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In Kürze

Ruhestörung eskalierte

Eigentlich hätten sie nur die Musik leiser machen müssen. Statt dessen haben sie jetzt mehrere Anzeigen am Hals.

Einer der Beteiligten landete sogar in der Polizeizelle. Foto: Heidenreich
Einer der Beteiligten landete sogar in der Polizeizelle. Foto: Heidenreich

Beilngries.Gegen 1 Uhr nachts beschallte ihre Musik noch den gesamten Straßenzug, so dass den Anwohnern nichts anderes übrig blieb, als die Polizei zu verständigen. Statt aber einsichtig schlichtweg die Musik leiser zu drehen, legten die zwei 30- und 51-jährigen Männer sowie eine 23-jährige Frau erst richtig los. Dies führt jetzt zu einer ganzen Liste von Anzeigen. Zunächst erwartet alle drei ein Bußgeld, weil sie sich weigerten, gegenüber der Polizei ihre Personalien anzugeben. Auch ihre Kommunikation gegenüber den Vollzugsbeamten entsprach nicht den gängigen Höflichkeitsformen, was den beiden Männern Anzeigen wegen Beleidigung einbringt. Da ihr Gebaren keine großen Hoffnungen machte, Ruhe für die Nachbarn zu bekommen, wurde die Party von den Beamten eingestellt. Das widerstrebte wiederum einem der Männer so sehr, dass er unter Anwendung von Gewalt aus der Wohnung verbracht werden musste. In der Konsequenz folgt eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Diese Auseinandersetzung nutzte das andere Pärchen, um sich doch besser in die Wohnung zurück zu ziehen. Allerdings waren sie nur zu Gast in der Wohnung. Als die Beamten den Wohnungsinhaber mitnahmen, wurde ihnen wohl klar, dass die Party nun doch zu Ende war. Als sich die Polizei mit ihrem Kumpan entfernt hatte, traten sie also den Heimweg an. Mit dem Auto. Nach nur wenigen Metern endete dies aber kurzzeitig an einem Garagentor, welches nun deutliche Spuren aufweist. Dies dürfte an den später festgestellten 1,84 Promille des Fahrers gelegen haben. Unbeirrt setzte das Pärchen aber seinen Weg fort nach Hause. Von dort wurde der Fahrer dann ebenfalls durch die Polizei abgeholt und einem Arzt zur Blutentnahme zugeführt. Den Rest der Nacht verbrachte er in der Zelle der Polizeiinspektion Beilngries. Auch er sieht sich nun Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Verkehr sowie unerlaubtem Entfernen vom Unfallort gegenüber. Eigentlich hätten sie nur die Musik leiser machen müssen.

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