MyMz
Anzeige

Planung

Bau der Kita geht zügig voran

Sengenthal plant für dieses Jahr Investitionen in Höhe von 6,6 Millionen Euro. Der Neubau der Kita verschlingt 2,1 Millionen.
von Michael Schrafl

Der Bau der neuen Kindertagesstätte in Sengenthal geht zügig voran. Foto: Michael Schrafl
Der Bau der neuen Kindertagesstätte in Sengenthal geht zügig voran. Foto: Michael Schrafl

Sengenthal.Insgesamt 6,6 Millionen Euro will die Gemeinde in diesem Jahr investieren. Davon entfallen allein auf die Errichtung einer Kindertagesstätte für drei Gruppen 2,1 Millionen Euro. Dies berichtete Bürgermeister Werner Brandenburger bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag.

Für den Anschluss der Orte Reichertshofen und Forst an die Kläranlage Neumarkt fallen 30 0000 Euro an, für neue Pumpwerke in Reichertshofen, Buchberg und Mooswiese (Neumarkt) zusätzlich 440 000 Euro. Die Erstellung eines Kanalkatasters, einschließlich der Kamera-Befahrung des Kanalnetzes, schlägt mit 170 000 Euro zu Buche. Für den Breitbandausbau hat die Gemeinde insgesamt 380 000 Euro im Haushalt eingestellt, für Straßenbau 475 000 Euro, für die Wasserversorgung 435 000 Euro, für den Straßenbau 475 000 Euro, Baulanderwerb 400 000 Euro und Nachzahlung für Grunderwerb für Gewerbegebiet Mühlweg III 175 000 Euro sowie Bauhof 115 000 Euro.

Investitionen 2019

  • Sanierungen:

    Gerätehaus FFW Sengenthal (100 000 €), Gerätehaus FFW Reichertshofen (Planung 20 000 €), Umbauten im alten Schulgebäude (50 000 €), Kapelle Buchberg (7000 €)

  • Friedhof:

    Sanierung Leichenhaus Sengenthal und Errichtung von Urnenstelen (340 000 €)

  • Zuschüsse:

    Investitionszuschüsse für Vereine und Kirche (50 000 €)

Zur Finanzierung aller geplanten Investitionen will die Gemeinde 3,1 Millionen Euro aus der Rücklage entnehmen und bei Bedarf einen Kredit von 750 000 Euro aufnehmen. Die Verschuldung würde dann am Jahresende bei 2,2 Millionen Euro liegen, was einer Verschuldung von 603,30 Euro pro Einwohner entsprechen würde.

Baugebiet Buchberg

Einstimmig gebilligt hat der Gemeinderat den Entwurf für den Bebauungsplan „Buchberg-Süd II“. Er soll nun öffentlich ausgelegt und den Trägern öffentlicher Belange zur Stellungnahme zugeleitet werden. Bei den Festsetzungen wurde festgehalten, dass die Gebäudemitte 25 Zentimeter (eine Treppenstufe) höher liegen sollte als der Straßenverlauf, um möglichen Wasserschäden im Gebäude durch eindringendes Hangwasser oder Wasser bei Starkregen vorzubeugen. Geklärt werden sollte, inwieweit der Briefkasten an der Grundstücksgrenze angebracht werden muss, um Gefahren für Postboten und Zeitungsausträger auf privatem Grund auszuschließen.

In diesem Jahr soll für das neue Baugebiet Buchberg Baurecht geschaffen werden. Über den Zeitpunkt der Erschließung soll im nächsten Jahr das neue Gemeinderatsgremium entscheiden, hieß es.

64 Kinder werden Mittags betreut

Die Mittagsbetreuung und das Mittagessen an der Grundschule wird von rund 80 Kindern in Anspruch genommen. So besuchen zum Beispiel derzeit am Dienstag 64 Schüler die Mittagsbetreuung und 57 Kinder nehmen dort auch das Mittagessen ein. Um das Ganze bewerkstelligen zu können, sind zusätzliches Personal und zusätzliche Räume nötig. Ein leistungsstarker Dunstabzug für die Küche sei dringend nötig, hieß es. Bürgermeister Brandenburger versprach Abhilfe und weitere Verbesserungsmaßnahmen bezüglich Räumlichkeiten (Küche, Mittagessen und Betreuung) in zwei bis drei Jahren.

Wie dem Jahresbericht zum Ausbau der Kindertagesbetreuung im Landkreis zu entnehmen war, gibt es in der Gemeinde Sengenthal 326 Kinder im Alter unter zehn Jahren. Davon werden 178 Kinder in Kita oder Schule betreut: 27 Kinder im Alter unter drei Jahren, 108 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und 43 im Alter von sechs bis zehn Jahren. Insgesamt nehmen 54,6 Prozent der Kinder im Alter bis zu zehn Jahren die Betreuungsmöglichkeit in Anspruch. Der Anteil der Kinder unter zehn Jahren liegt bei 9,9 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

Einvernehmliche Lösung

Beim umstrittenen Bauvorhaben (Doppelhaus) von Tobias Fersch aus Reichertshofen wurde inzwischen eine für Bauherren und Gemeinde tragbare Lösung gefunden. So wurde beim Notar auf das Grundstück eine Unterlassungsdienstbarkeit zugunsten der Gemeinde eingetragen. Danach kann das Baugrundstück nicht geteilt und eine Haushälfte nicht verkauft werden, ansonsten droht dem Bauherrn eine Vertragsstrafe in Höhe von 20 Prozent des Grundstückskaufpreises.

Gerne hätte die Gemeinde eine Bushaltestelle im neuen Nahversorgungszentrum. Ein Gespräch mit dem Landratsamt, der Polizei und dem Omnibusverkehr Franken habe vor Ort stattgefunden. Die Sache soll geprüft werden.

Mehr aus Neumarkt und Umgebung:

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht