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Ein bereicherndes Jahr in den USA

Verena Häring war Stipendiatin von MdB Alois Karl. Sie erlebte eine andere Kultur – und hatte kaum Zeit für Heimweh.
von Luis Münch

Verena Häring berichtete MdB Alois Karl über ihre Erfahrungen während des einjährigen Stipendiums in den USA.
Verena Häring berichtete MdB Alois Karl über ihre Erfahrungen während des einjährigen Stipendiums in den USA. Foto: Münch

Neumarkt.Vor gut drei Monaten bestieg die 17-jährige Verena Häring ein Flugzeug in Richtung Deutschland. Damit ging für sie, die in Neumarkt das Willibald-Gluck-Gymnasium besucht, ein Jahr in den USA zu Ende. „Es war ein sehr bereicherndes Jahr für mich“, sagt Verena Häring bei einem Treffen im Neumarkter Büro des Bundestagsabgeordneten Alois Karl (CSU), der den USA-Aufenthalt möglich gemacht hat.

Mehrstufiges Bewerbungsverfahren

Im August 2014 hatte Häring ihre Bewerbung für das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Bundestags für Schüler und junge Berufstätige eingereicht. Nach einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren wurde die Schülerin von Karl – ihrem PPP-Paten – für ein einjähriges Stipendium nominiert. Karl sagte, die 17-Jährige habe sich vor allem wegen ihrer hervorragenden Englischkenntnisse als Botschafterin Deutschlands in den USA geeignet. Doch auch sie selbst könne davon profitieren: „Ein solches Auslandsjahr ist sehr hilfreich für das Zukunftsleben“, sagte Karl.

Bevor Häring die Reise in die USA antrat, absolvierte sie in Berlin ein einwöchiges Vorbereitungstreffen. Am 14. August war es dann so weit: Häring brach nach Chicago auf. Die Gastfamilie, bei der sie während ihres USA-Aufenthalts wohnte, lebte in einem Vorort. „Es ist eine sehr zivilisierte Stadt“, erinnert sich Häring. Allerdings habe sie kaum Fußgänger gesehen, weil die meisten Wege mit dem Auto zurückgelegt würden.

Ihre Gasteltern arbeiteten beide von Zuhause aus, der Vater als Informatiker und die Mutter als freiberufliche Journalistin. Als „obere Mittelschicht“ beschreibt Häring ihre Gastfamilie. Zwei Ereignisse, an die sich die Neumarkterin besonders gerne erinnert, waren der Besuch der Niagarafällen und das Weihnachtsfest, das sie mit ihrer Gastfamilie in South Carolina verbrachte. Das ganze Jahr über berichtete die 17-jährige über ihre Erfahrungen in den USA auch sehr aktiv über Facebook.

Natürlich gehörte zu dem Jahr im Ausland auch die Schule. In den USA besuchte Häring die Metea Valley High School. Am Anfang sei die neue Schule ungewohnt gewesen, die Mitschülern hätten sie aber sehr gut aufgenommen. „Ich fand, dass der Unterricht in den USA viel einfacher war als in Deutschland“, sagt Häring. Außerdem seien die Schulfächer anders. Dort habe man Fächer wie beispielsweise Automechanik oder Kinderbetreuung.

Weihnachten ohne die Familie

Und noch einen Unterschied gebe es: Die Aktivitäten nach dem Unterricht organisiert die Schule selbst, berichtet Häring. So spielte sie oft nach den Schulstunden Wasserball. Heimweh hatte die Schülerin nicht. „Ich hatte einfach viel zu viel zu tun, da hatte ich für Heimweh überhaupt keine Zeit“, erklärt die 17-Jährige. An Weihnachten habe sie ihre Familie aber schon vermisst. Was die Zukunft betrifft, so ist sich die Schülerin noch unschlüssig. Nun besucht sie die elfte Klasse des Willibald-Gluck-Gymnasiums – und vielleicht ja auch einmal wieder die USA.

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