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Bürgermeister verliert Sternsinger-Wette

Horst Kratzer übernimmt beim Singen in Postbauer-Heng die Rolle des schwarzen Königs. Auch drei Geistliche gehen mit.
Von Philipp Seitz

  • In Postbauer-Heng wird sich in diesem Jahr eine besondere Sternsingergruppe auf den Weg machen. Symbolfoto: Archiv/dpa
  • Im vergangenen Jahr beteiligten sich 47 Kinder am Sternsingen. Foto: Archiv

Postbauer-Heng.Ihre Wette haben sie haushoch verloren. Nun müssen sich Pfarrer Markus Fiedler und Bürgermeister Horst Kratzer in Postbauer-Heng selbst als Sternsinger auf den Weg machen. Sie hatten die Kinder und Jugendlichen in der Marktgemeinde herausgefordert und behauptet, dass sich keine 50 jungen Leute am Sternsingen beteiligen werden.

Postbauer-Hengs Bürgermeister Horst Kratzer hat die Sternsinger-Wette deutlich verloren.
Postbauer-Hengs Bürgermeister Horst Kratzer hat die Sternsinger-Wette deutlich verloren. Foto: Archiv

Die Wette habe die Jugendlichen motiviert, sagte Pfarrer Fiedler. Inzwischen habe er 76 Anmeldungen für das Sternsingen erhalten – so viele Kinder und Jugendliche waren in der Pfarrei noch nie unterwegs. Am 28. Dezember wird sich nun eine weitere Gruppe in Postbauer-Heng auf den Weg machen. Neben Pfarrer Fiedler und Bürgermeister Kratzer beteiligt sich auch die evangelische Pfarrerin Cornelia Dinkel. Deren Mann, der evangelische Pfarrer Hermann Dinkel, unterstützt die Gruppe ebenfalls. Er werde voraussichtlich den Bollerwagen ziehen, kündigte er an. Den Stern trägt Gemeindereferentin Renate Seitz. Hündin Lupi wird als tierischer Begleiter und Kamel-Ersatz mit von der Partie sein.

Darum geht es bei der Aktion Dreikönigssingen:

Die Aktion Dreikönigssingen

  • Spenden:

    Im Januar 2016 hatten die Sternsinger deutschlandweit mehr als 46,2 Millionen Euro gesammelt. Durch die Spenden konnten laut der Aktion Dreikönigssingen 1551 Projekte für Not leidende Kinder in 108 Ländern unterstützt werden. Rund 330 000 Mädchen und Jungen verkleideten sich 2016 als Sternsinger und zogen durch die Straßen der Bundesrepublik.

  • Solidarität:

    Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion Dreikönigssingen nach eigenen Angaben zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als 902 Millionen Euro wurden seither gesammelt, fast 67 000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

  • Aussendung:

    Mehr als 1000 Sternsinger werden zur bundesweiten Aussendungsfeier in Neumarkt erwartet. Die Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen findet am Donnerstag, 29. Dezember, statt. Die Mädchen und Jungen werden vornehmlich aus allen Teilen des Bistums Eichstätt anreisen, doch auch mit rund 200 Gästen wird aktuell gerechnet.

Auch die Route der Erwachsenengruppe wird schon geplant. Sie wird voraussichtlich das Seniorenheim, das betreute Wohnen und den Wurzhof besuchen. „Auch im Zentrum werden wir gehen. Die Straßen stimmen wir natürlich mit den weiteren Sternsingern ab“, sagte Pfarrer Fiedler. Die Rollenverteilung steht schon fest: Bürgermeister Horst Kratzer wird sich im Gesicht schwarz schminken.

Sollte die Gruppe Süßigkeiten erhalten, dann werden sie gespendet: Entweder an die weiteren Sternsinger oder an die Lebensmittelausgabe. Eine Herausforderung steht noch an: das Singen des Sternsingerliedes.

Zum königlichen Auftritt gehört auch die richtige Ausstattung dazu:

Alle Informationen zur bundesweiten Aussendungsfeier der Sternsinger in Neumarkt lesen Sie hier.

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