MyMz
Anzeige

Schule

Einen Tag lang lernen wie die Großen

Viertklässler aus dem Landkreis Neumarkt haben im Ostendorfer Gymnasium in den Alltag der Fünftklässler hineingeschnuppert.
von Sabrina Leretz

  • Im Chemieunterricht bei Daniel Frank experimentierten die Viertklässler mit Blaukrautsaft, Essig und Backpulver. Foto: Leretz
  • Physik machte den Kindern Spaß. Foto: Leretz
  • Im Musikunterricht zeigten die Grundschüler ihr kreatives Können. Foto: Leretz

Neumarkt.Nach der vierten Klasse steht jedem Schüler ein neuer Lebensabschnitt bevor. Für viele Kinder und ihre Eltern ist die Wahl der weiterführenden Schule schwierig. Um ihnen die Entscheidung zu erleichtern, durften die Schüler bereits am Dienstag erleben, wie der Schulalltag am Ostendorfer Gymnasium ablaufen würde. In vier Workshops stellten die Lehrer authentische Unterrichtssituationen dar. Begleitet von einer fünften Klasse schnupperte jeder Grundschüler so einmal in den Musik-, Chemie-, Physik- und Englischunterricht hinein. Für diesen Tag reisten die Viertklässler aus dem ganzen Landkreis an. Die größte Gruppe bildeten die Schüler aus der Grundschule Pyrbaum.

Experimente im Chemieunterricht

Der Unterricht von Chemielehrer Daniel Frank sorgte für viel Aufregung. Gebannt verfolgten die Viertklässler der Grundschule Pölling, wie Frank mit einfachen Mitteln einen großen Feuerball erzeugte. Trotz des spektakulären Schauspiels hat Chemie nicht immer nur mit Feuer zu tun, erklärte Frank. Meist geht es um Fragestellungen, die sich ganz einfach im Alltag ergeben: Warum etwa heißt Blaukraut auch Rotkohl, obwohl beides aus dem lila Kohlkopf zubereitet wird?

Um an die Lösung zu kommen, durften die Schüler selbst experimentieren: Ausgestattet mit Blaukrautsaft, Essig und Backpulver mischten sie die Flüssigkeiten in Reagenzgläsern zusammen und staunten nicht schlecht, als der Saft seine Farbe einmal zu blau und einmal zu rot änderte. Wie der Kohl schließlich aussieht, liegt immer an den Zutaten, mit denen man ihn zubereitet, erklärte Frank.

Im anschließenden Englischunterricht konnten die Viertklässler ihren Vokabelschatz bei mehreren Spielen unter Beweis stellen. Englischlehrer Christian Körber war sichtlich begeistert, wieviele englische Wörter die Grundschüler bereits kennen, obwohl das Niveau natürlich an den Grundschulwortschatz angepasst worden war. „Wir holen die Kinder da ab, wo sie gerade mit ihrem Wissen stehen“, erklärte auch Studiendirektor Stephan Bartmann.

Schnuppertage nehmen Ängste

Der Kontakt zu den Grundschulen ist Bartmann sehr wichtig. Der Schritt auf die weiterführende Schule schüre bei Viertklässlern oft Ängste, weil die neue Schule unbekannt ist. Schnupper- und Projekttage können vielen diese Angst nehmen, sagte Bartmann. Diese Meinung teilt Cornelia Dumhard-Braun, Klassenlehrerin einer vierten Klasse in Pyrbaum. Infoveranstaltungen seien bei der Wahl der Schule genau so wichtig wie die regelmäßige Rücksprache mit den Lehrern. Letztlich sollten die Eltern nach dem Wohl des Kindes entscheiden. „Die Kinder selbst sollten aber auf jeden Fall in die Entscheidung mit einbezogen werden“, riet Dumhard-Braun.

Einigen Kindern dürfte die Wahl für das Gymnasium nach dem Schnuppertag leichter fallen: Vom Unterrichtsangebot waren alle Grundschüler begeistert. Im Physikunterricht zeigte Elisabeth Kugler in spannenden Experimenten nämlich, wie aufregend Physik sein kann.

Übergebliebene Ostereier zum Beispiel kann man zu Forschungszwecken gut verwerten. Kugler führte vor, wie man erkennen kann, ob ein Ei hart oder weichgekocht ist und es anschließend durch eine enge Öffnung in eine Flasche fallen lässt.

Schließlich machten die Viertklässler noch einen Ausflug in die musikalische Unterrichtswelt. Beim rhythmischen Klatschen mit Musiklehrer Armin Schidlo zeigte sich, dass die Grundschüler den Fünftklässlern in nichts nachstehen.

Mehr Nachrichten aus der Region Neumarkt finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht