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Politik

Streichliste im Gemeinderat Pilsach

Der Haushalt 2020 soll noch etwas schlanker werden. Bei der Ausweisung von Wohngebieten wird aufs Gaspedal gedrückt.
Von Doris Distler

In Pilsach wurde der Haushalt 2020 diskutiert. Foto: Hans Braun
In Pilsach wurde der Haushalt 2020 diskutiert. Foto: Hans Braun

Pilsach. Bei der 71. Sitzung des Pilsacher Gemeinderates ging es vorwiegend um Bauten unterschiedlichster Art und außerdem um den Haushalt der Gemeinde Pilsachs für das Jahr 2020. Zunächst stellte sich Stefanie Rüger vor, die Geschäftsführerin der KFB (Kommunale Fachberatung).

Dieses Familienunternehmen übernimmt für Kommunen viele Projekte wie etwa die Errichtung von Wohngebieten. Im Baugebiet Erlenweg in Pilsach soll die KFB tätig werden. Hier wird die Gemeinde die Grundstücke verkaufen, die KFB als „verlängerter Arm der Gemeinde“ werde alles andere drumherum erledigen, erklärte Stefanie Rüger den Gemeinderäten. „Dazu gehören Ausschreibungen, Verhandlungen mit Handwerkern für Arbeiten zu Festpreisen, die Überwachung des Baus bis zur fünf Jahre dauernden Gewährleistung nach der Abnahme. Die Details entscheidet die Kommune“, so die Geschäftsführerin der KFB.

Aus dem Preis für alle Arbeiten ergäben sich die Grundstückskosten inklusive Erschließung. Die Bezahlung der Handwerksfirmen übernimmt die KFB und hält der Gemeinde so finanziell den Rücken für die Bauzeit frei. Die Handwerker freuten sich darüber, weil die Gelder schnell fließen. Den Bebauungsplan lege das Gemeindegremium fest. Nach den Erfahrungen der KFB könnte im Erlenweg dann ab Juni der Baubeginn sein.

Gästezimmer nicht genehmigt

Danach ging es weiter mit Bauanträgen und -Voranfragen. Ein Wohn-/Geschäftshaus in der Hofmühlestraße, Ecke Schlossstraße, soll mit Gästezimmern ausgebaut werden. Insgesamt sollen es 23 Betten sein. Dabei bemängelten Bürgermeister und Gemeinderat allerdings, dass zu wenig Parkmöglichkeiten vorhanden seien und lehnten das Ansinnen einstimmig ab.

Mehr Glück hatte der geplante Umbau eines kleinen Häuschens – früher ein Stall, dann eine Garage, dann Gewerberäume für ein Blumengeschäft, einen Friseur und schließlich für einen Getränkehandel. Hier sollen zwei kleine Wohnungen entstehen, die Inhaber Bäcker Lang als Mitarbeiter-Wohnungen nützen möchte. Er bekomme anders keine Mitarbeiter mehr, argumentierte Bürgermeister Adolf Wolf. Der Gemeinderat stimmte dem Umbau zu.

Auf einem Eckgrundstück in Hilzhofen möchte der Besitzer ein „Austragshäusl“ in der Größe eines Einfamilienhauses bauen. Mit Hinweis auf das Hangwasser wurde es genehmigt.

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Streugerät lieber mieten

Beim Blick auf den Finanzplan 2020 war der Gemeinderat gefordert, über eventuelle Streichungen abzustimmen. Ein Streugerät will das Gremium streichen. Der Rat empfahl, es während der Saison zu mieten. In Litzlohe soll das notwendige Feuerwehrauto nun 2023 angeschafft werden.

Die ursprüngliche Planung, dass Dietkirchen ein Fahrzeug bekommt, wurde vertagt, da in Dietkirchen erst einmal der Umbau des Feuerwehrhauses anstehe. Sanierungen von Feuerwehrhäusern stehen ebenfalls auf dem Plan. Das Pilsacher Haus ist demnach im Jahr 2026 mit der Option dran, es bei entsprechend guter Finanzlage vorzuziehen.

Toilette gefordert

  • Friedhof:

    Die Errichtung einer für den Friedhof geforderte Toilette konnte bisher hintangestellt werden, weil Besucher von Beerdigungen beim „Schusterwirt“ oder im Gasthaus Siegert die Toiletten benutzen konnten.

  • Status Quo:

    Nun sind allerdings die beiden Wirtshäuser geschlossen und die Gemeinde muss nach einem neuen passenden Örtchen Ausschau halten. (ndd)

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