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Parsberg
Sonntag, 23. September 2018 21° 8

Natur

Auf den Spuren der Schwarzen Laber

Auf 114 Seiten wird die Schwarze Laber mit rund 140 Fotos aus der Vogelperspektive von der Quelle bis zur Mündung gezeigt.
Von Peter Tost

  • Auf dieser Luftaufnahme des Parsberger Burgareals steht der Hirschenkeller noch. Foto: Franz X. Bogner
  • So sieht der Bildband aus. Foto: Franz X. Bogner
  • Kerschhofen aus der Luft Foto: Franz X. Bogner

Parsberg.Der Parsberger Franz Xaver Bogner hatte vor gut 15 Jahren den Bildband „Im Tal der Schwarzen Laber” zusammengestellt. Obwohl das Buch zunächst als Unikat geplant war, wurde es zum Ideengeber vieler weiterer Bücher. Inzwischen liegt mit „Die Schwarze Laber aus der Luft“ die völlig überarbeitete Neuauflage dieses Erstlings vor.

„Er erzählt eine Flussgeschichte“, sagt Bogner, der an der Uni Bayreuth den Lehrstuhl für Didaktik der Biologie leitet. Das Buch folgt der Schwarzen Laber von der Quelle im Dorf Laaber bis zur Mündung in Sinzing und porträtiert die Gemeinden entlang des Flusses: Pilsach, Velburg, Parsberg, Lupburg, Beratzhausen, Markt Laaber, Deuerling, Nittendorf und Sinzing.

Orte im Umkreis nicht vergessen

Aber auch die im Umkreis liegenden Orte Berg, Lauterhofen, Hohenfels, Brunn, Seubersdorf und Hemau werden mit Luftbildaufnahmen in dem Buch festgehalten.

Der Bildband baut laut Bogner auf das Medium des emotionalen Luftbilds und wirbt mit der ungewöhnlichen Perspektive für den Schutz der Natur. „Die Vogelperspektive soll den Betrachter dazu bringen, genau hinzuschauen und Pate eines nachhaltigen Schutzes des Tals zu werden.“ Genau dazu hat Bogner vor rund einem Jahr die Stiftung Schwarze Laber ins Leben gerufen.

„Sie will lokales Engagement gezielt fördern, sie will die Corporate Identity eines kleinen Tales weiter stärken helfen, sie will Mitmenschen für den nachhaltigen Schutz des schmalen Tales begeistern und sie will eine Perle der Natur vor unserer Haustüre bewahren helfen“, erklärt der Wissenschaftler die Ziele der Stiftung.

Sie wolle sich dabei auf das individuelle Engagement stützen, Kristallisationskeim für Zustiftungen sein und Katalysator eines nachhaltigen Schutzgedankens. „Dabei könnte uns ein Überblick nicht schaden, er könnte uns durchaus helfen, Kultur und Natur besser zusammenzubringen und dabei auch die Natur besser zu schützen.“ Diese an sich einfache Vision sei der Grundgedanke der Luftbildbände.

Kultur & Natur als Leitgedanke

„Jeder davon ist unter dem Leitgedanken Kultur & Natur entstanden, jeder Luftbildband soll zuallererst die Schönheit der Region betonen“, erklärt Franz Xaver Bogner. Die Vogelperspektive einer anderweitig gut bekannten Umgebung könne die Sensibilisierungs-Ebene des Einzelnen erreichen: „Was ich kenne, schätze ich und bin bereit es zu schützen“.

Die Schönheit einer Landschaft sei nämlich nichts Selbstverständliches und auch im Tal der Schwarzen Laber gelte es, Mehrheiten zu finden, die die Natur auch als solche erhalten. Im Fall des Bildbands „Im Tal der Schwarzen Laber” habe dies beispielhaft funktioniert, wie Bogner betont.

„Die Stiftung Schwarze Laber hat als Herausgeberin viele Hände erfolgreich zusammengebracht.“ Die Bürgermeister der porträtierten Gemeinden, allen voran Josef Bauer aus Parsberg und Bernhard Kraus aus Velburg, standen laut Bogner von Anfang an hinter der Buchidee.

Ein kleine Ausstellung mit Fotos aus dem Bildband ist ab Mittwoch in der Parsberger Sparkasse zu sehen.

Die Schwarze Laber aus der Luft

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