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Parsberg
Freitag, 21. September 2018 26° 3

Bilanz

1600 Besucher sahen Burgspiele Parsberg

Das Stück Volpone machte die Besucher und die Schauspieler glücklich. Im Gästebuch fand sich viel Lob über die Leistung.
Von Vera Gabler

Simon Staudigl und Mihriban Aggül (Mimi) ziehen Bilanz. Fotos: Gabler
Simon Staudigl und Mihriban Aggül (Mimi) ziehen Bilanz. Fotos: Gabler

Parsberg.Mit acht Aufführungen des diesjährigen Stückes „Volpone“ der Burgspiele Parsberg ist die Theatersaison mehr als erfolgreich abgeschlossen worden. „Wir sind sehr zufrieden und auch stolz“, verrät Spielleiter Simon Staudigl beim jüngsten Bilanzgespräch.

Zusammen mit Mihriban Aggül (Mimi), sie hatte neben der Hauptrolle als Diener Mosca zum ersten Mal die Finanzen übernommen, trifft man sich im Burgarten, wo noch vor drei Wochen alle Aufführungen stattfanden. „Es gab wetterbedingt keinen Ausfall“, stellen beide fest und so habe man insgesamt 1600 Besucher einen Theaterabend unter freiem Himmel bieten können.

Was die Plätze betrifft so ergänzt Staudigl, dass man erstmals die verfügbaren Plätze pro Abend um 50 auf 280 aufstocken konnte. Somit hätte man jeden Reservierungswunsch erfüllen können und was die „Übertragung“ betrifft, so habe man heuer alle Schauspieler komplett mit Mikros ausgestattet. Auch die Spielrichtung im Burggarten hin zum Pavillon sei in diesem Jahr Premiere gewesen, lediglich im vergangenen Jahr habe man den Räuber Hotzenplotz am Nachmittag auch mit Blick auf die St. Andreas Kirche gespielt, erinnert sich Mimi.

Die Freude über den Erfolg ist noch in den Gesichtern der Beiden zu erkennen. Natürlich hätten die Burgspiele in Parsberg Tradition, einen Motivationsschub habe man aber durch die Überreichung des Oberpfälzer Heimatpreises Anfang des Jahres bekommen. Nicht zuletzt verdanke man die Erfolge dem Regisseur Bernhard Hübl, der 2016 nach 35 Jahren Manfred Janikulla abgelöst hat.

Lob steht im Gästebuch

Auch die Commedia dellárte von Ben Jonson sei ein Stück gewesen, das sowohl dem Laienschauspieler als auch dem Publikum gefallen habe. „Das Lob steht im Gästebuch“ erzählt der Spielleiter. Erstmals habe man nämlich ein Gästebuch ausgelegt, in dem zum einen die Besucher mit ihrer Unterschrift ihre Anwesenheit bescheinigten, aber auch Sätze wie „Toll. Wie seit 25 Jahren“, niederschrieben. Beim Durchblättern sticht so manches Lob ins Auge, aber auch ein Bild, gemalt von einem Kind, das eine Szene aus dem Stück wiederholt. Auch Mimi hat vor lauter Freude über den Erfolg an einem Abend ins Gästebuch geschrieben: „Danke Mosca“.

Wer sich das Stück angeschaut hat, weiß, was Mimi damit meint. Als Diener Mosca lernte sie vom Kaufmann Volpone (gespielt von Florian Reisinger) wie man zu Geld kommt, das dann letztlich auch ihr gehörte. „Das Geld, das Geld vernarrt die Welt. Ein Narr, der Geld für sich behält“, wiederholt Mimi nochmal ihre Rolle und ergänzt, dass sie auch stolz darauf ist, die Finanzen übertragen bekommen zu haben. Auf der einen Seite sind da die Einnahmen durch den Vorverkauf und der Abendkasse, auf der anderen Seite die Ausgaben. Die meisten Aufgaben seien für das Leihen der Kostüme und die Tonanlage gewesen.

Das Bett für Volpone musste angeschafft werden, ebenso das übliche wie die Dekoration fürs Ambiente. Bis zum alljährlichen Abschlusstreffen im Herbst könne dann Kassensturz gemacht werden, schlussfolgert Mimi.

Ein weiteres wichtiges Thema für den Spielleiter sind die Helfer hinter den Kulissen. „Wir auf der Bühne bekommen den Applaus, in Gedanken habe ich dann das ganze Team mit eingeschlossen“, verrät Staudigl auch im Namen von Mimi, Holger Ramburger, Johannes Eibner, Christiane Bücherl, Marlène Danil-Loré, Hans Lang, Emre Aggül und Gregor Danil.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Parsberger Burgspielen:

Das gehört zu den Burgspielen Parsberg

  • Kostüme:

    Ein Schauspieler braucht für den Auftritt das passende Outfit für die Rolle.

  • Musik:

    Theresa Reisinger sorgte für die Passsende Live-Musik für die jeweiligen Szenen.

  • Ton:

    Jedes Wort muss akustisch so übertragen werden, dass man den Faden nicht verliert.

Alle werden vorgestellt

Staudigl gibt den Helfern hinter der Kulissen auch Namen und er legte beim Premiere auch Wert darauf, dass sich alle auf der Bühne auch vorstellen ließen. Das waren unter anderem Melanie Käufl, Sebastian Koller, Andreas Krotter, Linda Segerer und Christopher Stigler, die die Besucher an der Abendkasse willkommen hießen. Sarah Bloos fungierte als neue Souffleuse und das Technikteam mit Moritz Staudigl, Lisa Forster, Tobias Kremp, Maxim Pöller und Julian Staudigl war gut eingearbeitet. Der Bühnenbau war durch Moritz, Julian und Gerhard Staudigl gelungen, die Kulissenmalerei lag in den Händen von Martin Neufert und Gerhard Staudigl. Was wäre ein Schauspieler ohne Kostüme und und so dankte man für die Requisite Karl-Ernst Dobner sowie in der Garderobe und Maske Marlies Dobner, Sabine Wittl, Annemarie Müller, Marlène Danil-Loré, Stefanie Koller und Ella Perras.

Staudigl und Mimi sind sich einig; in dieser Gruppe mit Regisseur Bernhard Hübl Schauspieler oder Helfer sein zu dürfen, mache Spaß. Da seien dann auch die Proben vergessen. Wer zur Burgspielfamilie dazugehören möchte, kann über Mail info@burgspiele-parsberg.de oder bei Simon Staudigl Kontakt aufnehmen.

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