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Jubiläums-Firmenlauf feiert Rekord

Zum zehnten Mal ging der Neumarkter Fischer-Automobile-Firmenlauf an den Start. Dabei finishten so viele wie nie zuvor.
Von Benjamin Weigl

Um 18.30 Uhr fiel der Startschuss für den Firmenlauf in Neumarkt. Foto: Weigl
Um 18.30 Uhr fiel der Startschuss für den Firmenlauf in Neumarkt. Foto: Weigl

Neumarkt.Auch Christian Haider ist wieder dabei. Zum achten Mal hintereinander steht der Hobbyläufer für die Neumarkter Lebenshilfe am Start des Firmenlaufs. „Durch so einen Lauf nimmt man wieder ein wenig ab“, scherzt Haider gut gelaunt vor dem Start. Er ist einer von 2450 Teilnehmer, die sich am Donnerstagabend am Volksfestplatz eingefunden haben, um die Strecke laufend oder walkend zu bewältigen. Bei vielen Angestellten der Unternehmen aus der Region hat sich das Event in den letzten Jahren fest im Kalender verankert. Kein Wunder also, dass die Veranstalter mit der diesjährigen Teilnehmerzahl einen neuen Rekord verkünden durften.

Nach links, nach rechts: Vor dem Laufen dehnen sich die Teilnehmer. Foto: Weigl
Nach links, nach rechts: Vor dem Laufen dehnen sich die Teilnehmer. Foto: Weigl

Die äußeren Bedingungen zeigten sich von ihrer freundlichsten Seite: Angenehme 26 Grad Celsius waren am Thermometer abzulesen, als sich die 2450 Läufer ins Rennen stürzten. Bei strahlend blauem Himmel und einigen kleinen Wolken, die zwischendurch einen schattigen Moment gönnten, ging es auf die 5,6 Kilometer lange Strecke.

Zieleinlauf zum Genießen

Beim Aufwärmen gibt sie die Kommandos. Foto: Weigl
Beim Aufwärmen gibt sie die Kommandos. Foto: Weigl

Zunächst animierte Marion Schmidt von der AOK die ungeduldig vor der Startlinie Wartenden zu einem kurzen gemeinsamen Aufwärmprogramm. Als sich mehrere tausend Hände in die Höhe reckten und klatschend den Startschuss herbeisehnten, war die Stimmung auf dem Siedepunkt.

Um Punkt 18.30 Uhr war es soweit: Die ersten Läufer gingen auf die Strecke. Aufgrund der riesigen Teilnehmerzahl dauerte es kurioserweise fast sechs Minuten, bis der letzte Teilnehmer die Startlinie überquert hatte.

Nach dem Start an den Neumarkter Jurahallen wartete eine knackige Laufrunde. Nach einer Schleife um den Festplatz herum ging es am Ludwig-Donau-Main-Kanal entlang, am Klinikum vorbei und schließlich in einigen Kurven durch das Gelände der Landesgartenschau. An der Brücke an der Holzheimer Hauptstraße machten die fleißigen Läuferinnen und Läufer kehrt – immer am Kanal entlang ging es für sie zurück bis ins Ziel.

Der Neumarkter Firmenlauf 2019

„Genießt den Zieleinlauf, es ist eure Zeit“, hatten die Bühnensprecher den Läufern zum Start noch hinterher gerufen. Die Superlative bei diesem Jubiläums-Firmenlauf überschlugen sich: Vom größten Betriebsausflug der Region war da die Rede. Auch das angeblich größte Selfie der Oberpfalz entstand, als einer der Sprecher vor dem Start in die Kamera lächelte und die vielen hundert Gesichter hinter sich mit einfing. Landrat Willibald Gailler sprach gar von einem „sportlichen Volksfest“.

