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Diskussion

Unterstützung für Tierhaltung im Zirkus

Das Aktionsbündnis „Tiere gehören zum Circus“ hat sich in einem offenen Brief an den Neumarkter OB gewandt.

Elefanten in der Manege sehen viele Tierschützer kritisch.
Elefanten in der Manege sehen viele Tierschützer kritisch. Archivfoto: km

Neumarkt.In einem offenen Brief wendet sich das Aktionsbündnis „Tiere gehören zum Circus“ an den Neumarkter Oberbürgermeister Thomas Thumann. Der Anlass des Schreiben ist das Gastspiel des Circus Krone in Neumarkt. Das Aktionsbündnis beschreibt sich als „Gruppe biologisch interessierter Circusliebhaber“.

Allen Krone-Tieren stünden großzügige Freigehege und vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Tiere im Circus Krone erreichten regelmäßig ein hohes Alter. Das gelte in der Tiermedizin als deutlicher Hinweis auf gute Lebensbedingungen. „Die meisten anderen deutschen Circusunternehmen haben ihre Tierhaltung in den letzten Jahren enorm verbessert, so dass heute fast überall vorbildliche Verhältnisse vorliegen“, heißt es in dem Schreiben.

Die Unterzeichner führen an, dass Deutschland Vorreiter in Sachen Tierschutz im Zirkus sei, etwa durch das Circuszentralregister. „Keine andere Tierhaltung wird in Deutschland so regelmäßig durch die Veterinärämter kontrolliert wie die im Circus“, heißt es in dem Schreiben. Die Dressur der Zirkustiere beruhe auf einem Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier und nicht auf Zwang. Sonst könnten die Tierlehrer niemals hautnah mit ihren Tieren zusammenarbeiten, so die Argumentation.

Außerdem würden Zirkustiere den Transport von Stadt zu Stadt ohne jedes Anzeichen von Unbehagen aufnehmen. Das sei darauf zurückzuführen, dass die Tiere von klein auf an die Transporte gewöhnt seien. Eine Studie des Freiburger Verhaltensforschers Dr. Immanuel Birmelin habe das bestätigt. Er habe nachgewiesen, dass Löwen und Elefanten durch die Transporte nicht gestresst seien. „Die Circusunternehmen sind aus Kostengründen bestrebt, ihre Tourneen so zu planen, dass die Gastspielstädte nicht zu weit auseinanderliegen. Deshalb dauern die Tiertransporte in der Regel nicht länger als zwei Stunden (häufig auch kürzer)“, so das Schreiben.

Tierrechtler hatten das Gastspiel des Zirkuses und die Stadt Neumarkt kritisiert.

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