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Jubiläum

SKK See feiert mit 69 Vereinen

Der Verein beging sein 100-Jähriges mit einem großen Fest. Beim Ehrenabend wurde verdiente Mitglieder ausgezeichnet.
Von Ludwig Walter

Die Festdamen der SKK See  Foto: Ludwig Walter
Die Festdamen der SKK See Foto: Ludwig Walter

Lupburg.Nach einem durchwachsenen Auftakt mit einem mäßig besuchten „Rockfest“ nahmen die Festivitäten der Soldaten- und Kriegerkameradschaft See (SKK) anlässlich ihres 100-jährigen Gründungsfests am zweiten Tag so richtig Fahrt auf. Der Spielmannszug Markt Lupburg hatte am frühen Abend den Jubelverein mit den Festdamen, den Ehrengästen und den örtlichen Vereinen mit musikalischen Klängen zum Kriegerdenkmal geleitet, um sich dort ihrer gefallenen und vermissten oder zwischenzeitlich verstorbenen Kameraden zu erinnern. Der Spielmannszug intonierte die „Totenfanfare“ und Reinhard Brock ließ mit seiner Trompete den „Guten Kameraden“ erklingen.

Nach der Eröffnung der Gedenkfeier durch Vorsitzenden Georg Pirzer überbrachte Richard Drexl, Vorsitzender des Bayerischen Soldatenbundes, die Grüße des Landesverbands und gratulierte der SKK See zu ihrem 100-jährigen Bestehen. „Die Soldaten- und Kriegerkameradschaften fallen keineswegs aus der Zeit, sind nicht überholt und verherrlichen nicht Kriege und deren Heldentaten, wie viele Kritiker behaupten, sondern halten das ehrende Gedenken an die vielen Toten aufrecht, mahnen die Lebenden vor neuen Kriegen aller Art, sind Botschafter des Friedens und kümmern sich um die Hinterbliebenen der vielen gefallenen und vermissten Kameraden“, stellte Drexl fest.

Glückwünsche vom Minister

Die geehrten Vereinsmitglieder der Soldaten- und Kriegerkameradschaft See mit der Vorstandschaft und den Ehrengästen Foto: Ludwig Walter
Die geehrten Vereinsmitglieder der Soldaten- und Kriegerkameradschaft See mit der Vorstandschaft und den Ehrengästen Foto: Ludwig Walter

Das würdige Gedenken an die gefallenen und vermissten Kameraden der beiden Weltkriege wurde vom Spielmannszug Markt Lupburg musikalisch mitgestaltet, ebenso der Rückmarsch zum festlich geschmückten Festzelt. Nach dem Bieranstich durch Finanz- und Heimatminister Albert Füracker eröffnete Vorsitzender Pirzer den Ehrenabend und begrüßte besonders die beiden Schirmherren, Für-acker und Bürgermeister Manfred Hauser. Der Minister gratulierte dem Jubelverein zu seiner Feier. Er bejahte ebenfalls die Notwendigkeit des Bestehens der Soldaten- und Kriegerkameradschaften, die einen erheblichen Beitrag zum Erhalt des Friedens leisteten. Er dankte allen aktiven Soldaten und den Reservisten für ihre Bereitschaft, die Heimat gegebenenfalls zu verteidigen und den Frieden zu erhalten.

Landrat Willibald Gailler gratulierte dem Jubelverein zu seinem Fest. Die SKK halte die Tradition der Verbundenheit in den Vereinen und das Gedenken an die vielen „unsinnig“ Gefallenen und Vermissten aufrecht. Hierfür gebühre den Kameradschaften der Dank aller Mitbürger.

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Nur drei Vorstände seit der Gründung

Vorsitzender Georg Pirzer ließ das Geschehen innerhalb des Vereins von der Gründung im Jahre 1919 bis zum heutigen Tag Revue passieren. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass in diesen einhundert Jahren mit Gründungsvorstand Melchior Plank (1919 bis 1969, insgesamt 50 Jahre), seinem Nachfolger Johann Mirbeth (1959 bis 1992, 23 Jahre) und seit dieser Zeit Georg Pirzer nur drei Vorstände zur Führung des Vereins erforderlich waren – ein sicherlich sehr seltenes Ereignis.

