MyMz
Anzeige

Soziales

Donauers wirken auch in Unganda

Das Ehepaar unterstützt eine Lehrlingswerkstatt. Sie wurde feierlich eingeweiht.
Von Doris Distler

Zur Einweihung einer Lehrlings-Werkstatt in Uganda – einem Unterstützungsprojekt des Ehepaars Donauer – war eine Abordnung aus Pilsach gekommen.  Foto: Mikulasch
Zur Einweihung einer Lehrlings-Werkstatt in Uganda – einem Unterstützungsprojekt des Ehepaars Donauer – war eine Abordnung aus Pilsach gekommen. Foto: Mikulasch

Pilsach.Zu der Einweihungsfeier einer Lehrlingswerkstatt war das Pilsacher Ehepaar Leokadia und Johann Donauer aus Pilsach eingeladen.

Doch die Reise dorthin können die Donauers nicht mehr auf sich nehmen, also schickten sie ein kleines Grüppchen aus Pilsach als Vertretung, die der Einweihung in Uganda beiwohnen sollte. Schon zahlreiche soziale Projekte unterstützten die Donauers bisher großzügig.

In Uganda ließen sie bereits ein Kinderheim errichten, doch dann stand die Frage im Raum, wie sich die Jugendlichen nach dem Heimaufenthalt ein selbstständiges Leben aufbauen könnten. So entstand das Projekt „Lehrlings-Werkstatt“. Kapuzinerpater Heinrich Grumann hatte die Projekte organisiert und da der 82-jährige Geistliche seine Ämter niederlegt, wollte er den Pilsacher Wohltätern das neue Projekt vor Ort vorstellen: Nach dem Kauf eines Grundstücks in Boro Boro waren Blechhütten errichtet worden, in denen Jugendliche nun eine Berufsausbildung erhalten.

Durch eine großzügige Spende des Ehepaars Donauer wurde es möglich, mehrere Gebäude zu bauen. Das große Schulgebäude und die Schreiner-Werkstätte sind bereits bezugsfertig. Die Technische Hochschule Braunau hat eine Schulpartnerschaft geschlossen. Schülerinnen und Schüler halfen unter Anleitung von Bruno Plunger bei der Einrichtung mit. Der Bau des Dormitoriums für Schüler ist noch nicht fertiggestellt. Zusätzlich sind noch Ausbildungsstätten für Elektriker und Installateure geplant.

Bei einer großen Einweihungsfeier mit Gottesdienst, Tänzen und Gesang wurde besonders das Engagement des Ehepaares Donauer hervorgehoben. Kapuzinerpater Heinrich Gumann hatte eine geschnitzte und von Diözesanbischof Giuseppe Franzelli (Erzdiözese Gulu) geweihte Statue mitgebracht, die über einer Namenstafel der Donauers angebracht wird.

Er segnete auch die neuen Werkstatträume. Besonders erschreckend für die Reisegruppe war die Armut der Bevölkerung in diesem Gebiet. Familienclans leben in Lehmhütten mit Strohdächern, die Kinder schlafen teilweise zu fünft auf dem Lehmboden und haben gemeinsam nur eine einzige Decke zum Zudecken.

Für die Kinder muss ein Schulgeld von 30 Euro pro Jahr bezahlt werden. Die Erwachsenen arbeiten meist auf den Feldern, wo sie 1,50 Euro am Tag verdienen. Im Kinderheim werden Vollwaisen oder von schwerem Schicksal geschlagene Kinder aufgenommen, die sich glücklich schätzen, menschenwürdig versorgt zu werden. (ndd)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht