MyMz
Anzeige

Finanzen

Bauer: „Haushalt ist eine gesunde Basis“

Parsberg bringt den größten Haushalt seiner Geschichte auf den Weg. Ein großer Brocken ist die Sanierung des Rathauses.
Von Günter Treiber

Die Sanierung des Rathauses macht einen großen Posten im Haushalt der Stadt Parsberg aus. Foto: Tost
Die Sanierung des Rathauses macht einen großen Posten im Haushalt der Stadt Parsberg aus. Foto: Tost

Parsberg.Es gab kaum Diskussionen in der Finanzausschusssitzung im Rathaus (Alte Seer Straße) um den Haushalt 2015. Gut vorbereitet und in den Fraktionen mit Kämmerer Stefan Schmidmeier eingehend besprochen, will das Gremium das Zahlenwerk an den Stadtrat weiterempfehlen. Zum einen bedankte sich Schmidmeier bei den Fraktionen für die außerordentlich gute Zusammenarbeit zur Erstellung des Haushaltsplans – die auch interessante Diskussionen ergab, wie Schmidmeier anfügte. Zum anderen sprach Dr. Rainer Munzinger im Namen aller Ausschussmitglieder seinen Dank an Schmidmeier aus: „Hier wurde eine großartige Arbeit geleistet“.

Ohne Kredite geht es nicht

„Mit seinem Gesamtvolumen von 24,3 Millionen Euro ist das der umfangreichste Haushalt, den die Stadt bisher erreicht hat“, stellte Bürgermeister Josef Bauer heraus. Im abgelaufenen Jahr habe die Stadt, wie die Jahresrechnung 2014 ergab, keinerlei Kredite aufnehmen müssen – und das, obwohl 500 000 Euro in der Planung gestanden hatten. Im laufenden Jahr 2015 werde dies allerdings anders sein, sagte der Bürgermeister. Um die Sanierung des Rathauses und der Grundschule, den Bau von Erschließungsstraßen und Kanalarbeiten in den Baugebieten sowie die Erneuerung von Gemeindeverbindungsstraßen und vieles mehr schultern zu können, sind 2,6 Millionen Euro an Krediten im Haushalt vorgesehen.

Der Verwaltungshaushalt sei geprägt von einem Rückgang der Gewerbesteuer und einer gestiegenen Kreisumlage in Höhe von 552000 Euro, erläuterte Schmidmeier. Gleichzeitig fielen die staatlichen Schlüsselzuweisungen mit 413 700 Euro niedriger aus, weil sich diese immer an der finanziellen Situation des Vorjahrs orientierten. Die Kosten für die Kinderbetreuung indes steigen. Allerdings werde der Stadtsäckel durch die hohen Einnahmen aus der Einkommensteuerbeteiligung in Höhe von drei Millionen Euro entlastet. Da die Verschuldung abgenommen hat, müsse die Stadt auch weniger Zinsen zahlen – bei ohnedies niedrigen Zinssätzen. In den Vermögenshaushalt könnten somit 939 000 Euro übertragen werden.

Nachbarschaftshilfe in trockenen Tüchern

Im Vermögenshaushalt, der 13,355 Millionen Euro umfasst, sind neben der Kreditaufnahme die bereits erwähnten Investitionen zu finden. Der Bürgermeister merkte noch an, „dass man einen Haushalt nicht für jeden einzelnen Stadtrat genehm gestalten kann. Wichtig ist für uns eine gesunde wirtschaftliche Basis“.

Die seit einiger Zeit geplante Nachbarschaftshilfe, über die die MZ des Öfteren schon berichtet hat, wird jetzt Realität: Der Finanzausschuss hat beschlossen, die Trägerschaft und damit die Kosten für Versicherung und Telefon zu übernehmen. Ein Gremium unter der Leitung von Rosa Wagner und weiteren 13 Akteuren aus der Gemeinde wird Hilfe wie Einkaufen, Begleitung zum Arzt und zu Behörden, Vorlesen und Spazierengehen, Gespräche und kurzfristige Unterstützung im Haushalt anbieten.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht