MyMz
Anzeige

Einsatz

Mensch und Tier übten den Ernstfall

Die Rettungshundestaffeln aus Regensburg, Amberg-Sulzbach und Ingolstadt trainierten gemeinsam auf dem Zeltplatz in Parsberg.
von Vera Gabler

Die Hundeführer und ihre Hunde haben zusammen auf dem Zeltplatz in Parsberg trainiert.
Die Hundeführer und ihre Hunde haben zusammen auf dem Zeltplatz in Parsberg trainiert. Foto: Vera Gabler

Parsberg.Zum ersten Mal hat die BRK-Rettungshundestaffel Neumarkt ein Trainingslager auf dem Zeltplatz in Parsberg veranstaltet. 30 Männer und Frauen kamen mit ihren Hunden von der Rettungshundestaffel Regensburg, der BRK-Rettungshundestaffel Amberg-Sulzbach und der ASB-Rettungshundestaffel Ingolstadt.

Staatsforst durfte genutzt werden

Christine Schuster hatte mit ihrem Team das Trainingslager vorbereitet – und zur Begrüßung am Freitag einen Orientierungsmarsch organisiert. Dank Revierförster Ernst Hautmann durften die Teams den Staatsforst dafür nutzen. Mit Kompass und GPS ausgerüstet machten sich die Teilnehmer auf den zweistündigen Marsch. Nachdem die Hunde versorgt waren, ging es zum geselligen Teil des Abends.

„Man muss sich nur passend anziehen“, hieß am Samstagmorgen die Devise: Es hörte nicht auf, zu regnen. Das BRK-Team ließ sich vom Wetter nicht beeindrucken: Schließlich werde bei akuten Einsätzen auch nicht nach dem Wetter gefragt. Und so übten Hundeführer und Hunde das Flächensuchen mit Freiverweis. Das ist eine spezielle Anzeigeform, bei der der Hund zu seinem Hundeführer zurückkehrt, sobald er eine Person gefunden hat. Dann bringt er seinen Hundeführer zur verletzten Person. Gearbeitet wurde an der Anzeige im Freiverweis beim Hundeführer und am Verhalten des Hundeführers.

Nachdem es sich bei den Staffelteilnehmern um ausgebildete Hundeführer mit Hunden handelt, gab es keine Probleme beim Training. Und tatsächlich sind die Rettungshunde häufig im Einsatz, wenn Menschen vermisst werden: Sei es nach Unfällen, wegen Krankheiten oder Menschen, die mit ihrem Leben nicht mehr zurechtkommen. In diesen Fällen sind Rettungshunde seit langem sehr hilfreich.

Die Hundeführer arbeiten ehrenamtlich und im BRK überregional. Wenn man sich dann schon aus dem Trainingslager kennt, vereinfacht das den Einsatz, erzählen die Beteiligten. Das hilft oft gegen die Aufregung im Einsatz und die Abläufe sind schon eingespielt.

Hund kann Gerüche unterscheiden

Eine Gruppe mit fünf Hunden übte zudem Mantrailing in der Stadt. Maintrailer sind spezielle Personenspürhunde. Schuster erklärt: Der Unterschied zwischen einem Mantrailer und anderen Suchhunden besteht darin, dass der Mantrailer bei der Suche verschiedene menschliche Gerüche voneinander unterscheiden kann. Er orientiere sich trotz vieler Verleitungen ausschließlich an den Geruchsmerkmalen der gesuchten Person.

Als Versteckpersonen standen die Mitarbeiter der mittelfränkischen Johanniter-Rettungshundestaffel zur Verfügung.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht