MyMz
Anzeige

Verein

SKK wegen Nachwuchsmangel aufgelöst

Der Sengenthaler Verein hat sich zum Jubiläum aufgelöst. Zum Abschluss wurde noch einmal der Gefallenen gedacht.
von Andreas Meyer

Pfarrer Manfred Obermayer segnete das Heldengrab, flankiert von der Ehrenformation der RK Reichertshofen. Foto: Andreas Meyer
Pfarrer Manfred Obermayer segnete das Heldengrab, flankiert von der Ehrenformation der RK Reichertshofen. Foto: Andreas Meyer

Sengenthal.Vor 50 Jahren, am 1. Dezember 1968, wurde die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Sengenthal gegründet. Jetzt wurde der Verein mangels Nachwuchses aufgelöst. Das Jubiläum wurde allerdings noch gefeiert mit einem Festgottesdienst mit dem Patenverein SKK/RK Reichertshofen. Pfarrer Manfred Obermayer blickte bei der Predigt auf das Heldengrab am Altar, flankiert von der Ehrenformation der RK Reichertshofen. Er sagte, es sei traurig, dass der Verein, der 50 Jahre das gesellschaftliche Leben im Ort mitgeprägt hat, jetzt ein letztes Mal zusammenkommt. Den verstorbenen und gefallenen Kriegsteilnehmern gebühre Respekt. Während der Wandlung feuerte Karl Wurm vor der Kirchentüre Böllerschüsse ab, um an die Gefallenen zu erinnern.

Geschichte

  • Vorsitzende:

    Anton Gaab (1968-1973) Josef Lang (1973-1977), Nikolaus Bauer (1977-1981) Fritz Schindler (1981-1987), seit 1987 Horst Maier, kommissarisch Reservistensprecher Robert Großhauser.

  • Höhepunkt:

    Kauf einer Vereinsfahne 1971 (Patenverein SKK/RK Reichertshofen)

  • Mitglieder-Höchstzahl:

    1988 bei der 20-Jahr-Feier waren es 60.

Der stellvertretende Vorsitzende und Reservistensprecher Michael Reichert sagte: „Wir gedenken heute der gefallenen und vermissten Kameraden des Ersten und Zweiten Weltkriegs der Soldaten und Reservistenkameradschaft Sengenthal sowie der Mitglieder des Vereins, die nach Kriegsende verstorben sind. Besonders wollen wir aber an jene Kameraden aus Sengenthal erinnern, die im Jahre 1924 gemeinsam den Kriegerverein Pfarrei Reichertshofen gegründet haben.“ Schon damals sei es ein Bedürfnis und Anliegen der Heimkehrer gewesen, dass die im Krieg geblieben Freunde nicht vergessen werden. Das Bestreben der Soldaten und Reservistenkameradschaften müsse auch in Zukunft sein, das Gedenken der Kriegsopfer aufrecht zu erhalten, damit diese Kameraden nicht vergessen werden.

Letztes Treffen

Vor dem Segen intonierte Hans Hofbauer aus Seubersdorf auf der Trompete den „Guten Kameraden“. Bürgermeister Werner Brandenburger sagte, es sei ein trauriger Tag. Es sei das letzte Treffen in dieser Form. Dabei brauche die Gesellschaft Vereine. Sie hätten eine wichtige Bedeutung, um die Erinnerung an den Krieg wach zu halten. „Es liegt an uns, ob wir aufeinander schießen oder ob wir zuvor miteinander sprechen“, so Brandenburger. 50 Jahre habe die SRK Sengenthal das Ehrenamt ausgeübt und das Kriegerdenkmal am Friedhof gepflegt. Dafür dankte der Bürgermeister dem Vorsitzenden Horst Maier für sein 31-jähriges Engagement.

Mehr aus Neumarkt und Umgebung:

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht