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Gemeinderat

Sengenthal: Die neue Trasse kommt

Anfang Juli wird es für die Bürger eine Infoveranstaltung geben – schon jetzt können sie bei Tennet Stellungnahmen abgeben.
Von Michael Schrafl

Die Bürger von Forst sind von der geplanten Juraleitung P53 (Ersatzneubau) direkt betroffen. Foto: Michael Schrafl
Die Bürger von Forst sind von der geplanten Juraleitung P53 (Ersatzneubau) direkt betroffen. Foto: Michael Schrafl

Sengenthal.Der geplante Verlauf der Stromtrasse Juraleitung P53 war Thema bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag. Bürgermeister Brandenburger informierte über den aktuellen Stand. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Bürger noch bis zum 31. Juli Gelegenheit haben, online in einem von Tennet geschalteten Tool eine Stellungnahme abzugeben.

„Die von 220 kV auf 380 kV aufgerüstete Leitung kommt.“

Bürgermeister Brandenburger

Bürgermeister Werner Brandenburger dazu: „Die von 220 kV auf 380 kV aufgerüstete Leitung kommt.“

Vom Trassenverlauf in der Gemeinde betroffen sind Reichertshofen, Richthof, Forst, Stadlhof und einige Mühlen. Im Bereich Forst gebe es derzeit zwei Verlaufsvarianten: einmal zwischen Forst und Stadlhof, zum anderen zwischen Forst und Sondersfeld.

Um den Strom beziehungsweise die neue Trasse gibt es Debatten. Foto: Marcus Brandt/dpa
Um den Strom beziehungsweise die neue Trasse gibt es Debatten. Foto: Marcus Brandt/dpa

Die Bevölkerung der betroffenen Orte sollte klar äußern, wo die Trasse verlaufen soll. Brandenburger: „Das Floriansprinzip sollte aber nicht zum Zuge kommen!“ Anfang Juli wird es für die Bürger dazu noch eine eigene Informationsveranstaltung im Schützenhaus Reichertshofen geben.

Energie

Pläne für Juraleitung werden konkreter

Tennet hat Korridore für die Stromtrasse durch den Landkreis Neumarkt vorgeschlagen. Manche Abschnitte bergen Probleme.

Die Beschäftigten der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt leisten hervorragende Arbeit, sagte der Bürgermeister weiter. Einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seien aber extrem belastet. Die Erhöhung des Personals sei daher notwendig, so zum Beispiel in den Bereichen Kämmerei und Kasse. Dies habe eine in Auftrag gegebene externe Organisationsuntersuchung ergeben.

Neues Personal nötig

Als besonders positiv stellte das Büro die hohe Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten, deren qualitativ hochwertige Arbeit und deren Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen, heraus.

Wie Bürgermeister Brandenburger dazu erklärte, empfiehlt der Kommunale Prüfungsverband 1,96 Verwaltungsstellen je 1000 Einwohner. Für die Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt (VG) mit den Gemeinden Berngau, Pilsach und Sengenthal (9100 Einwohner) ergäbe dies 17,84 Vollzeitstellen. „Wir haben in der VG aber rechnerisch nur 10,01 Vollzeitstellen. Unsere Verwaltung arbeitet trotz geringen Personals sehr effizient, weil sich viele Mitarbeiter – sie kommen zum Großteil aus dem VG-Bereich – mit ihrer Gemeinde identifizieren“, meinte Brandenburger. Dennoch komme man nicht umhin, zusätzliches Personal einzustellen, unter anderem eine Steuerfachkraft.

Bürgermeister Brandenburger informierte auch über die neue Verwaltungsstruktur in der VG, über die drei großen Fachbereiche (Hauptamt/Bauamt/Lebenswelten, Bürgerservice/Ordnungsamt und Wirtschaft/Finanzen) und jeweiligen Zuständigkeiten. Durch das sogenannte „Drei-Säulenmodell“ könnten Arbeitsprozesse noch weiter optimiert werden.

Als Handlungsempfehlungen wurden gegeben: die Erstellung eines Geschäftsstellenplans, die Fortschreibung des Anlagevermögens, die Führung eines Bestandsverzeichnisses sowie die Erstellung eines Personalentwicklungskonzepts.

Die Wasserversorgung sichern

Weiter berichtete der Bürgermeister von der Wasserzweckverbandsversammlung. Aus den Brunnen habe man beim Wasserwirtschaftsamt eine Gesamtentnahme von 475000 Kubikmeter beantragt.

Sollte aufgrund des Bevölkerungsentwicklung ein erhöhter Trinkwasserbedarf nötig sein, so habe man für 100 000 Kubikmeter einen anderen Wasserzweckverband an der Hand, teilte Brandenburger mit.

Saniert werden müssen in den nächsten Jahren die Wasserhochbehälter. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 850 000 Euro. Als erste Maßnahme soll im Winterhalbjahr 2020/2021 der Wasserhochbehälter mit den drei Wasserkammern im Karholz saniert werden. Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 450 000 Euro. Angestrebt werde eine VG-Lösung, was die IT-Sicherheit in der Wasserversorgung betrifft. Zur Finanzierung der Vorhaben werde man den Wasserpreis erhöhen und eine Investionsumlage bei den Bürgern erheben müssen.

Außerdem besprochen wurden:

  • Friedhof Sengenthal: Schaffung eines weiteren Bereichs für Stellen auf der nordwestlichen Seite des Friedhofs und Sanierung des dortigen Leichenhauses im Jahr 2020.
  • Verkehrsberuhigung: Zur Verkehrsberuhigung im Bereich von Sengenthal/Am Anger forderte ein Anwohner auf der alten B 299 einen Fahrbahnteiler beim Bahnübergang sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h.

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