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Hunderte Könige brechen in Neumarkt auf

In Neumarkt feiern 2200 Sternsinger den Auftakt des Dreikönigssingens. Bundesweit verkünden sie die Weihnachtsbotschaft.
Von Philipp Seitz und Claus Gehr, MZ

"Segen bringen - Segen sein": Das diesjährige Motto der Sternsingeraktion brachte zu allererst Neumarkt viel Segen und Weihrauchdüfte. Rund 2200 Sternsinger aus ganz Deutschland wurden ausgesandt.

Neumarkt.Von Neumarkt strömen sie nun aus, um im ganz Deutschland den Segen und die Botschaft von Weihnachten zu verkünden. 2200 Kinder und Jugendliche im Alter ab sechs Jahren waren am Donnerstag zur Eröffnung der diesjährigen Sternsingeraktion in die Neumarkter Jurahallen gekommen, die das Bistum Eichstätt, das erstmals als Gastgeber fungierte, als Veranstaltungsort auserkoren hatte. Sie alle erlebten einen beeindruckenden Festtag.

Der morgendliche Auftaktgottesdienst für die weltweit größte von Kindern und Jugendlichen getragene Hilfsaktion war im Vorfeld vom Münster in die Jura-Festhalle verlegt worden, weil sich viel mehr Könige für die Eröffnung angemeldet hatten, als erwartet.

Bunt, fröhlich und feierlich – so präsentierten sich die 2200 Sternsinger in Neumarkt. Foto: Seitz
Bunt, fröhlich und feierlich – so präsentierten sich die 2200 Sternsinger in Neumarkt. Foto: Seitz

In seiner Predigt ging der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke auf das Symbol des Sterns ein. Der Stern sei nicht nur ein Erinnerungszeichen an den Stern von Bethlehem, sondern ein Zeichen dafür, dass jeder ein „Star“ sein könne, der Jesus nachfolge. Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer dankte den Sternsingern, sie brächten einen geistigen Klimawandel im positiven Sinne. „Ihr macht Freude und ihr bringt Freude“. Das wichtigste beim Sternsingen seien nicht die Spenden, sondern der Segen und die Botschaft von Weihnachten. „Viele Menschen warten darauf“, sagte Voderholzer.

Die schönsten Eindrücke von der Aussendung finden Sie hier:

Die 59. Aktion Dreikönigssingen 2017 steht unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit!“ Mit dem Motto will man darauf aufmerksam machen, wie sehr der Klimawandel das Leben von Menschen in aller Welt bedroht und wie gerade in den Industrieländern die Bewohner sorglos mit natürlichen Ressourcen umgingen. Speziell widmet sich die Aktion den Menschen in der Turkana im Nordwesten Kenias, in der die dort lebenden Nomaden unter Dürrezeiten leiden.

Die Sternsinger aus Batzhausen reisten schon am frühen Vormittag mit der Bahn nach Neumarkt. Foto: Seitz
Die Sternsinger aus Batzhausen reisten schon am frühen Vormittag mit der Bahn nach Neumarkt. Foto: Seitz

Angeführt von vier Bischöfen, neben Hanke und Vorderholzer waren auch der Passauer Bischof Stefan Oster und der Bischof Thomas Dabre aus dem indischen Poona, dem Partnerbistum von Eichstätt bei der Aussendung der Sternsinger zugegen, ging es dann in einem imposanten Umzug durch die Stadt Neumarkt.

Vor dem Rathaus wurden die Sternsinger von Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann empfangen, der sich stolz zeigte, Gastgeber für diese tolle Aktion sein zu dürfen. An die Rathaustüre zeichneten die Sternsinger dann mit Kreide den Spruch „ 20*C+M+B+17“ an. Bei diesem handelt es sich entgegen der Meinung vieler nicht um die Anfangsbuchstaben der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, die die Sternsinger darstellen. Tatsächlich stehen die Buchstaben für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“, was „Christus segne dieses Haus“ heißt. Der Stern vor dem C ist das Symbol für den Himmelsstern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sein sollen.

Unsere Reporter hielten ihre Eindrücke in einem NewsBlog fest:

Alles zur bundesweiten Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen in Neumarkt lesen Sie hier.

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