabei zeigten die Musiker zum einen, mit welcher Leichtigkeit Blasinstrumente gespielt werden können – zum anderen aber auch, mit welcher Intensität.

Die Leichtigkeit war zu spüren

Die musikalische Reise begann mit einem festlichen Auftakt in der Schweiz, den der Komponist Siegmund Andratschek dem bayerischen Blasmusikverband gewidmet hat. Erwin Trojan hat sich früh für das Flüsschen Ruetz begeistert, so dass er ihm auch einen Marsch widmete. Mit dem Bergblütenwalzer von Alexander Pfluger bewiesen die Musiker ihr melodisches Geschick. Hier konnte man das Frühlingserwachen und die Leichtigkeit spüren. Rasanter wurde es mit der Fernweh Polka von Matthias Kronath.

Karl Fischer schaffte es in seiner lockeren Art jedes Mal wieder, die richtige Stimmung mit seinen Anmoderationen zu schaffen. So erzählte er die tragische Geschichte hinter dem Stück „Elvira Madigan“. Dabei stand eine schwedische Seiltänzerin im Mittelpunkt, die die Liebhaberin eines verheirateten Leutnants wurde. Da die Geschichte so tragisch war, habe sie Ende des 19. Jahrhunderts großen Anklang gefunden. Man habe sogar einen Film daraus gemacht. Der „Komponist“ der Filmmusik habe bei Mozart geklaut – aber so gut, dass ein tolles Stück daraus wurde. Arrangiert für Blasmusik waren hier die Musiker besonders gefordert – aber sie schafften es bravourös, all die Tragik dieser Liebe musikalisch umzusetzen. So zeigten die 16 Musiker und Leiterin Veronika Fischer, dass man auch konzertante Stücke wunderbar umsetzen kann.

Das wurde auch bei dem Stück „Musik für Michaela“ deutlich. Die Zuhörer im voll besetzten Saal waren durchweg begeistert. Bisher in Lupburg eher unbekannte Stücke aus der Feder von Pavel Stanek oder Matthias Gronert überzeugten ebenfalls.

Aber nicht nur Neues, sondern auch Bekanntes wie die Blasmusik-Klassiker Kaiserjäger-Marsch und die Dompfaff-Polka bekam das Publikum zu Gehör. Ebenso beliebt ist der Walzer Mondschein an der Eger von Ernst Mosch, der 1957 erschienen ist.

Zuhörer forderten Zugaben

Mit der Bodensee-Polka zeigten auch Rudi Seitz am Flügelhorn und Albert Schmidt am Bariton ihr Können als Solisten. Das Stück beginnt mit einer Kadenz, bei der die Solisten ihr Können beweisen durften.

Die musikalische Reise am Ostermontag nahm die Freunde der Blasmusik mit auf eine Reise von Ruetz in Tirol über Österreich, Mähren, Böhmen und zurück nach Bayern. Mit dem Musikantengruß von Siegfried Rundel endete das Konzert. Doch die Zuhörer ließen die Musiker nicht ohne Zugaben gehen. So endete das Frühjahrskonzert mit den Liedern „Wir Musikanten“, „Dem Land Tirol die Treue“ und der Bayernhymne.

Kurz & knapp

  • Leitung: Veronika Fischer
  • Musiker: 16
  • Instrumente: Flügelhorn, Trompete, Klarinette, Querflöte, Horn, Posaune, Tuba, Schlagzeug

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