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Spass

Wasserwacht paddelt zum Sieg

Beim Sautrogrennen gab es wieder viel zu lachen. Der niedrige Wasserstand und die Wasserpflanzen machten es den Teams schwer.
Von Christiane Vatter-Wittl

Am Start sieht man bereits, wie sich die verschiedenen Teams ins Zeug legen. Taktik und Muskelkraft helfen aber manchmal nichts, denn die Schwarze Laber macht beim Sautrogrennen ihre eigenen Spielregeln.  Foto: Christiane Vatter-Wittl
Am Start sieht man bereits, wie sich die verschiedenen Teams ins Zeug legen. Taktik und Muskelkraft helfen aber manchmal nichts, denn die Schwarze Laber macht beim Sautrogrennen ihre eigenen Spielregeln. Foto: Christiane Vatter-Wittl

Lupburg.In Scharen pilgerten die unzähligen Schaulustigen am Pfingstsonntag nach Degerndorf. Dort konnten sie ihrer Schadenfreude ganz offiziell frönen und wurden nicht enttäuscht. Die Feuerwehr und der Obst- und Gartenbauverein Degerndorf hatten zum Pfingstfest eingeladen. Im nächsten Jahr feiert das Fest 40-jähriges Jubiläum.

Das Fest begann am Samstag mit dem Schafkopfrennen. Der eigentliche Höhepunkt folgte dann am Sonntag. Das Sautrogrennen lockte zum 14. Mal die Besucher an die Schwarze Laber. Moderator Jürgen Gabler begrüßte in bewährter Manier, auf seinem Ausguck auf der Brücke, die Gäste aus nah und fern. Neun Teams hatten sich gefunden, um sich in drei Vorläufen und einem spektakulären Finallauf mit den Sautrögen zu messen. Mit einem ausgeklügelten System wurden die Paarungen ausgelost. Gabler betonte, dass man keine Kosten und Mühen gescheut habe, schwierige Wettkampfbedingungen zu schaffen. So wurde am Morgen extra noch für den extra niedrigen Wasserstand gesorgt. Auch die Konzentration an Wasserpflanzen wurde eigens erhöht, so der Moderator mit einem Augenzwinkern.

Nach der Brücke gekentert

Allzu kalt waren die Temperaturen des Flüßleins anscheinend nicht, denn bereits beim Einstieg ging so manches Team baden und erfrischte sich. Ein riesen Spaß für die Zuschauer, für die Teilnehmer bitterer Ernst. Im ersten Vorlauf traten die Gebrüder Taqui 1 gegen die Wasserwacht Parsberg, die Titanic 2.0 und Marius und Rafi von der Werkstatt Rackendorf, the next Generation, an. Letztere wurden als haushohe Favoriten gehandelt, da sie im letzten Jahr gewonnen hatten. Durch ihre Erfahrung hatten sie sich auch einen Vorsprung erkämpft, kenterten aber nach der Brücke.

Gemächlich ließen es die Gebrüder Taqui angehen. Sie kämpften zwischendurch mit Ästen und der Uferböschung. Auch die Anfeuerungsversuche des Moderators halfen nichts, sie wurden immer langsamer. Dabei wurde der Sautrog noch einmal gebraucht, da aus der Familie mehrere Teams gemeldet waren, sie aber Equipmentprobleme hatten. Am Ende lieferten sich die Favoriten aus Rackendorf und die Wasserwacht Parsberg einen spannenden Zieleinlauf, den die Wasserwacht gewann. Marius und Rafi tauchten schließlich mit ihrem U-Boot-Trog unter der Ziellinie durch.

Im zweiten Vorlauf trafen die Hochseekrabbenfischer von der Laber auf das Team Taqui 3 und das Brautpaar Vanessa und Johannes. Das Brautpaar hatte am Tag zuvor geheiratet. Bräutigam Johannes hatte schon immer den Wunsch, einmal einen Bootsführerschein zu machen. Seine Schwägerin nahm das zum Anlass und schenkte den beiden zur Hochzeit die Teilnahme am Sautrogrennen. Bräutigam Johannes gab sein Bestes, um seine Braut in den sicheren Hafen des Ziels zu bringen, doch am Ende mussten sie sich doch vor Team Taqui 3 geschlagen geben. Die Hochseekrabbenfischer hatten bei diesem Rennen die größten Probleme und soffen mehrmals ab.

Kleine Verschönerung am Heck

Im dritten Vorlauf traten Luis und Bene in einem echten „Ur-Trog“ gegen den SVL und den Taqui Turboblitz an. Der Ur-Trog war deshalb so besonders, da es der erste Trog war, seit es das Rennen gibt, der ein original Sautrog war, ohne Hilfsmittel. Nur ein kleines BMW-Zeichen am Heck diente zur Verschönerung. So hatten die Jungs zwar anfangs einen guten Start, doch kenterten sie nach der Brücke. Am Ende ruderten Simon und Tobi vom SVL dem ungefährdeten Sieg entgegen.

Im Finale traten schließlich die Jungs vom SVL gegen Taqui 3 und die Wasserwacht Parsberg an. Während Lisa und Manu von der Wasserwacht Muskelstärke bewiesen und sich bis ins Ziel ruderten, verließen die anderen Mitstreiter den Sautrog und schoben an. Zwar erlaubt, aber es brachte nicht viel, denn Lisa und Manu holten sich den Sieg.

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