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TECHNIK

Segen für Technologiecampus

Die Erwartungen an das Forschungszentrum sind hoch. Nun wurde es im Beisein vieler Gäste seiner Bestimmung übergeben.
Von Günter Treiber

  • Nach dem Gründerzentrum wurde auch der Technologiecampus mit Ehrengästen aus Politik, Hochschulen und Wirtschaft eingeweiht. Foto: Günter Treiber

PARSBERG.„Dieses Projekt strahlt Optimismus für die Zukunft aus“, sagte Staatsminister Albert Füracker zum Abschluss des Dialogforums, „der 23. November soll hier in die Geschichte eingehen“. Die Einweihung des Technologiecampus Parsberg-Lupburg wurde zur Darstellung des Nutzens für die Unternehmen der Region. Als Gäste konnten die Bürgermeister Josef Bauer und Manfred Hauser Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Finanzminister Albert Füracker sowie Landrat Willibald Gailler willkommen heißen.

Als künftige Hausherren waren der Präsident der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), Prof. Dr. Peter Sperber, und der Präsident der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH), Prof. Dr. Wolfgang Baier, dabei. Dazu kamen eine ganze Reihe regionaler Partner, wie Martin Stephan, Firma Möbelhof, Dr. Jennifer Sell, E-T-A Elektrotechnische Apparate, Dr. Veronika Fetzer, Digitale Gründerinitiative, und Christian Mederer, Firma MC-Tech Metallbau. Gäste aus der Region Pilsen waren interessierte Zuhörer. Das informelle Dialogforum moderierte Silke Auer, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Neumarkt.

Viel Vorarbeit nötig

Zum „dezentralen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort“ sagte Bürgermeister Josef Bauer bei seiner Begrüßung: „Wenn man noch vor wenigen Jahrzehnten vom Armenhaus Bayerns, eigentlich ganz Deutschlands, gesprochen hat, wird deutlich, welche Anstrengungen notwendig waren, um das alles zu erreichen.“ Die Erwartungen seien sehr hoch, meinte Bauer weiter, egal ob politisch, wirtschaftlich oder wissenschaftlich. „Wir haben in etwa zwei Jahren aus einem Maisfeld ein hoch technologisiertes Gebäude realisiert“, freute sich der Gastgeber, „dabei Kosten und Qualität hervorragend gemeistert und alle Voraussetzungen geschaffen“.

Der mitverantwortliche Bürgermeister aus Lupburg, Manfred Hauser, betonte, dass Lupburg mit gerade mal 2000 Einwohnern sehr stolz sei, als Co-Partner bei diesem innovativen Forschungszentrum dabei sein zu dürfen. „Dass so ein Projekt entstehen kann, ist viel Vorarbeit nötig“, erinnerte Hauser an die vergangenen drei Jahre, „deshalb spreche ich allen meinen Dank aus, insbesondere Landrat Willibald Gailler, Kreisentwickler Michael Gottschalk, den beiden Professoren und natürlich Albert Füracker“.

Beim Dialogforum ging es vor allem um die Darstellung des Nutzens des dezentralen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts, dessen Chancen und Perspektiven für die Wirtschaft der Region. Für die beiden Kommunen, die viel investiert haben, was nicht alltäglich sei, antwortete Bürgermeister Josef Bauer auf Auers Fragen. „Die Firmen in der Region haben mittlerweile eine hohe Dynamik und für sie brauchen wir so etwas wie den Campus.“ Eine Technische Hochschule sei für diese Firmen eine große Chance. Man habe auch multifunktionale anpassungsfähige und kostengünstige Flächen von mehr als 32 000 Quadratmetern in Vorhaltung.

Einer aus der Rederunde, nämlich Christian Mederer, Chef der Firma MC-Tech und Sponsor des Digitalen Gründerzentrums Parsberg (DGZP), hat hohe Erwartungen an den Campus: „Wir sehen enorme Entwicklungschancen und haben bereits ein Grundstück am Campus gekauft.“ Auch als kleine Firma sehe man die Möglichkeit, Projekte anzusiedeln und man hoffe auch auf hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus Richtung Campus.

Die Chance ergriffen

An Prof. Dr. Sperber stellt Silke Auer die Frage nach seinen Erfahrungen aus den anderen Campus. „Als in Straubing ein Campus eröffnet wurde, war ich der Meinung, wenn in fünf Jahren die Hälfte der Firmen überlebt, sind wir gut dran.“ Alle haben überlebt, deshalb betonte er: „Es ist wichtig, dass die Ausrichtung zur Region und zu den Firmen passt.“

Dass die Region um Neumarkt seit Jahren wirtschaftlich sehr erfolgreich sei, stehe fest, sagte Auer an Willibald Gailler gerichtet und fragte, wie es mit dem Campus Parsberg gewesen sei. Der Landrat erinnerte zurück, dass es nicht einfach gewesen sei, aber man habe die Chance ergriffen, Parsberg sei die erste Wahl gewesen, auch wenn andere Kommunen dasselbe wollten. „Wir sind jetzt an einem Punkt, wo es weitergehen muss“, so Gailler. „Bayern ist nicht nur München, wir haben schon eine gute Antwort auf diese Dynamik gegeben.“

Minister Bernd Sibler stellte heraus, dass die Hochschulen in Bayern solche Technischen Campus wollen. Das hier in Parsberg habe ein einmaliges Konzept.

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