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Jubiläum

Parsberg: Conclusion rockt den Sommer

Die Geschichte der Parsberger Band begann genau vor 45 Jahren. Beim Jubiläumskonzert am Samstag wird musikalisch gefeiert.
Von Peter Tost

3. Juli 1982: Uli Sellner, Hans Schuster, Berti Sellner, Rainer Preis und Uli Bassler stehen für lange Zeit letztmals als „Conclusion“ auf der Bühne. Foto: Perras
3. Juli 1982: Uli Sellner, Hans Schuster, Berti Sellner, Rainer Preis und Uli Bassler stehen für lange Zeit letztmals als „Conclusion“ auf der Bühne. Foto: Perras

Parsberg.Auf den Tag genau vor 45 Jahren machte im Sportheim eine junge Beatband auf sich aufmerksam. Am 28. Juli 1973 um 19.30 Uhr betraten Peter Panzer (Gitarre), Rainer Preis (Gitarre), Uli Sellner (elektrische Orgel), Uli Bassler (Bass) und Berti Sellner (Schlagzeug) die Bühne, vor dem ein großes Publikum gespannt wartete – auf „Conclusion“.

Was dann folgte, kann man im damaligen Bericht des Neumarkter Tagblatts nachlesen: „Das, was hier geboten wird, ist Rockmusik reinsten Wassers und sauber vorgetragen. Jeder Einzelne beherrscht sein Instrument virtuos, wenngleich fast zu gut, was denn auf Kosten der Improvisation geht.“

In einem Keller fing alles an

45 Jahre später müssen Rainer Preis und Uli Sellner bei der Lektüre schmunzeln. „Das war natürlich schon sehr wohlwollend, was Othmar Perras damals über uns geschrieben hat“, sagen sie im Gespräch mit dem Neumarkter Tagblatt, für das sie sich daran erinnern, wie alles anfing.

Die Ur-Besetzung von „Conclusion“: Rainer Preis, Peter Panzer, Uli Sellner, Uli Bassler und Berti Sellner (v. l.) Foto: Perras
Die Ur-Besetzung von „Conclusion“: Rainer Preis, Peter Panzer, Uli Sellner, Uli Bassler und Berti Sellner (v. l.) Foto: Perras

Rainer Preis und die beiden Sellner-Jungs Uli und Berti waren befreundet und machten im Preis-Keller eher schlecht als recht miteinander Musik. „Uli spielte Klavier, ich Gitarre und Ulis Bruder Berti trommelte auf leeren Waschmittel-Papptonnen“, erzählt Rainer Preis. Später gab es dann eine elektrische Gitarre, die an ein altes Radio angeschlossen wurde und eine elektrische Orgel – und schließlich trat Peter Panzer auf den Plan.

Der Onkel von Rainer Preis war ein paar Jahre älter und hatte bereits Band-Erfahrung – und einen richtigen Verstärker. Mit Uli Bassler kam noch ein Bassist dazu und schon im Fasching 1972 spielten die fünf auf Partys und Bällen. „Wir wollten einfach ausprobieren, was beim Publikum ankommt“, erinnert sich Peter Panzer. Weil Drummer Berti damals erst 13 war, waren dessen Eltern bei den ersten kleineren Auftritten auch immer mit dabei.

„Conclusion“ feiert Jubiläum

  • Besetzung

    Beim Auftritt am Samstag ab 21 Uhr im Neuen Schwan „Mediterran Diner“ stehen Hans Schuster und Rainer Preis (Gitarre), Johannes Wolf (Schlagzeug), Lou Wegerer (Bass), Berti Sellner (Gesang) sowie Bernhard Kubis und Uli Sellner (Keyboard) auf der Bühne.

  • Jubiläum

    Am 28. Juli 1973 spielte die junge Band „Conclusion“ das erste große Konzert. Am 28. Juli 2018 jährt sich der Auftritt im Parsberger Sportheim auf den Tag genau zum 45. Mal.

Auch bei den damals sehr verbreiteten Jugendgottesdiensten mit Live-Musik trat man auf. „Da kamen dann plötzlich 300 Jugendliche in die Kirche“, lacht Peter Panzer, den Sellner und Preis als den kreativen Kopf von „Conclusion“ bezeichnen. Panzer schrieb sogar eine Rock-Oper mit deutschen Texten – die Opera Dia. Dabei wurden zu Live-Musik auf der Bühne mit einem Projektor Dias auf eine Leinwand geworfen, so dass das Publikum ein multimediales Erlebnis erwartete. 1976 heiratete Peter Panzer eine der Background-Sängerinnen, zog nach Regensburg – und stieg bei „Conclusion“ aus.

„Wir haben dann eine Zeit lang zu viert gespielt, vogelwildes Zeug von Beggars Opera bis Blue Oyster Cult – oder es zumindest versucht“, schmunzelt Uli Sellner. Schließlich stieß Hans Schuster als zweiter Gitarre“ist zur Band, die dadurch mehr musikalische Möglichkeiten bekam. Stücke von „Wishbone Ash“ standen zu dieser Zeit ganz oben auf der Songliste.

Im Sportheim zu Hause

„Wir waren damals viel unterwegs, hatten sogar Roadies, die den Auf- und Abbau der Anlage übernahmen, und zusätzlich sind wir einmal im Monat im Sportheim aufgetreten. Mit Tino Sauerer hatten wir einen guten Mann am Mischpult – das war die beste Zeit von Conclusion“, sagen Preis und Sellner übereinstimmend. Aber dann standen Studium, Beruf und natürlich die Familie an erster Stelle und am 3.Juli 1982 gab die Band ihr Abschiedskonzert – im Sportheim, wo sonst.

Die Freundschaften dauerten allerdings an und ab und zu wurde bei privaten Feiern in wechselnder Besetzung auch noch gemeinsam Musik gemacht.

So sah das Plakat für den ersten großen Auftritt der Band aus.
So sah das Plakat für den ersten großen Auftritt der Band aus.

Mit Bernhard Kubis, Johannes Wolf und Alexander „Lou“ Wegerer stießen auch neue Musiker dazu. „Wir haben dann irgendwann gemerkt, dass es doch wieder viel Spaß macht und Hans Schuster und Berti Sellner schlugen schließlich vor, dass wir doch einmal im Jahr ein Konzert spielen könnten“, erzählt Rainer „Champ“ Preis.

Nach einer längeren Probephase war es dann letztes Jahr soweit. „Das war toll, man sah viele Leute von damals und es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagen Sellner und Preis und schmunzeln: „Sogar unsere Kinder fanden es super.“ Kein Wunder, dass sich alle schon auf den Auftritt am Samstagabend im Neuen Schwan „Mediterran Diner“ freuen, um das 45-jährige Bühnenjubiläum von „Conclusion“ zu feiern.

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