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Maschkerer ließen es kräftig krachen

Beim 45. Bühnenauftritt hatten die Lupburger Maschkerer die Lacher wieder auf ihrer Seite. Drei Stunden dauerte die Show.
Von Ludwig Walter

Die Akteure im „Wetterhäusl“ hatten jede Menge gute Sprüche auf Lager.
Die Akteure im „Wetterhäusl“ hatten jede Menge gute Sprüche auf Lager. Fotos: Walter

Lupburg. „Lupi, Lupi und Helall“ donnerte es zum Auftakt des 45. Bühnenauftritts des Lupburger Maschkerervereins (LMV) durch den Narrentempel im Pfeierlkeller. Nach dem prunkvollen Einzug des Präsidiums begrüßten Obermarktgraf Jürgen Gabler, Marktgräfin Judith Eichenseer und Zeremonienmeister Michael Meier in vielen Sprachen das internationale Publikum, das von Staatssekretär Albert „Mauerer“-Füracker und von Bürgermeister Alfred Meier angeführt wurde.

Der Fuego-Gardemarsch der Mädchen stimmte die Zuschauer auf das Drei-Stundenprogramm ein. Der Hofnarr war – seiner Ankündigung nach das letzte Mal – in der Bütt in seinem Element und nahm die Gemeindepolitik auf`s Korn.

Dabei hatten es ihm die vier Jahre „lange“ Eggenthaler Brücke, die Nahwärmeeinrichtung, die Arbeit des Marktgemeinderats (wichtig ist was vorne raus kommt) mit den neu gewählten Marktgemeinderäten und Staatssekretär MdL Albert Füracker, im Volksmund genannt der „Mauerer-Albert“, besonders angetan.

Die vier Lupburger Wahrzeichen, nämlich die Burg, der Kirchturm, das Kriegerdenkmal und der Marienbrunnen beleuchteten das Jahresgeschehen rund um den Marktplatz. „A neie Homepage“ hatte sich die Metzgerei „Alt-Weidinger“ mit Peter und Kathi an den Schaltpulten eingerichtet, um die Bevölkerung noch besser als bisher mit delikaten Fleisch- und Wurstwaren verwöhnen zu können. Die „El Dotschos“ begeisterten mit einer Percussion-Show. Für die „Wiener Schrammeln“ war es ein weiter Weg von Wien nach Lupburg.

Als „neuer“ Don Christiano (Camillo) lieferte sich Daniel Stiegler, der den erkrankten Pfarrer Christian Rakete vertrat, hitzige Wortgefechte mit seinem Widersacher Peppone-Bimperl (Jürgen Gabler). Wie werde ich in 30 Minuten ein Maschkerer? – Diese Frage wurde im Sketch „LMV to go“ zur vollen Zufriedenheit aller Anwesenden beantwortet.

Nach der Pause ließ die LMV-Garde mit einem Showtanz „Boarisch“ nach einem Medley der „Spider Murphy Gang in Dirndl-Gewändern nicht nur die Herzen der männlichen Hingucker höherschlagen. Mit Sprüchen nach dem Vorbild des Literaten Josef Fendl begeisterten die Akteure im „Wetterhäusl“. Als wahrer Könner seines Faches erwies sich der „Sandmann“, als er wegen mehrfacher Delikte vor Gericht stand. Die Lacher auf seiner Seite hatte der Bauchredner „Da Toni und da Geier“. Der zugeflogene Greifvogel erwies sich dabei als vorlauter Besserwisser, der mit seinen Ausdrücken für Ungereimtheiten sorgte und seinen neuen Herrn auf die Palme brachte.

Für ihren „August-Frust-Song“, einem musikalischen Sprachkurs und „Es muaß a mal was sei keana“ ernteten „Der Schöne und das Biest“ viel Beifall. Mit einem furchterregenden Zweikampf trugen zwei Indianerhäuptlinge am Wurmkeller die Fehde ihrer Stämme aus. „Tina und Ike Turner“ – mit einer Playback-Show und einem „Proud Mary“-Song leiteten die Akteure auf die LMV-Sänger über.

Diese setzten mit einem musikalischen Allerlei – unter anderem „Wer hat an der Uhr gedreht?“ – den Schlusspunkt . Die Zuschauer dankten den LMV-Aktiven auf und hinter der Bühne mit langanhaltendem Beifall. Zum Abschluss sagte Obermarktgraf Jürgen Gabler nach zwölfjähriger Tätigkeit Servus und dankte allen, die ihm geholfen haben, das Vereinsschiff des LMV durch die Klippen des Vereinslebens zu steuern.

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