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Unternehmen

Bögl stellt Qualität vor Quantität

Bei der Betriebsversammlung in Nürnberg warnte Max Bögl vor der hohen Arbeitsbelastung in einer Phase der Hochkonjunktur.

Johann Bögl, Gesellschafter der Firmengruppe Max Bögl, der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Gesamtbetriebsratsvorsitzende Karin Hammerl-Ranftl, Gesellschafter Max Bögl und der Vorstandsvorsitzende Stefan Bögl (von links) Foto: Firmengruppe Max Bögl/Reinhard Mederer
Johann Bögl, Gesellschafter der Firmengruppe Max Bögl, der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Gesamtbetriebsratsvorsitzende Karin Hammerl-Ranftl, Gesellschafter Max Bögl und der Vorstandsvorsitzende Stefan Bögl (von links) Foto: Firmengruppe Max Bögl/Reinhard Mederer

Sengenthal.Bei der Betriebsversammlung der Firmengruppe Max Bögl in der Arena Nürnberger Versicherung war Ministerpräsident Dr. Markus Söder Ehrengast. Er lobte gleich zu Beginn: „Max Bögl gehört zu den besten Unternehmen, die wir in Bayern haben.“

Mitarbeiter, Gesellschafter, der Vorstand, Gastredner aus Politik und Gewerkschaft sowie die Betriebsräte versammelten sich auf Einladung der Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Karin Hammerl-Ranftl zur jährlichen Betriebsversammlung. Sie berichtete über einen neuen Haustarifvertrag, Betriebsvereinbarungen und soziales Engagement. Doch an oberster Stelle stehen Vertrauen, Fairness und gegenseitige Wertschätzung. Besonders der faire Umgang miteinander solle im neuen Jahr fortgesetzt werden.

Zahlen & Fakten

  • Umsatz:

    Vorstandsvorsitzender Stefan Bögl sagte, das Unternehmen habe mit 6462 Mitarbeitern in fünf Geschäftsbereichen, dem Hochbau, Infrastruktur, Wind, Produktion und Industrie einen Jahresumsatz von rund 1,7 Milliarden Euro erwirtschaftet.

  • Aufträge:

    Mit 2070 Millionen Euro Auftragseingängen in 2018 konnte ein Spitzenwert in der Firmengeschichte erzielt werden.

Gesellschafter und Aufsichtsratsmitglied Max Bögl machte die derzeitige Hochkonjunktur am Bau und die gute Auftragslage für die große Auswahl an erfolgversprechenden Projekten verantwortlich. Gleichzeitig warnte er vor der hohen Arbeitsbelastung, die seit dem letzten Jahr stetig ansteige: „Deshalb ist es wichtig für uns, dass wir uns nicht zu viel auferlegen. Qualität ist jetzt wichtiger als Quantität.“

Industrialisierung beim Bauen

Neben den operativen Aufgaben gelte es auch die Veränderungen durch die zunehmende Industrialisierung beim Bauen zu stemmen: „Es gibt vermehrt digitale Anwendungen, neue Abläufe und Werkzeuge, die erlernt werden müssen. Diese Veränderungen betreffen nicht nur uns, sondern die ganze Baubranche. Wir möchten hier aber ganz bewusst unsere Vorreiterrolle als innovatives Unternehmen weiter ausbauen“, betonte Max Bögl. Eine entscheidende Rolle komme den Mitarbeitern zu.

Volle Auftragsbücher garantieren eine ganzjährige Auslastung. Max Bögl setzt konsequent auf das Kerngeschäft Bauen. Im Jahr 2018 wurden dazu 244 neue Stellen in geschaffen. Mit einem chinesischen Unternehmen konnte ein Technologietransfervertrag für das Transport System Bögl abgeschlossen werden. Das öffnet für Max Bögl den weltweit größten Markt für spurgeführte Nahverkehrssysteme. Stefan Bögl stellt das neue Design des Drei-Sektionen-Magnetbahn-Fahrzeugs vor, das Ende 2019 nach China ausgeliefert wird. Aufgrund der Altersstruktur bei gewerblichen Mitarbeitern werde die Firmengruppe zudem eine Ausbildungsoffensive starten. Der Bau eines Ausbildungszentrums im Gewerbepark Deining wurde entschieden.

Seit 90 Jahren Bögl

Das familiengeführte Unternehmen besteht in diesem Jahr seit 90 Jahren. Mit Stolz sieht auch Gesellschafter Johann Bögl das Unternehmen, denn 1929 hat Großvater Max Bögl den Grundstein für ein Bauunternehmen gelegt, das heute mit Erfolg in dritter Generation weitergeführt wird. „Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt“, zitierte Johann Bögl Konfuzius. Diesen Weg gelte es konsequent weiterzuverfolgen und so unser Familienerbe weiterzutragen. „Unser Großvater wäre sicherlich stolz, könnte er sehen, welche innovativen Antworten unsere Firmengruppe heute auf Megatrends wie Mobilität, Klimawandel und Energiewende habe“, so Johann Bögl. Seit dem Jahr 2017 habe man sich bei Max Bögl auf Projekte konzentriert, die dem Unternehmen auch entsprechen.

Bögl: Stellenwert in der Region

Auch Landrat Willibald Gailler, Oberbürgermeister Thomas Thumann und Sengenthals Bürgermeister Werner Brandenburger bekräftigten den Stellenwert des Unternehmens in der Region. DGB-Regionsvorsitzender Christian Dietl hob besonders die Bedeutung der Betriebsratsarbeit hervor. Luis Heerdegen, Vorsitzender der Jugend- und Auszubildendenvertretung, lobte den fairen Umgang im Unternehmen und insbesondere den Rückhalt und die Unterstützung seitens der Geschäftsführung und des Betriebsrates. Er stellte die zahlreichen Projekte und Aktivitäten der „JAV“ vor.


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