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Applaus für die Könige und Neumarkt

Die Stadt hat sich glänzend präsentiert, loben die Organisatoren der Sternsingeraussendung. Die Sicherheit stand im Fokus.
Von Claus Gehr und Philipp Seitz

  • Mit Sicherheit unterwegs: Die Einsatzkräfte und Helfer ließen die Sternsinger nicht aus dem Blick. Foto: Gehr
  • Daumen hoch für alle Helfer, Einsatzkräfte und Organisatoren: Die Stadt freut sich über großes Lob. Foto: Seitz

Neumarkt.Spontaner Beifall brandete auf, als die kleinen Könige durch die Neumarkter Straßen zogen. Mehr als 1000 Bürger versammelten sich am Rathausplatz, um den 2200 Sternsingern einen gebührenden Empfang zu bereiten. Prälat Klaus Kramer hat als Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ schon viele Eröffnungsveranstaltungen gefeiert. Doch wenn er an den begeisterten Jubel der Zuschauer am Rathausplatz und den Zug der Könige durch Neumarkt denkt, gerät er ins Schwärmen: „Ich war ganz begeistert, mit welcher Freude wir hier aufgenommen wurden.“

Das hat Neumarkt noch nicht erlebt: 2200 Könige zogen durch die Stadt. Foto: Gehr
Das hat Neumarkt noch nicht erlebt: 2200 Könige zogen durch die Stadt. Foto: Gehr

Die Stadt Neumarkt habe sich als hervorragender Gastgeber präsentiert. Dieser Meinung ist auch der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke. Die Verantwortlichen in den Pfarreien hätten ein großes Glaubensfest mit auf die Füße gestellt. Ein dickes Lob gab es von den Organisatoren auch für die Neumarkter Sicherheitskräfte. Nach dem erschütternden Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt vor der Berliner Gedächtniskirche am 19. Dezember waren auch bei den Machern der Sternsinger-Aussendung die Warnlampen angegangen.

„Wir wollten das Thema aber nicht zu hoch hängen, um nicht für Verunsicherung zu sorgen. Natürlich haben wir uns aber sehr intensiv damit auseinandergesetzt“, erklärt Thomas Römer, Sprecher des Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, auf Nachfrage unseres Medienhauses.

Polizei schützte die Sternsinger

Wer genau hinschaute, konnte eine ganze Reihe von Maßnahmen im Umfeld der Veranstaltung ausmachen. „Wir haben versucht, so gut es nur geht für die Sicherheit der Teilnehmer zu sorgen, aber es so dezent wie möglich zu halten, um die Veranstaltung nicht zu stören. Sowohl in den Jurahallen als auch beim Umzug wurden Vorkehrungen getroffen. Die Polizei hat uns da super unterstützt“, sagt Römer. Um zu verhindern, dass nicht wie in Berlin ein Lastwagen oder ein anderes Fahrzeug in die durch Neumarkt ziehende Gruppe der Sternsinger rast, waren alle Seitenstraßen zum Beispiel mit Einsatzfahrzeugen blockiert worden.

Aus ganz Deutschland reisten die Sternsinger zur Auftaktfeier an. Foto: Seitz
Aus ganz Deutschland reisten die Sternsinger zur Auftaktfeier an. Foto: Seitz

Auch zivile Einsatzkräfte waren in der Großen Jurahalle, während des Umzugs und rund um die Örtlichkeiten im Einsatz. Bernhard Kölbl von der Polizeiinspektion Neumarkt will zu den Vorkehrungen aus „einsatztaktischen Gründen“ keine Angaben machen. Nur so viel: „Das war ein einmaliges Ereignis für die Stadt, wofür wir entsprechend Personal eingesetzt haben. Wir waren gut aufgestellt.“ Für die Beamten war es aber ein ruhiger Einsatz: „Die Sternsinger haben sich einwandfrei verhalten.“

Eine Bildergalerie mit vielen Eindrücken finden Sie hier:

Sternsinger brachten den Segen nach Neumarkt

Ein einmaliges Ereignis

Oberbürgermeister Thomas Thumann lobt das gute Zusammenspiel der Einsatzkräfte: „Wir haben Routine durch viele Großveranstaltungen.“ Der Sternsingerauftakt sei für die Stadt – aber auch für ihn als ehemaligen Sternsinger – jedoch ein ganz besonderes Ereignis gewesen. „So etwas habe ich noch nie mitgemacht. Das war ein Wahnsinnsbild.“ Besonders gefreut habe ihn das Lob von Bischof Hanke, dass die Organisation vor Ort „absolute Spitze“ gewesen sei. Von der Veranstaltung profitiere auch die Stadt, die sich in den Medien bundesweit positiv darstellen konnte.

Ein Video von der bundesweiten Auftaktveranstaltung sehen Sie hier:

2200 Sternsinger trafen sich in Neumarkt.

Kaplan Clemens Mennicken ist von den vielen Eindrücken immer noch überwältigt: „Es war ein wunderschöner Tag, alles hat sehr gut geklappt.“ Er ist überzeugt, dass die Aussendungsfeier die Könige motiviert: „Solche Veranstaltungen zeigen: ich bin nicht alleine mit meinem Glauben. Das bestärkt.“

Lesen Sie mehr: Mit bunten Gewändern, Weihrauch und Gesängen versetzten 2200 Mädchen und Buben Neumarkt in eine besondere Stimmung.

So sieht es aus, wenn 2200 kleine Könige in der Großen Jurahalle einen Gottesdienst feiern:

Das sagten die Bischöfe:

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Foto: Seitz
Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Foto: Seitz

Bischof Rudolf Voderholzer: „Neumarkt hat den großen Ansturm perfekt gemeistert. Die Große Jurahalle hat sich aufgrund der vielen Anmeldungen als gute Alternative zum Münster Sankt Johannes angeboten und wie würdig es hier ausgerichtet wurde, beeindruckt mich sehr. Es war ein tolles Erlebnis!“

Der Passauer Bischof Stefan Oster. Foto: Seitz
Der Passauer Bischof Stefan Oster. Foto: Seitz

Bischof Stefan Oster: „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Was mich außerordentlich überrascht hat, war die große Anteilnahme der Bevölkerung und die vielen Menschen, die in Neumarkt auf der Straße waren, und der große Applaus. Den haben sich die Sternsinger verdient.“

Hier fanden die bundesweiten Auftaktveranstaltungen in den vergangenen zehn Jahren statt:

Alle Informationen rund um die bundesweite Aussendung der Sternsinger in Neumarkt finden Sie hier.

Unsere Reporter hielten ihre Eindrücke in einem NewsBlog fest:

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