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Kunst

„Nicht mehr da und noch nicht dort“

Spannnende Wechselwirkungen von Ort, Raum und Zeit sind im Reitstadel zu sehen.
Von Lucie Graf

Bei einem Glas Sekt wurde die Ausstellung von Kursawe eröffnet. Foto: Graf
Bei einem Glas Sekt wurde die Ausstellung von Kursawe eröffnet. Foto: Graf

Neumarkt. „Nicht mehr da und noch nicht dort“ beschreibt die Ausstellung „Gebautes“ von Anna-Maria Kursawe recht gut. Welchen Ort das Motto nun genau beschreibt, wird beim Betrachten der Bilder klar. Am vergangenen Samstag um 19.30 Uhr begrüßten Thomas Herrmann, 1. Vorsitzender des Kunstkreis Jura, und Leiterin des Kulturamt Barbara Leicht zahlreiche Gäste, die zur Vernissage im Reitstadel in Neumarkt erschienen sind.

Die ausstellende Künstlerin Anna-Maria Kursawe lebt derzeit in Leipzig und hat in Berlin an der Universität der Künste Malerei und an der Technischen Universität Architektur studiert. In den 36 ausgestellten Werken kann man diese Kombination in jedem Bild erfassen, denn es begegnen sich fast immer Farbe und Diagonalen, welche immer wieder einen Raum oder eine Ebene bilden.

Malerisches Hauptgestaltungselement ist der Zusammenhang von Raum, Zeit und Fläche und deren Wechselwirkungen. Durch viele verschiede Perspektiven und Ortdarstellungen tauchen beim Betrachten allerdings verschiedenen Deutungen und Erklärungen auf. In den letzten Jahren bildete sich ein Schwerpunkt von Transiträumen bei der Künstlerin heraus. Sie begann immer häufiger „Zwischenräume“ zu malen, wie etwa Passagen, Wartezimmer oder Flughäfen und Bahnhöfe, welche stetig eine Art Übergangsraum bilden, einen Ort zwischen dem andere. Aber auch viel „Gebautes“ ist auf den Werken zu sehen. Einige Gebäude oder kleinere Häuser sind teilweise auszumachen. Da die abstrakte dreidimensionale Arbeit im Inhalt schon teilweise konfus wirkt, sind die Farben eher dezent gewählt, mit wenigen Kontrasten und wenig rot. Die angewandten Techniken sind durchgehend Malerei oder Siebdruck.

Auch Landrat Willibald Gailler hat sich zur Ausstellung angezogen gefühlt und beschrieb sie als eine „Bereicherung für die Stadt Neumarkt“.

Man kann die Ausstellung fortan bis zum 3. März im Reitstadel besichtigen.

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