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Kirche

Abt Makarios Hebler feiert Jubiläum

Seit 35 Jahren ist er Priester. Immer wieder würde er sich dafür entscheiden – auch, weil er sich in Seubersdorf wohl fühlt.
von Vera Gabler

Am Sonntag findet in St. Georg ein Jubelgottesdienst statt.
Am Sonntag findet in St. Georg ein Jubelgottesdienst statt. Foto: Gabler

Seubersdorf.Mit einem Jubelgottesdienst, musikalisch umrahmt vom Kirchenchor Seubersdorf unter der Leitung von Peter Diepold, blickt Abt Makarios Hebler auf 35 Jahre Priestertum zurück. Sein Wahlspruch: „Fide et patientia – mit Glaube und Geduld“. Daheim fühlt sich Hebler seit mehr als sechs Jahren im Pfarrverbund Seubersdorf. Für eine Laufbahn als Pfarrer würde er sich wieder entscheiden, wie er sagt – auch wenn er in 35 Jahren viele Höhen und Tiefen erlebt habe.

Mit dem Glauben aufgewachsen

Seine Mutter habe ihm als Kind seinen Glauben vermittelt. Als er dann nach dem Abitur bei den Steyler Missionaren in Geilenkirchen die Mönche in der Benediktinerabtei St. Mauritius zu Tholey im Saarland kennenlernte, habe ihn wohl ein Lichtstrahl getroffen, erinnert sich der Abt. Die familiäre Gemeinschaft gefiel ihm, und so stellte er sich der fünfjährigen Vorbereitungszeit zum Priester – obwohl seine Eltern nicht begeistert waren. „Mein Vater starb leider kurz vor meiner Priesterweihe“, erinnert sich der Abt. Sein Vater gab ihm allerdings mit auf den Weg, er solle seine Ziele weiter verfolgen, solange sie ihn zufriedenstellten.

Nach seiner Priesterweihe 1981 hatte Hebler in der Abteikirche zu Tholey schon bald die Ämter des Cellerars/Ökonoms und des Novizenmeisters inne. Am 21. April 1985 folgte der Höhepunkt seiner bisherigen Laufbahn: Er wurde vom Trierer Bischof Dr. Hermann Josef Spital zum Abt der Benediktinerabtei Tholey geweiht. „Es war vor allem meine Aufgabe, neben den vielen Renovierungsarbeiten im Kloster, die Klostergemeinschaft im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils neu auszurichten“, erklärt der Abt.

Während seiner Amtszeit haben sieben Ordensmänner ihre feierlichen Gelübde abgelegt. Jetzt hat die Klostergemeinschaft in Tholey neun Mönche. Bis Ende August 2008 blieb Abt Makarios im Kloster und war während der letzten zwölf Monaten seiner Amtszeit auch Pfarrer der Gemeinde St. Mauritius Tholey. Gesundheitliche Gründe bewogen ihn dazu, das Kloster zu verlassen und nach einem Sabbatjahr bei Salzburg die Stelle in der Oberpfalz anzunehmen. „Ich habe ganz unvoreingenommen die Leute hier kennengelernt“, sagt der Abt. Mit Glauben und Geduld sei er auf die Menschen zugegangen und habe ihnen gezeigt, dass er seinen Dienst als Pfarrer mit Freude verrichte.

Freude über zwei neue Mesner

Dass der Abt beliebt ist, zeigte sich im Juni diesen Jahres, als er seinen 65. Geburtstag mit seiner Pfarrgemeinde feierte. Als Abt Makarios 2009 nach Seubersdorf kam, wurde pünktlich zu seiner Ankunft das Gerüst an der Pfarrkirche abgebaut. Nun zu seinem Priesterjubiläum freut er sich darüber, dass es in Seubersdorf wieder zwei Mesner gibt. Schließlich gab der langjährige Mesner Michael Bierschneider vor kurzem sein Amt ab.

Abt Makarios hat viel Freude in seinem Garten, er liest gerne und ab und zu versucht er sich auch auf seiner Querflöte. Seit Januar erteilt er Flüchtlingen Deutschunterricht. Wenn am Sonntag um 10 Uhr in St. Gregor der Gottesdienst gefeiert wird, ist die Kollekte für die Kirchenheizung bestimmt.

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