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Bürgermeister wettet mit Sternsingern

In Postbauer-Heng könnte eine besondere Gruppe beim Dreikönigssingen Spenden sammeln. Hündin Lupi hält sich schon bereit.
Von Philipp Seitz

  • Im vergangenen Jahr sandte Pfarrer Markus Fiedler 47 Kinder und Jugendliche aus. Heuer sollen es mehr als 50 werden. Foto: Archiv/njf
  • Postbauer-Hengs Bürgermeister Horst Kratzer beteiligt sich als Wettpate an einer Wette zwischen Ministranten und Pfarrer. Foto: Archiv

Postbauer-Heng.In Postbauer-Heng könnte demnächst eine besondere Sternsingergruppe unterwegs sein. Pfarrer Markus Fiedler hat sich nämlich eine besondere Wette ausgedacht: Sollten sich heuer mehr als 50 Kinder und Jugendliche beim Sternsingen beteiligen, werden sie von einer weiteren Gruppe unterstützt. Bürgermeister Horst Kratzer, die evangelische Pfarrerin Cornelia Dinkel und der katholische Pfarrer Markus Fiedler kündigten bereits an, dann ebenfalls als Sternsinger durch die Straßen zu ziehen. Da noch das Kamel fehlte, habe sich Hündin Lupi bereiterklärt, ebenfalls teilzunehmen, sagt Pfarrer Fiedler.

Lesen Sie mehr: Bischof Gregor Maria Hanke konnte selbst noch keine Erfahrung als Sternsinger sammeln.

„Die Leute werden schon schauen, wer da plötzlich als Sternsinger verkleidet vor der Haustüre steht.“

Horst Kratzer, Bürgermeister von Postbauer-Heng

Für Bürgermeister Kratzer wäre es eine Premiere: „Ich habe als Sternsinger keinerlei Erfahrung, weil ich als Kind nicht Ministrant war.“ Zugesagt hat Kratzer sofort – auch weil es für ihn eine neue Erfahrung wäre: „Die Leute werden schon schauen, wer da plötzlich als Sternsinger verkleidet vor der Haustüre steht.“ Dies könne auch einen positiven Nebeneffekt haben: „Vielleicht wirft der ein oder andere dann auch mehr in die Spendendose.“

Pfarrer Markus Fiedler hat mit seinen Sternsingern gewettet. Foto: Archiv/Preischl
Pfarrer Markus Fiedler hat mit seinen Sternsingern gewettet. Foto: Archiv/Preischl

Ganz unerfahren ist der Bürgermeister aber nicht: Seine drei Söhne waren schon Sternsinger, der Vater hatte die Kinder hin und wieder begleitet. Sollte die Wette wirklich verloren gehen, ist schon gewiss, welche Rolle Kratzer einnimmt: Der Bürgermeister werde sich schwarz schminken, falls die Wette verloren geht, verrät Pfarrer Fiedler. In erster Linie gehe es aber darum, in diesem Jahr viele Jugendliche für die Sternsingeraktion zu gewinnen. „Die bundesweite Aussendung in Neumarkt zieht natürlich auch“, sagt Fiedler. In diesem Jahr hätten sich bereits wesentlich mehr Kinder als im vergangenen Jahr gemeldet. Jedes Kind ab der dritten Klasse kann sich in Postbauer-Heng beteiligen.

So erfolgreich sind die deutschen Sternsinger jedes Jahr:

Die Aktion Dreikönigssingen

  • Spenden:

    Im Januar 2016 hatten die Sternsinger deutschlandweit mehr als 46,2 Millionen Euro gesammelt. Durch die Spenden konnten laut der Aktion Dreikönigssingen 1551 Projekte für Not leidende Kinder in 108 Ländern unterstützt werden. Rund 330 000 Mädchen und Jungen verkleideten sich 2016 als Sternsinger und zogen durch die Straßen der Bundesrepublik.

  • Solidarität:

    Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion Dreikönigssingen nach eigenen Angaben zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als 902 Millionen Euro wurden seither gesammelt, fast 67 000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt.

  • Aussendung:

    Mehr als 1000 Sternsinger werden zur bundesweiten Aussendungsfeier in Neumarkt erwartet. Die Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen findet am Donnerstag, 29. Dezember, statt. Die Mädchen und Jungen werden vornehmlich aus allen Teilen des Bistums Eichstätt anreisen, doch auch mit rund 200 Gästen wird aktuell gerechnet.

Auch viele evangelische Kinder und Jugendliche engagieren sich. Für Fiedler ein Beleg dafür, wie wichtig beiden Kirchen die Zusammenarbeit ist: „Dass die evangelische Pfarrerin Cornelia Dinkel sagt, sie macht mit, ist ein starkes Zeichen.“ Auf die Hilfe ist die katholische Pfarrei auch angewiesen: Mehr als 2000 Haushalte werden die Sternsinger zwischen dem 27. Dezember und 5. Januar besuchen. Die meisten Sternsinger sind dafür zwei bis drei Tage in der Kälte unterwegs. Fiedler: „Das ist eine große Leistung der Kinder.“

Das ist das Thema der diesjährigen Sternsinger-Aktion:

Alle Informationen zur bundesweiten Aussendungsfeier der Sternsinger in Neumarkt lesen Sie hier.

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