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Familie

Kindergarten macht Not zur Tugend

Bis ein neues Gebäude fertig ist, behilft sich die Seubersdorfer Einrichtung mit dem Turnraum als Gruppenzimmer.
Von Vera Gabler

Vertreter der Gemeinde und Pfarrei statteten der vierten Gruppe im Kindergarten St. Georg in Seubersdorf einen Besuch ab.
Vertreter der Gemeinde und Pfarrei statteten der vierten Gruppe im Kindergarten St. Georg in Seubersdorf einen Besuch ab. Foto: Gabler

Seubersdorf. Nach der Umgestaltung des Turnraumes und der Genehmigung durch das Landratsamt Neumarkt ist jüngst im Kindergarten St. Georg eine vierte Kindergruppe in Betrieb genommen worden. „Der Bedarf ist da“, erklärte Bürgermeister Eduard Meier, der nun zusammen mit Abt Makarios Hebler und dem Kirchenpfleger Dieter Weidner Leiterin Rosa Weidinger und ihrem Team einen Besuch im Kindergarten abstattete.

Mit kleinen Mitteln viel bewegt

Wie bereits berichtet, war die Gemeinde schon im Frühjahr mit der Tatsache konfrontiert worden, dass die angebotenen Plätze im Kindergarten St. Georg Seubersdorf und in der Kindertagesstätte Haus Johannes in Batzhausen künftig nicht mehr zur Betreuung ausreichen. Zeitgleich beschäftigte sich die Gemeinde zusammen mit der Pfarrei Seubersdorf mit den Plänen für einen Kindergartenneubau.

Eine kurzfristige Lösung, das Dorfhaus in Wissing als Zweigstelle mit einer Kindergartengruppe zu beleben, sei gescheitert, so das Gemeindeoberhaupt. Jetzt sei man froh, die Notlösung, nämlich die vorläufige Unterbringung einer vierten Gruppe im vorhandenen Kindergarten in der Pfarrer Färber Straße zu gründen, gefunden zu haben. Beim Besuch stellten die Verantwortlichen von Gemeinde und Pfarrei fest, dass das Team des Kindergartens volle Arbeit beim Umfunktionieren des Turnraumes geleistet habe.

Mehr Infos zum Kindergarten finden Sie hier:

Kindergarten St. Georg

  • April 1976:

    Inbetriebnahme des damaligen „Caritas Kindergarten“ in der Pfarrer-Färber Straße in Seubersdorf. Zusammen mit der damaligen Leiterin Janina Plebanski und den Kolleginnen Marianne Schmid und Betty Lengenfelder startete man mit zwei Vormittags- und zwei Nachmittagsgruppen.

  • 2016:

    Das Gebäude ist renovierungsbedürftig, die Räume für vier Ganztagsgruppen nicht ausreichend. Nach dem jüngsten Beschluss der Gemeinde ist derzeit geplant zusammen mit der Diözese Eichstätt einen Neubau an der Nürnberger Straße, Kreuzung Bahnhofstraße zu bauen. (pvg)

Mit einfachen Mitteln und durch Wegnahme einiger Möbel und Spielsachen aus den drei anderen Gruppenräumen sei der Turnraum nun auch ein schöner Raum geworden. Ein Container, der in Kürze im Garten aufgestellt wird, werde dann das künftige Lager sein, damit der bisherige Lagerraum als Malzimmer Verwendung finden kann, ergänzt Weidinger in Absprache mit Bürgermeister Meier.

Die Ausnahmegenehmigung für die vierte Gruppe sei auf zwei Jahre erteilt, ergänzt das Gemeindeoberhaupt. Bis dahin hoffe man, zumindest schon einen Neubau an der Nürnberger Straße zu sehen. „In nächster Zeit kommen Emissionsschutzbeauftragte und Vertreter des Landratsamtes um das künftige Grundstück (ehemalige Lagerhaus Rausch) zu begutachten“, so der Bürgermeister. Nachdem ein Neubau nur nach VOF-Vergabeverfahren entstehen kann, werden schon alleine die Planungen einen Großteil an Zeit in Anspruch nehmen. Sicher sei aber, dass der neue Kindergarten gleich mit vier Gruppen sowie einer weiteren Gruppe für Krippenkinder errichtet werde.

Qualität der Betreuung leidet nicht

Wenngleich es durch den Wegfall des Turnraumes zu gewissen Einschränkungen für den Ablauf des Tages mit derzeit 85 Kindern komme, versicherte Kindergartenleiterin Rosa Weidinger ihren Gästen, dass die Betreuung und Bildung der Kinder nicht leiden müsse. Man habe sich sehr viele Gedanken über die Belegung der Gruppen gemacht und mit einigen Handgriffen sei der Eingangsbereich für die Stunden zur Psychomotorik nutzbar.

Weidinger dankte Gemeinde und Pfarrei sowie Kirchenpfleger Weidner, welcher ihr immer mit Rat und Tat zur Seite stehe. Nun könne man sich gemeinsam auf den Neubau freuen, zu dem Weidner ergänzte, dass dieser neben der Bereicherung für Familien auch das Ortsbild am Eingang von Seubersdorf wesentlich verschönern würde.

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