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Gedanken

Referenten sprechen über Werte

Am Samstag wird die Reihe Denkanstöße in Neumarkt fortgesetzt. Diesmal geht es um Mitmenschlichkeit, Freiheit und Toleranz.
Von Heike Regnet

Dr. Dietmar Wittek fordert am Samstag bei den Denkanstößen wieder zum Nachdenken und Mitreden auf. Foto: Regnet
Dr. Dietmar Wittek fordert am Samstag bei den Denkanstößen wieder zum Nachdenken und Mitreden auf. Foto: Regnet

Neumarkt.Wie viele gemeinsame und tatsächlich gelebte Werte braucht eine Gesellschaft, um zu funktionieren und zusammenzustehen? Am Samstag wird Dr. Dietmar Wittek in der Reihe Denkanstöße das Thema Werte in den Fokus rücken. Hierzu hat der Mediziner Referenten unterschiedlichster Fachgebiete eingeladen. Erstmals steht am Ende in der Aula des Landratsamtes ein Abschlusspodium auf dem Programm.

„Wenn Kliniken nur noch auf die Ökonomie schauen müssen, verlieren sie den Horizont für’s Ganze“, warnt Wittek. Der Klinikalltag befinde sich im steten Wandel, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Kontrolle dominiere den Alltag. „Wenn man sich auf die Einhaltung von Werten wirklich verlassen könnte, dann müsste nicht soviel kontrolliert und dokumentiert werden“, sagt Wittek. Doch wo werden heute noch Werte vermittelt und von wem? „Das Wertekorsett von einst ist heute komplett aufgelöst“, stellt der Mediziner mit Blick auf die Gesellschaft fest. Kirchen als einstige Instanz der Wertevermittlung seien nicht mehr so präsent wie früher.

Die Veranstaltung

  • Termin:

    Die Reihe Denkanstöße des Ethikforums am Klinikum Neumarkt wird am Samstag in der Aula des Landratsamtes fortgesetzt. Initiator und Organisator ist Dr. Dietmar Wittek, Leiter des Ethikforums am Klinikum Neumarkt.

  • Thema am 23. März:

    Mehr gelebte Werte und weniger Ellenbogen braucht unsere Gesellschaft. Zwischen den Beiträgen ist Zeit für Fragen der Besucher vorgesehen.

Es braucht mehr Kümmerer

Das Thema „Werte“ bietet unterschiedliche Facetten. „Es gibt ganz einfache Beispiele, wie es um unser Werteempfinden bestellt ist. Das fängt schon beim Aufstehen für einen anderen im Bus an“, sagt Wittek. Auch in den Gruppen in Kindergarten und Schule fehle es schon an Teamfähigkeit. Allzu oft stehe der Konsum an erster Stelle.

„Wo driften wir mit unserem Wertekonzept hin?“, fragt der Mediziner nachdenklich. Es gibt aber auch gute Ansätze. „Wir haben unendlich viel Potenzial, aber diese Gesellschaft bräuchte mehr Kümmerer, die mutig vorangehen.“ Jeder könne aktiv werden.

Finanzminister Füracker spricht

Erster Referent ist Finanzminister Albert Füracker. „Die Gesellschaft im Wertewandel“ rückt im Anschluss Prof. Dr. Aida Bosch in den Mittelpunkt. Hier wird der Blick auf die Global Player gerichtet und die Frage gestellt, ob Mitmenschlichkeit, Solidarität, Freiheit und Toleranz heute noch Platz in einem Unternehmen haben.

Bei den Denkanstößen wird versucht, Antworten auf Fragen, wie entstehen Werte, wie finden sie Akzeptanz und was bringt sie zum Wanken, zu finden. Patentlösungen wird es auch diesmal nicht geben, weiß Wittek. „Es ist ein Nachdenktag. Wir wollen etwas anstoßen und die Menschen zum Nachdenken bringen.“ Teilnehmen kann jeder, der Eintritt ist frei, Spenden werden gern entgegengenommen.

Zahlreiche Vorträge

Der Tag beginnt um 9.30 Uhr mit der Begrüßung. Die Vorträge starten um 10 Uhr mit „Mehr gelebte Werte und weniger Ellenbogen braucht unsere Gesellschaft“ von Albert Füracker, um 10.45 Uhr folgt „Gesellschaft im Wertewandel – Reichtum oder Bedrohung?“ von Prof. Dr. Aida Bosch.

Um 12 Uhr spricht Prof. Dr. Barbara Städler-Mach über „Welche Werte brauchen wir? Zwischen ewiger Gültigkeit und Zeitgeist“, 13.30 Uhr „Kinder – sind die Werte im Wandel?“ von Dr. Katinka Beck und Dr. Nina Gerresheim. Um 13.45 Uhr folgt „Meine Werte, deine Werte, unsere Werte – ein Dialog“ von Dipl.-Journalistin Tina Maria Fuehr und um 14.30 Uhr steht das Abschlusspodium auf dem Programm.

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