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Bei einer Fortbildung Steuern sparen

Die Weiterbildung beruflich motiviert sein, dann lassen sich die Kosten absetzen, sagt ein Neumarkter Steuerexperte.

 Kosten für eine Fortbildung können bei der Steuererklärung angegeben werden.
Kosten für eine Fortbildung können bei der Steuererklärung angegeben werden. Foto: Tobias Hase/dpa

Neumarkt. Neues Jahr, neue Ziele: Wer sich beruflich weiterentwickeln und der Karriere mit einer Weiterbildung neuen Schub geben möchte, der sollte sich im Vorfeld über mögliche Steuerersparnisse informieren. „Viele Kosten im Rahmen einer Bildungsmaßnahme können als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden“, erklärt Thomas Lenk Beratungsstellenleiter der Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) in Neumarkt.

Finanzamt prüft genau nach

Damit das Finanzamt entsprechende Aufwendungen als steuermindernd anerkennt, muss eine wichtige Voraussetzung erfüllt sein: Die Weiterbildung muss beruflich motiviert sein, und darf nicht nur von privaten Interessen geleitet werden. Soll beispielsweise ein Sprachkurs als Werbungskosten bei der Steuererklärung geltend gemacht werden, dann wird das Finanzamt genau hinsehen, ob die neu erworbenen Sprachkenntnisse tatsächlich mit der beruflichen Tätigkeit in Zusammenhang stehen.

„Das muss im Zweifelsfall sehr gut begründet werden“, sagt Lenk. Möglich sei eine Anerkennung etwa, wenn der Arbeitgeber von einem ausländischen Unternehmen aufgekauft wurde und man regelmäßig mit ausländischen Kollegen im Austausch stehe.

Problemlos anerkannt werden von den Finanzämtern in der Regel die Teilnahme an einem beruflich relevanten Seminar. Dann lassen sich nicht nur die Kursgebühren absetzen, sondern auch weitere Aufwendungen, wie Reisekosten, Prüfungsgebühren, Ausgaben für Fachliteratur und Arbeitsmaterialien oder Kopierkosten.

Alle Quittungen aufheben

„Wichtig ist, alle entsprechenden Ausgaben aufzulisten und, wenn möglich, durch Quittungen zu belegen“, sagt Lenk. Selbst ein Arbeitszimmer kann anerkannt werden, ist für eine Bildungsmaßnahme ein heimischer Arbeitsplatz zur Vor- und Nachbereitung des Stoffs erforderlich.

Was die Reisekosten betrifft, sind nicht nur Fahrtkosten relevant, sondern auch Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung. „Wieviel erstattet wird, hängt oft von der Art der Bildungsmaßnahme ab“, sagt Lenk. Ein berufsbegleitendes Studium zum Beispiel, stelle steuerrechtlich eine „Auswärtstätigkeit“ dar. Das könne bedeuten, dass man die höhere Dienstreisepauschale und Reisenebenkosten wie Parkgebühren oder Verpflegungspauschbeträge geltend machen kann. Der „Meisterbonus“ ist steuerfrei.

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