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Gesundheit

Mehr als nur Trostspender in Herzform

Schüler des Hauses St. Marien in Neumarkt nähen Herzkissen für Brustkrebspatientinnen des Neumarkter Klinikums.
Von Bettina Griesbeck

  • Die Schüler übergeben die Herzkissen an das Klinikum Neumarkt. Foto: gb
  • „Von Herzen gute Besserung“ wünschen die Schüler den Brustkrebspatientinnen mit ihren selbstgenähten Herzkissen und selbstgestalteten Karten. Foto: gb

Neumarkt.An den Beruflichen Schulen Haus St. Marien zeigten Schüler, dass der Lehrplan auch für einen guten Zweck genutzt werden kann. Dieses Jahr entstanden bereits 120 Herzkissen, die an Brustkrebspatientinnen des Klinikums Neumarkt übergeben werden. „Nach der Operation können die Frauen sie sich unter dem Arm legen, damit die Narbe nicht so sehr schmerzt“, erklärt Krankenschwester Anja Dworschak den Schülern bei der Übergabe der Herzkissen.

So werden die Herzkissen an die Brustkrebspatientinnen weitergegeben.
So werden die Herzkissen an die Brustkrebspatientinnen weitergegeben. Foto: gb

Die 12. Klasse aus dem Bereich Ernährung und Versorgung nähte die Herzkissen. Die 11. Klasse aus dem Bereich der Sozialpflege gestaltete kleine Karten, auf denen neben einem Gruß an die Patientinnen auch steht, wie sie das Kissen benutzen können. Die Schüler seien froh, mit ihrer Arbeit etwas für die Brustkrebspatientinnen getan zu haben. „Es ist ein tolles Projekt und man hat das Gefühl, gebraucht zu werden“, sagt der 20-jährige Maximilian Brüner. Die Patientinnen selbst lernen die Schüler nicht kennen, aber manchmal schreibe ihnen eine de Frauen einen Brief. „Wir bekommen ein Dankeschön zurück und eine Bestätigung, dass unsere Arbeit etwas Gutes bewirkt“, sagt die 17-jährige Anna Junda. „Dadurch haben wir auch noch mehr Motivation bei der Arbeit, denn wir wissen, dass die Herzkissen wirklich gebraucht werden.“ Mit ihren Mitschülern wünsche sie den Patientinnen im Krankenhaus viel Glück und Gesundheit, Mut und Stärke.

Insgesamt 45 Herzkissen brachten die Schüler am Montag im Klinikum Neumarkt vorbei.
Insgesamt 45 Herzkissen brachten die Schüler am Montag im Klinikum Neumarkt vorbei. Foto: gb

„Das Projekt gibt es bereits seit fünf Jahren“, sagen die Lehrerinnen Andrea Staude und Brigitte Hierl. Sie betreuen die Aktion in den Beruflichen Schulen Haus St. Marien. „Wir können den Schülern zwar zeigen, wie sie die Kissen und Karten fertigen sollen, aber ganz ohne finanzielle Hilfe ginge es nicht.“ Deshalb sind die beiden Lehrerinnen und die Schüler froh, dass ihnen Dr. Heinz Sperber, für das nächste Schuljahr wieder die Unterstützung der Bürgerstiftung für Stoffe und sonstige Materialien zugesagt hat. Für die „Trostspender“ gebe es leider immer mehr Bedarf, sagt Dworschak. „Denn immer mehr Menschen erkranken an Brustkrebs – in der Klinik in Neumarkt sind deswegen jährlich bis zu 300 Patienten in Behandlung.“

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