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Protest

Milchbauern sehen ihre Existenz bedroht

Die Milchviehhalter wollen mit einem Plakat bei Dantersdorf auf den Verfall des Milchpreises aufmerksam machen.
von Andreas Friedl

Zwischen Parsberg und Hörmannsdorf befindet sich das Plakat.
Zwischen Parsberg und Hörmannsdorf befindet sich das Plakat. Foto: Friedl

Dantersdorf.Mit einer Plakataktion gegen den derzeitigen Verfall des Milchpreises machten die Mitglieder des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) auf sich und ihr Anliegen aufmerksam. Diese bundesweit organisierte Aktion fand auch im Landkreis Neumarkt ihre Ableger.

Fritz Wienert aus Dantersdorf und Bernhard Hiltl aus Darshofen führen den BDM auf Kreisebene. Sie sagten dem Tagblatt, der Milchpreis sei in den vergangenen 24 Monaten im Schnitt schon erheblich unter die 30-Cent-Marke gerutscht sei. Dieser Betrag mache den Bauern ein sinnvolles Wirtschaften nicht mehr möglich, sagen die beiden.

Aus diesem Grund haben sie mit weiteren Mitgliedern ihres Verbands an einer Scheune neben der Straße zwischen Parsberg und Hörmannsdorf ein großes Plakat angebracht, mit dem sie auf ihre wirtschaftlichen Probleme hinweisen möchten. „Viele Milchviehhalter wissen nicht mehr wie es weiter gehen soll. Wer auf die Selbstheilungskräfte des Marktes setzt, baut darauf, dass irgendwann eine Markterholung eintreten wird, dass die Milchviehhalter ihren Betrieb einstellen müssen“, so lautet ein Auszug aus der Presseerklärung des BDM.

Das sei „menschenverachtend und unverhältnismäßig, wenn man gleichzeitig die Möglichkeit hätte, sehr viel früher einzugreifen und mit politischem Handeln Anreize dafür zu setzen, dass überschüssige Milchmengen erst gar nicht produziert werden“, sagte BDM-Vorsitzender Romuald Schaber zu der Diskussion um den Milchpreis.

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