Zum Abschluss der Eröffnungsfeierlichkeiten überreichte die Vereinsführung mit den Schirmherren und den Vertretern der Soldaten- und Kriegerkameradschaften verschiedene Urkunden und nahm Ehrungen von verdienten Vereinsmitgliedern vor. Danach übergab Pirzer den Taktstock an die Band Gipfelstürmer, die die Stimmung im Festzelt zum Überlaufen brachten.

Ehrungen

  • Auszeichnungen:

    Verdienstkreuz des Bayerischen Soldatenbunds in Gold: Stefan Fruth (auch Fahnenträger-Abzeichen), Ludwig Hofbauer, Christian Striednig; Großes Verdienstkreuz am Band des BSB: Anton Hartl, Alois Heinloth, Georg Lachner, Josef Paulus

  • Ehrenmitglieder:

    Peter Geß, Michael Pretzl.

  • Vereinsmitgliedschaften:

    10 Jahre: Thomas Hartl, 40 Jahre: Josef Laßleben, Fritz Meier, Georg Uhl, Johann Waffler, 50 Jahre: Franz Pfaller, 65 Jahre: Josef Fromm (pwa)

Zur Einleitung des Höhepunkts der Jubeltage zog der Spielmannszug bereits in den frühen Morgenstunden beim musikalischen Weckruf spielend durch die Straßen von See und begleitete danach das Einholen der Festdamen, der Schirmherrn und des Patenvereins SKK Willenhofen-Herrnried. Nach dem Eintreffen der Gastvereine mit einem Frühschoppen zelebrierte im Festzelt Pfarrer Christian Rakete in Konzelebration mit BGR i.R. Anton Vogl den Festgottesdienst, der von der Blasmusik Lupburg musikalisch gestaltet wurde.

Bemerkenswertes Engagement

Nach dem Gottesdienst gratulierte Schirmherr Hauser der SKK zum 100-jährigen Bestehen. Einen Verein 100 Jahre lang lebendig zu halten sei eine beispielhafte Leistung. Genauso bemerkenswert sei es, mit wie viel Engagement bis heute das Andenken an die Opfer aller Kriege wachgehalten werde. Gedenken an Kriegstote schließe stets mit ein, an Leid und Elend zu erinnern und damit gleichzeitig an den Wert des Friedens.

Auch 100 Jahre nach Ende des Ersten und knapp 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges gelte es immer noch, die Erinnerung wach zu halten und eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen, sagte Hauser. „Ich danke allen, die sich in der Vergangenheit in der SKK See ehrenamtlich engagiert haben und es immer noch tun, ganz gleich an welcher Stelle und in welcher Funktion. Unsere Gemeinde lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger mitgestalten, anpacken und mitmachen.“ Nach diesen Ausführungen waren alle Gäste zum gemeinsamen Mittagessen im Festzelt eingeladen und die Blasmusik Lupburg sorgte für die musikalische Unterhaltung.

Der große Festzug, der von der Vorstandschaft mit den Festdamen des Jubelvereins und dem Spielmannszug Markt Lupburg angeführt wurde und bei dem 69 Vereine bzw. Gruppen der SKK See die Ehre erwiesen, zog am frühen Nachmittag unter den Klängen von vier Musikkapellen durch die Straßen von Ober- und Untersee, an denen hunderte von Zuschauern die Zugteilnehmer mit Beifall begrüßten.

Beim Einzug der Fahnen und Vereine in das Festzelt wurden diese mit ohrenbetäubendem Applaus und mit stehenden Ovationen begrüßt. Für den Rest des Nachmittags und den ganzen Abend übernahm die Partyband Stand by die musikalische Unterhaltung und ließ das 100-jährige Gründungsfest der Soldaten- und Kriegerkameradschaft gebührend ausklingen.

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