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Ausstellung

Neumarkt: Das Sterben wird thematisiert

In 16 Veranstaltungen wird das Thema Leben im Alter, Sterben und Tod beleuchtet – verbunden mit nützlichen Hinweisen.
Von Hans Gleisenberg

Dekanin Christiane Murner, Klaus Eifler und Stefanie Finzel präsentierten das Programm (v.l) Foto: Gleisenberg
Dekanin Christiane Murner, Klaus Eifler und Stefanie Finzel präsentierten das Programm (v.l) Foto: Gleisenberg

Neumarkt.„Es ist zwar nicht das Thema, das man gerne behandelt und man schiebt es lieber auf die lange Bank, doch gehören Leben und Sterben nun mal unabdinglich zusammen“, so Dekanin Christian Murner bei der Vorstellung der Ausstellungsreihe „Was bleibt“.

Sie wird vom 19. Januar bis zum 27 Februar, im Klostersaal des Evangelischen Zentrums und in der evangelischen Christuskirche abgehalten.

Hoffnung über den Tod hinaus

Wie die beiden Organisatoren dieser Veranstaltung, Fundraisingreferentin Stefanie Finzel und der Leiter des ev. Bildungswerks (EBW), Klaus Eifler, erläuterten, sei es das Ziel, den Umgang mit dem Alter, Sterben, Tod und der Hoffnung darüber hinaus, umfassend zu thematisieren. Die Ausstellung ist aber nicht nur für aktuell Betroffene, sondern für alle Menschen gedacht, die sich mit diesem Thema, das sich durch das ganze Leben zieht, auseinander setzen wollen. Ins Leben gerufen wurde die Reihe von der Evangelischen Landeskirche und dem Diakonischen Werk Bayern. „Was bleibt“ informiert mit den Veranstaltungen zu Themen des dritten Lebensabschnitts und thematisiert, unter anderem, Gesundheit, Leben mit Demenz, Wohnen, Patientenverfügung, Versorgungsvollmacht oder Hospizarbeit“, so Stefanie Finzel, die auch darauf hinwies, dass man sich hier auch einen Leitfaden für dieses Thema bei der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Ansbach, kostenfrei bestellen kann. Diakon Klaus Eifler machte deutlich, dass es hier um einen sehr spezifisches Lebensabschnitt gehe, der sehr ins persönliche gehe und auch große Emotionen wecke: „Es war uns ein Anliegen, dieses Themenfeld erneut aufzugreifen, da schon bei der ersten Auflage ein überwältigendes Interesse der Menschen vorherrschte“. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt der angebotenen Themenreihe sei, so Eifler weiter, dass hier Fachleute kostenlos Auskunft gäben.

Weiter war zu hören, dass es bei diesem Event nicht nur Informationen in stummer Form von Bildern oder Schriften gebe, machte Stefanie Finzel deutlich und verwies auf die Kommunikation aller Beteiligten, die in den Tagen der Ausstellung einen großen Stellenwert einnimmt.

Die Ausstellung findet im Klostersaal des Evangelischen Zentrums in Neumarkt statt. Begleitend gibt es in der Christuskirche einen thematischen Musikgottesdienst mit der Dekanatskantorin Beatrice Höhn, einen Segnungsgottesdienst für Ehepaare am Valentinstag mit anschließendem Sektempfang sowie den Abschiedsgottesdienst für Regionalbischof Hans- Martin Weiss unter dem Motto: Meine Zeit liegt in deinen Händen. Klaus Eifler wies auf interessante Themenabende hin wie den Besuch des Reporters vom Bayerischen Rundfunks, Oliver Bendixen, der zum Thema Notfallseelsorge informieren wird sowie den Vortrag des Kommunikationsberaters Ludwig Hahn, der zum Thema: Umgang mit schwierigen Problemen in der Familie“ sprechen wird.

Von Menschen für Menschen

Dekanin Murner machte dann noch deutlich, dass die 16 Angebote während der Ausstellung rein „Von Menschen für Menschen“ gestaltet werden und der Eintritt sei hier natürlich frei. „Angesichts zunehmender Lebenserwartung durch medizinischen Fortschritt, auch eng verbunden mit gesellschaftlichen Veränderungen, beschäftigen sich viele Menschen zunehmend mit diesem doch sehr komplexen Thema.“

Die Evangelische Kirche wolle ein wichtiger Wegbegleiter sein. Deshalb setzt die Ausstellung „Was bleibt“, sowohl von der Vernetzung als auch von der Zusammenarbeit, neue Impulse für die Entwicklungin kirchlichen Gemeinden und Einrichtungen.

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