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Statement von Dr. Bernd Söhnlein

Das sagt ein Umweltschützer dazu, was in der Region getan wird, um die Lebensgrundlagen zu erhalten.

Dr. Bernd Söhnlein ist der Vorsitzende des Landesbunds für Vogeslschutz in Neumarkt.
Dr. Bernd Söhnlein ist der Vorsitzende des Landesbunds für Vogeslschutz in Neumarkt. Foto: Böhm

Neumarkt.Wenn man auf die Zielsetzung einer nachhaltigen Entwicklung blickt, so erkennt man in der Stadt und im Landkreis Neumarkt Licht und Schatten. Wesentlicher Bestandteil der nachhaltigen Entwicklung ist die größtmögliche Bewahrung der biologischen Vielfalt, im Fachjargon: Biodiversität. Der Landkreis Neumarkt zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich große Zahl von Tier- und Pflanzenarten aus, bedingt durch die vielfältigen Landschaftsräume vom Regnitzbecken im Westen bis zur Kuppenalb im Osten und ins Altmühltal nach Süden. Begrüßenswert ist, das es im Landkreis Neumarkt eine Reihe von Institutionen und Netzwerken gibt, die sich dem Schutz der heimischen Tier-und Pflanzenwelt widmen. Hervorzuheben ist etwa der Landschaftspflegeverband Neumarkt, der sowohl mit den Naturschutzverbänden und den Naturschutzbehörden als auch mit den „Nutzerverbänden“ erfolgreich zusammenarbeitet. Auch das Umweltbildungszentrum „Haus am Habsberg“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung. Kaum bekannt ist, dass im Landkreis Neumarkt auch ein Unternehmerstammtisch zur Erhaltung der Biodiversitätexistiert, in dem namhafte regionale Firmen vertreten sind. Doch es gibt auch Schattenseiten bei uns in der Region: Gerade in der offenen Feldflur hat die biologische Vielfalt in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch abgenommen. Die Zahl der Feldvögel hat sich nahezu halbiert. Gewisse Hoffnungen sind mit der Ausweitung des ökologischen Landbaus verbunden, der durch die Ökomodell-Region gefördert wird. Ausgleichsflächen von Gemeinden könnten vielfach naturgerechter gepflegt werden. Das gleiche gilt auch für das aus unserer Sicht oftmals überflüssige und lebensfeindliche Mulchen von Straßenböschungen, Weg- und Grabenrändern, sowie das Ausräumen und Ausbaggern von Gräben. Auch bei der Waldbewirtschaftung sollte unserer Meinung nach der Natur mehr Raum gegeben werden, vor allem durch die Erhaltung von Spechtbäumen und Altholzinseln.

Hier geht es zurück zum Haupttext der Themenwoche „Wie umweltfreundlich leben wir?

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