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Rundgang

WGG-Neubau: Die Schüler können kommen

Die letzten Sitzsofas für die Neumarkter Gymnasiasten wurden am Donnerstag geliefert – ansonsten sind die Arbeiten fertig.
Von Thorsten Drenkard

  • Diese aus Belgien gelieferten Sitzsofas wurden am gestrigen Nachmittag ausgepackt und im Aufenthaltsbereich des WGG aufgestellt. Foto: Drenkard
  • Rund 900 Besucher finden auf der Tribüne der Dreifachturnhalle ihren Platz. Foto: Drenkard
  • Architekt Johannes Berschneider und Projektleiter Robert Kaschke sind zufrieden mit dem Ergebnis. Foto: Drenkard

Neumarkt.Johannes Berschneider macht aus seinem Seelenleben kein Geheimnis. Warum auch, dazu geht es ihm viel zu gut, als er an diesem Donnerstagnachmittag zufrieden durch das neue Willibald-Gluck-Gymnasium geht. „Natürlich bin ich stolz, dass wir das alles so hinbekommen haben. Es war eine große Freude und Ehre für mich und meine Kollegen“, sagt Berschneider, der mit seinem Büro für den Entwurf und die Umsetzung des 35 millionen Euro teuren Landkreis-Projekts verantwortlich zeichnet.

Rundgang durch den WGG-Neubau

Pünktlich zum Start des neuen Schuljahrs am kommenden Dienstag seien die Bauarbeiten abgeschlossen. „Die Schüler werden während des Unterrichts von keinem Handwerker mehr gestört werden“, verspricht Beschneider. Und Projektleiter Robert Kaschke versichert außerdem, dass „wir bei den Baukosten eine Punktlandung hinlegen werden“.

An diesem Donnerstag werden lediglich noch knapp zwei Dutzend Kartons ausgepackt, in denen sich blaue und organgefarbene Sitzkissen befinden. Allesamt aus Belgien geliefert und sehr robust. Hier können es sich die Schüler ab kommender Woche im lichtdurchfluteten Ganztagesbereich im Herzen des WGG bequem machen.

Die Handwerker sind fertig

Ansonsten wird im Inneren des imposanten Bauwerks nicht mehr gewerkelt, kein Handwerker ist zu sehen. „Wir sind soweit fertig. Die Schüler können kommen“, sagt Berschneider.

Die einzelnen Fachschaften sind eingeräumt, auch die Schulverwaltung hat ihren Umzug bereits hinter sich. Im EDV-Raum stehen die Computer für ihren Einsatz bereit. Sämtliche Klassenräume sind möbliert.

Im Gebäude riecht es nach frisch verlegtem Linoleumboden. An den Glasscheiben der Zimmer sind keine Fettfinger-Abdrücke zu sehen. Staub sucht man in den langen Gängen vergeblich.

Rundgang durch das WGG in Neumarkt

Insgesamt finden sich im zweitgrößten Gymnasium Bayerns 38 Klassenzimmer, 14 Kursräume für die Oberstufe, sieben Intensivierungsräume und sechs Ausweichräume für bis zu 1400 Schüler. Weiterhin gehört noch eine moderne Dreifachturnhalle mit dreiseitig umlaufendem Zuschauerbereich zum neuen WGG.

Stolze 1200 Betonfertigteile sind im Gymnasium verbaut worden. Doch das Gebäude glänzt vor allem auch durch seine Transparenz. Die beiden Lichthöfe, die über vier Etagen bis zu einem Glasdach in die Höhe ragen, „vermitteln Großzügigkeit, Funktionalität und machen neugierig“, so Berschneider ganz der Architekt.

Fassade dient nicht nur als Optik

Selbst die bunten Glasplatten an der erdig-roten Außenfassade sind nicht nur Optik. Sie ermöglichen die Öffnung der dahinter liegenden Fenster über Nacht, „ohne dass Starkregen eindringen kann“, erklärte Berschneider.

Apropos Außenbereich: Die Schüler können sich in den Pausen künftig in Hängematten unter Obstbäumen erholen. Zudem dürfen sie sich im möblierten Lounge-Bereich auf Kunstrasen erholen, zwischen Bäumen spazieren gehen oder auf ganz profanen Sitzstufen Platz nehmen.

Architekt Berschneider zum WGG-Neubau

Wem der Sinn eher nach Sport steht, der kann auf einem asphaltierten Feld Basketball spielen. Höhepunkt des Pausenhofs ist ein Strandbereich mit Holzsteg - auch wenn der nur an einem Regenwasserteich statt am Mittelmeer liegt.

Mit den Schülern tauschen möchte Berschneider dennoch nicht. „Ich entwerfe und baue lieber Schulen, als dass ich dort in den Unterricht gehen muss“, sagt der Architekt und lacht.

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