Beim Firmenlauf geht es nicht um die Zeit

Tatsächlich stand beim Firmenlauf, wie in den Jahren zuvor schon, nicht die schnellste Zeit im Vordergrund, sondern der Spaß und das gesunde Ankommen im Ziel. Thomas Fischer vom Hauptsponsor des Laufs Fischer Automobile zeigte sich begeistert ob der großen Zahl an „riesigen Teams“ und der super Atmosphäre. „Für mich ist das Beinandersitzen nach dem Lauf immer das Schönste. Weil dann weiß ich auch, ich bin heil ins Ziel gekommen“, scherzte Fischer.

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Der Neumarkter Firmenlauf 2019

Für das Jubiläum hatte man im Vorfeld die Strecke ein wenig verändert. „Gleich nach dem Start haben wir die Engstelle beseitigt.“ Fischer erzählte auch, die Freigabegrenze für die Anzahl der Teilnehmer in diesem Jahr noch einmal erhöht zu haben. 141 Firmen hatten Läufer an den Start gebracht.

Die Momente des zehnten Firmenlaufs

  • Aufwärmen:

    Vor dem Start gab es wieder ein gemeinsames Warm-Up. Imposant dabei wirkte die Menschenmenge, die sich über den ganzen Vorplatz der Jurahallen verteilte. Beim Klatschen, Wippen und Tanzen wurden die Läuferbeine munter und die 5,6 Kilometer fielen umso leichter.

  • Gemeinsam:

    Bei der Firma Dehn stand das gemeinsame Ankommen, wie bei vielen anderen Teilnehmern auch, besonders im Fokus. Die etwa 100 Teilnehmer des Unternehmens versammelten sich einige hundert Meter vor dem Ziel, um geschlossen die Linie zu überqueren.

  • Unterstützung:

    An der Strecke wurden die Läufer von zahlreichen Unterstützern angefeuert. Trommelgruppen, große Musikanlagen und zahlreiche klatschende Zuschauer waren an der Strecke präsent und bewunderten den bunten Zug an Läufern, der sich durch die Stadt schlängelte.

  • Sieger:

    Auch wenn es kein Wettkampf um die beste Zeit war, erzielten die Schnellsten respektable Zeiten. Stefan Böllet (Foto) kam fürs Landratsamt nach 18:46 Minuten als Sieger ins Ziel. Elena Illeditsch vom Ingenieurbüro Winfried Breyer siegte bei den Frauen in 21:53 Minuten.

„Die Zeit und die Platzierung ist dabei gar nicht so wichtig“, sagte Fischer. „Das Schöne ist die Dynamik, die der Lauf in den Firmen erzeugt. Wochen davor ist dieses Teamgefühl spürbar, wenn man sich etwa zum gemeinsamen Lauftraining trifft.“

Glücklich im Ziel angekommen Foto: Weigl
Glücklich im Ziel angekommen Foto: Weigl

Auch das gemeinsame Über-Die-Ziellinie-Laufen war wieder populär. So kamen etwa Bettina Lindner für die AOK und Annie Krüger für das Klinikum zeitgleich als zwei der ersten Frauen im Ziel an. „Die Zeit ist sekundär, es geht hier um Spaß und Leute treffen“, sagte Lindner gut gelaunt im Ziel. „Und das Ratschen kommt auch nicht zu kurz – nicht einmal während des Laufens.“

Feierlicher Rahmen für Siegerehrung

Im Anschluss an die sportliche Aktivität folgte das sogenannte „Netzwerken“. Die Firmenangestellten haben dabei die Möglichkeit, sich im ausgelassenen, feierlichen Rahmen rund um die Siegerehrung auszutauschen und kennenzulernen. So ging der zehnte Firmenlauf, der unter dem Motto „Gesunde Firmen laufen länger“ ausgetragen wurde, noch in einen langen Abend in der Jurahalle. Einen bejubelten Sieger gab es dann auch noch: Max Bögl konnte den Titel der schnellsten Firma aus dem letzten Jahr wieder verteidigen.

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