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Weihnachten

Premiere für neues Ensemble

In Batzhausen taten sich spontan Musiker zusammen. So wurde das Krippenspiel zu einem besonderen Erlebnis.
Von Vera Gabler

Die Krippenspieler und das neue Kirchenensemble freuten sich über den Applaus der Besucher. Foto: Vera Gabler
Die Krippenspieler und das neue Kirchenensemble freuten sich über den Applaus der Besucher. Foto: Vera Gabler

Seubersdorf.Die Geschehnisse in der Heiligen Nacht werden Jahr für Jahr in den vielen Kirchen nachgespielt und gefeiert. Vor allem wenn das Krippenspiel von Kindern von Kindern aufgeführt wird, ist – so wie in in Batzhausen – am Heiligen Abend die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt.

Vor über 25 Jahren, als Pfarrer Bernhard Oswald der Seelsorger in Batzhausen war, begann die Tradition der Kinderchristmette mit Krippenspiel. Die letzten 13 Jahren lag die Federführung in den Händen von Inge Seelus, Carola Heinloth und Andrea Liepold, die die Leitung nun an Monika Gottschalk und Susanne März abgaben.

Es war also eine Premiere für die jungen Frauen mit den Kindern, aber auch für Kaplan Josef Del Mastro, der nicht nur die Mette hielt, sondern auch das Krippenspiel unterstützte. Aber damit nicht genug, denn zu einem festlichen Gottesdienst gehört auch Musik und so bildete sich erstmals und ziemlich spontan ein Ensemble mit Musiker aus verschiedenen Gruppen, die vorher noch nie zusammen gespielt hatten.

„Aber Musik verbindet“ verrät Susanne März bei den Vorbereitungen. Nach nur wenigen Proben war das neue Kirchenensemble mit Geige, Bratsche, Querflöten, Trompete und Orgelmusik geboren.

Weitere Auftritte geplant

„Ich wünsche mir schon, dass wir auch in nächster Zeit nochmals die Gelegenheit haben, zusammen musizieren zu dürfen“, betont März am Ende der Kinderchristmette, nachdem das Ensemble und die Kinder als Chor- und Krippenspieler langen Applaus bekommen haben. Während der Kinderchristmette konnten sich die Besucher ganz bewusst mit der Heiligen Nacht auseinandersetzen. „Wenn dann auch noch Kinder die Szene nachspielen, dann kann man das Weihnachtsevangelium auf besondere Weise erleben“ stellte Kaplan Josef Del Mastro in der Begrüßung fest.

Die Kirche – nur durch Kerzenlicht erhellt – ließ die Gläubigen ruhig werden. Nach der Lesung von Inge Seelus und dem Aufbau der Kulisse traten die Kinder als die Heilige Familie auf – Marie Geitner als Maria und Max März als Josef. Auswendig sprachen die Grundschulkinder die Worte, wie sie wohl damals gesprochen wurden, als Kaiser Augustus alle Menschen zählen ließ.

Eindrucksvolle Leistung

In eindrucksvoller Weise spielten die Kinder, wie Josef und Maria vom Gasthaus verwiesen wurden und Unterschlupf in einem Stall fanden. Jesus wurde geboren, die Hirten kamen und auch die Engel, die verkündeten, dass der Retter der Welt geboren wurde.

„Die Kirche hat sich die Geschichte nicht ausgedacht“, betonte der Kaplan in seiner Predigt. Es gebe viele nichtchristliche Texte, die dennoch auch von Jesus Geburt berichten. Jesus habe also schon damals wohl Eindruck gemacht. Ein unschuldiges Kind mit liebenden Herzen habe dem Paar den Stall gezeigt. Und im Gegensatz zu König Augustus mit seinem Palast sei Jesus König über die himmlische Herrlichkeit geworden. So wie damals die Hirten dürften sich auch heute alle Menschen darüber freuen.

Die Akteure

  • Kinder:

    Marie Geitner, Max März, Tom Gottschalk, Rafael Ackermann, Dustin Jvanov, Moritz Bittner, Alexander Thumann, Leopold Dess, Emilia Lang, Marlene Pantel, Heidi März, Antonia Lutter, Sebastian Schaller und Luis Pantel

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