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Seubersdorf
Mittwoch, 19. September 2018 28° 2

Humor

Anton Schön gewinnt den Gaudimax

Der Seubersdorfer Witzewettbewerb ist über den Landkreis hinaus bekannt. Demnächst treten die Witzeerzähler auswärts auf.
Von Vera Gabler

Zum dritten Mal in Folge darf Anton Schön (l.) die Trophäe und den Titel „Gaudimax“ mit nach Haus nehmen.
Zum dritten Mal in Folge darf Anton Schön (l.) die Trophäe und den Titel „Gaudimax“ mit nach Haus nehmen. Foto: Gabler

Seubersdorf.„Die Witzbolde scharren mit den Hufen“ stellte Moderator Reinhard Platen am Sonntag im Sportheim fest, als der Gaudimax 2016 begann. Seit 19 Jahren ist es das Ziel der SRK Seubersdorf-Krappenhofen-Eichenhofen als Ausrichter einen Nachmittag im Jahr zu gestalten, an dem von Herzen gelacht werden darf und das gut drei Stunden lang. Seit 2008 sind dabei Anton Schön, Hubert Schön und Josef Schierl aus Krappenhofen, sowie Daniel Götz aus Ittelhofen die Witzbolde, die von der Bühne aus die Gäste mit lockeren und manchmal auch derben Witzen unterhalten.

Dass humorige Nachmittage groß angesagt sind, zeigte sich im Saal, der schon eine Stunde vor Beginn gefüllt war. Zu den Gästen aus dem ganzen Landkreis Neumarkt gesellte sich auch Bürgermeister Andreas Rumpel aus Rohr in Niederbayern. Er plant für seine Marktgemeinde am 14. Mai ein Maibockfest, bei dem die Witzbolde ihren Auftritt haben werden. „Der Gaudimax ist ein Gefühl von bayerischer Lebenskultur und bodenständigem Humor“, stellte er schon nach der ersten Runde fest.

Wie jedes Jahr suchte sich Moderator Platen fünf Besucher als Jury aus, die die Witze von „Fremder Daniel“, „Junggeselle Hubert“, „Obelix Josef“ und „Gaudimax Anton“ zu bewerten hatten. Es waren diesmal Xaver Hirschmann aus Batzhausen, Karl Solfrank aus Seubersdorf, Pfarrer Peter Gräff aus Daßwang, Rosa Weidinger aus Waldhausen und Günter Seitz aus Neumarkt. Bevor aber die Wertung in zehn Runden mit den verschiedensten Themenpunkten begann, kam Anton Schön zu Wort.

160 Euro für Krappenhofen

Ohne Textvorlage stimmte er die Gäste auf humorvolle Weise ein, indem er wieder die Neuigkeiten aus Seubersdorf und Umgebung zum Besten gab. So urteilte er über die 6,5 Millionen Euro, die die Gemeinde nun in Projekte investieren will. „Ich habe letztes Jahr 160 Euro für Krappenhofen gebraucht“, berichtete er. 20 Euro für Benzin zum Rasenmähen am Spielplatz und 140 Euro für die Lichterketten zur Weihnachtszeit am Dorfbrunnen. Hätte er einen Antrag bei der Gemeinde auf Zuschuss gestellt, hätte man einen Architektenwettbewerb draus gemacht und die Lichterketten würde heute noch nicht hängen.

„Mein Sohn wünscht sich zum 18. Geburtstag etwas total abgefahrenes. Ich habe es mir nicht leichtgemacht und viel überlegt. Morgen schenke ich ihm meine alten Winterreifen, die sind abgefahren“, verriet Schön auch was über seine Familie. Außerdem wisse er jetzt auch, was Kalorien sind. „Das sind kleine Viecher, die nachts im Kleiderschrank die Hosen enger nähen“. Was den Gemeinderat und deren Sitzung betrifft, so gab er als Rat weiter, Stimmzettel mit dem Ergebnis 17:3 gleich fest drucken zu lassen, nachdem jede Entscheidung ob dafür oder dagegen immer so ausgehe.

Ein Schinken für den Sieger

Nach dem Vorspiel folgte der Höhepunkt des Nachmittages mit den Themen Pfarrer, Tiere, Schule, Land, Beruf, Bauern, Doktor, Politik bis hin zum Lieblingswitz der Witzbolde. „Frägt der Lehrer die Kinder, wer Früchte kennt, die man auspressen kann. Max nennt die Zitrone, aus der man Zitronensaft bekommt. Franzl kennt die Orange für Orangensaft. Als Fritz sich meldet und Nonnen nennt, frägt der Lehrer, was dann raus komme. ,Klosterfrau Melissengeist’, lautet die Antwort von Fritz.“

Die Jury hatte es nicht leicht, das Rennen um die Punkte war knapp. Zum Ende gab Platen bekannt, dass Hubert Schön mit Platz vier wieder eine Flasche Asbach gewonnen habe. Josef Schierl mit Platz drei bekam eine Brotzeit als Gewinn und Daniel Götz kann sich auf eine Cabriofahrt freuen. „Damit dem Anton seine Frau nicht nur die Trophäe abstauben muss, gibt es in diesem Jahr einen geräucherten Schinken für den Sieger“, so Herbert Frank als Vorsitzender der SRK, der die Siegertrophäe an Anton Schön übergab.

Abschließend versprachen die Organisatoren für den 20. Gaudimax im nächsten Jahr ein Überraschungsevent. Musikalisch umrahmt wurde der Nachmittag von den Oberpfälzer Stoabeißer mit Peter und Horst an den Instrumenten.

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