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Statement von Elisabeth Altmann

Das sagt eine Pädagogin am Haus am Habsberg dazu, was in der Region getan wird, um die Lebensgrundlagen zu erhalten.

Elisabeth Altmann arbeitet beim Haus am Habsberg.
Elisabeth Altmann arbeitet beim Haus am Habsberg. Foto: Haus am Habsberg

Neumarkt.Unser Ziel beim Landschaftspflegeverband und im Umweltbildungs- und Regionalentwicklungszentrum Haus am Habsberg ist es, Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht als theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern in der Praxis erlebbar zu machen. Letztlich mit dem Ziel, dass jeder, der bei uns war, das eigene Verhalten kritisch hinterfragt und gegebenenfalls auch verändert. Wir machen in unserer Arbeit die Erfahrung, dass die Menschen hier im Landkreis durchaus ein fundiertes Wissen über Nachhaltigkeit haben und das Bewusstsein für die Umwelt groß ist, nur hapert es oft an der Umsetzung. Deswegen wollen wir zeigen, was jeder einzelne ganz einfach und auch ohne großen Aufwand in seinem Alltag tun kann. Wenn wir beispielsweise im Haus am Habsberg mit Kindern oder Erwachsenen kochen, wollen wir zeigen, dass die Konzentration auf regionale und saisonale Produkte kein Verzicht, sondern Genuss und Gewinn bedeuten. Gerade bei Kindern ist es toll zu beobachten, wie sie den selbst gemachten Kräuterquark oder die selbstkochten Kartoffeln, die vorher vielleicht noch auf unserem Kartoffelacker geerntet wurden, mit Begeisterung essen. Immer geht es darum, Zusammenhänge zu vermitteln: Wenn wir etwa im Rahmen des Juradistl-Projekts mit einer Gruppe einen unserer Juradistl-Schäfer besuchen, können die Teilnehmer hautnah erleben, warum die Beweidung durch Schafe so wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt ist, dass bestimmte Arten nur überleben, wenn die Magerrasenhänge durch Beweidung offen gehalten werden. Die Teilnehmer erfahren aber auch, dass die Hüteschafhaltung nur gesichert ist, wenn sich das für den Schäfer auch rechnet. Und entscheiden sich beim nächsten Einkauf nicht für Lamm aus Neuseeland, sondern für Juradistl-Lamm aus der Region. Unser Bildungsziel ist es, Wissensvermittlung mit einer Handlungsanregung zu verbinden. Immer vor dem Hintergrund, dass die Menschen, das, was sie kennen und wozu sie einen emotionalen Bezug haben, auch schützen und erhalten möchten.

Hier geht es zurück zum Haupttext der Themenwoche „Wie umweltfreundlich leben wir?

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