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Hitze: Ventilatoren sind ausverkauft

Der Sommerschlussverkauf war für Neumarkts Händler ein voller Erfolg. Nur wer jetzt noch einen Ventilator sucht, hat Pech.
von Claudia Pollok

Eine junge Frau steht vor einem Ventilator und genießt die frische Luft. Die Geräte sind aktuell so begehrt wie nie.
Eine junge Frau steht vor einem Ventilator und genießt die frische Luft. Die Geräte sind aktuell so begehrt wie nie. Symbolfoto: Jörg Carstensen/dpa

Neumarkt.Nicht nur die blaue Quecksilber-Säule des Thermometers kletterte während der aktuellen Hitzewelle nach oben – auch die Umsätze der Neumarkter Geschäfte stiegen gewaltig. Denn Hitze und Sonnenschein haben den Einzelhändlern in den zwei vergangenen Wochen einen erfolgreichen Sommerschluss beschert, sagt Josef Achatz jun., Vorsitzender des Handelsverbandes Neumarkt.

Neben luftiger Sommerkleidung gingen vor allem Ventilaorten weg wie warme Semmeln. In den meisten Elektrogeschäften sind die Geräte bereits restlos ausverkauft. Bei Franziska Fürst, Abteilungsleiterin bei Expert Tevi, boomt der Verkauf schon seit Anfang Juli. Alle einfachen Tisch-und Stand-Ventilatoren für 50 Euro bis 80 Euro seien bereits verkauft. Nur noch sehr hochwertige Geräte für rund 300 Euro stehen noch in den Regalen. Fürst habe zwar schon einmal nachbestellt, aber die Nachfrage sei dieses Jahr einfach so enorm hoch gewesen, dass jetzt schon wieder alles verkauft sei.

Peter Ehard, Verkäufer bei Euronics Distler, geht es genauso. Bei ihm ging Montagmorgen der letzte Ventilator für rund 300 Euro über die Ladentheke. Das hochwertige Gerät sei so teuer, weil es keinen Propeller habe und somit absolut leise sei, erklärt Ehard. Für ihn steht fest: Wer jetzt noch einen normalen Ventilator in Neumarkt kaufen will, hat zurzeit schlechte Chancen.

In der Früh Shoppen

Aus Kleidungsgeschäften kommen die Kunden hingegen mit prall gefüllten Taschen heraus. Jörg Schmitz, Geschäftsführer bei Wöhrl, ist mit dem Umsatz der Saisonartikel mehr als zufrieden. Bei der Hitze sei die Nachfrage nach kurzen Hosen, luftigen Kleidern, Tops und T-Shirts sehr hoch, sagt er. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hätten die Kunden heuer deutlich mehr Sommerkleidung gekauft. Denn 2013 sei es Anfang August schon etwas kühler gewesen.

Lange Jeanshosen und Baumwoll-Pullis, die das ganze Jahr über im Geschäft verkauft werden, hängen dafür diesen Sommer noch unberührt am Kleiderbügel. Doch Schmitz ist insgesamt „hochzufrieden“ mit dem Ergebnis des Sommerschlussverkaufs.

Daniela Beltel, Verkäuferin bei Cecil, geht es mit der Übergangskleidung ähnlich. Denn wer zwängt sich bei dieser Hitze schon gerne in Wollpullover oder Jacken. Doch immerhin habe sie Montagfrüh schon eine Daunenweste verkauft, erzählt sie. Die Kunden kämen oft gleich am Morgen, wenn es noch nicht so heiß ist. „Am Nachmittag bleiben diejenigen, die nicht arbeiten müssen, lieber zu Hause oder springen ins kühle Nass, statt durch Geschäfte zu bummeln.“ Doch ungefähr eine Stunde vor Ladenschluss geht laut Beltel die Schnäppchenjagd von Neuem los. Das bestätigt auch Josef Achatz, Vorsitzender des Handelsverbandes. Wenn es im Sommer besonders heiß und im Winter kalt ist, ginge der Schlussverkauf immer besonders gut.

Die Herbstmode steht schon bereit

Jetzt bräuchten die Menschen luftige Kleidung, Sandalen und Hüte – nicht erst im Urlaub, sondern bereits für den Alltag, sagt Achatz. In vielen Geschäften seien einzelne Kleidungsbestände ausverkauft.

So zum Beispiel bei Cecil: „Kurze Hosen gibt es bei uns keine mehr“, sagt die Verkäuferin. Dafür stehen schon die warmen Ponchos, Jacken und Mäntel in den Geschäften.

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