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Betreuung

„Rappelkiste“ wird umgebaut

Der Stadtrat will die baulichen Voraussetzungen in Velburg schaffen, um die dritte Kindergartengruppe weiterführen zu können.
Von Andreas Friedl.

Der Kindertagesstätte „Rappelkiste“ in Velburg Foto: Andreas Friedl
Der Kindertagesstätte „Rappelkiste“ in Velburg Foto: Andreas Friedl

Velburg.Relativ zügig ging der öffentliche Teil der Stadtratssitzung am Donnerstagabend über die Bühne. Erster Tagesordnungspunkt war der Bauantrag der Stadt Velburg auf Umbau in der zweiten Etage der integrativen Kindertagesstätte „Rappelkiste“ in der Kolpingstraße. Wie Bürgermeister Bernhard Kraus dazu näher erläuterte, sei die Erlaubnis für eine dritte Kindergartengruppe, die im vergangenen Jahr eingeführt wurde, nur für ein Jahr gültig gewesen. Aus diesem Grund habe Handlungsbedarf bestanden.

So beabsichtigt die Stadt Velburg als Kindergartenträger, dass zwei bisherige Lagerräume einmal in einen Gruppenraum von knapp 50 Quadratmetern Größe und einmal in einen sogenannten Intensivraum von etwas über 50 Quadratmetern Größe umgebaut werden sollen. Die beiden jetzigen Lagerräume sollen durch einen neuen Lagerraum im Dachgeschoss des Hauses ersetzt werden. Laut Bürgermeister Kraus sei die Tektur erforderlich, weil es sich beim Kindergartengebäude um einen sogenannten Sonderbau handelt. Die Errichtung einzelner Aufenthaltsräume in einem ehemaligen Lagerraum und Eingriffe in tragende Bauteile durch Einbau eines Lagerraums, erfordere eine baurechtliche genehmigung. „Die Umbaumaßnahmen sind auch wichtig für den Brandschutz“, erklärte Kraus. Ohne Gegenstimme war das Stadtratsgremium der Meinung, dass hier dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt werden soll.

Wegwerfartikel reduzieren

Der nächste Punkt der Agenda brachte dann schon mehr Diskussionsbeiträge, denn es ging um einen Antrag der Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90/Die Grünen und der SPD zur Vermeidung von Wegwerfartikeln beziehungsweise deren Einschränkung bei Festivitäten. So sollte die Verwaltung eine Veranstaltungssatzung ausarbeiten, in der die Verwendung von Wegwerfartikeln geregelt oder eingeschränkt wird. „Damit zeige die Stadt Velburg auch eine gewissen Vorbildfunktion“, argumentierte Dr. Josef Guttenberger begründete.

In der anschließenden Diskussion ging es über den von der Stadt Velburg mitveranstalteten Faschingszug, Gewerbeschau, Bürgerfest und Weihnachtsmarkt. Die Diskussion dreht sich um die Frage, wie solche Vorgaben umgesetzt werden können, ohne dabei gegen lebensmittelrechtliche Anordnungen zu verstoßen. Nach mehreren Diskussionsbeiträgen von Bernhard Dürr, Klemens Meyer, Dr. Guttenberger, Johann Karg und Franz Brandl machte Bürgermeister Kraus den Vorschlag, dass die Angelegenheit in ein Gremium, möglicherweise den Bauausschuss verwiesen werden sollte.

Hierzu sollten auch Vereinsvertreter die entsprechende Veranstaltungen durchführen, eingeladen werden. „Ziel ist es Müll zu vermeiden. Wir sollten uns hier auf Richtlinien oder Empfehlungen verlassen“, so Kraus. Einstimmung war der Stadtrat der Meinung, dass die von Kraus vorgeschlagene Vorgehensweise beschritten werden sollte.

In der Juni-Sitzung des Stadtrates hatte Martin Pruy die Frage aufgeworfen, welche Bodenbeschaffenheit und Ertragsfähigkeit der Untergrund der in der Gemeinde geplanten Photovoltaikanlagen (PV) haben. So ließ Kraus seinen Räten wissen, dass im Bereich Mantlach überwiegend die Bodenklasse L5V und L6V vorhanden sei. Nur bei zwei Proben wurde die Klasse L4V festgestellt. Ähnlich sah auch der Untergrund in Hollerstetten, Vogelbrunn, Ronsolden und Harenzhofen aus. So sollten laut Kraus bei zukünftigen PV-Anlagen diese Werte als Maßstab herangenommen werden. Bei dieser Bewertung gibt es Noten von 1 bis 7, wobei 1 für beste Bodenbonität und 7 für nahezu reinen Fels steht.

Radler fahren auf Gehwegen

Beate Höß monierte das innerörtliche Benutzen des Gehwegs durch Radfahrer, nachdem diese den Radweg verlassen haben und nicht auf der parallel dazu verlaufenden Straße fahren. Martin Federhofer möchte, dass zwischen dem Stadtrat, den Jagdvorstehern und dem Veranstaltern von Quadtouren eine Absprache über die Benutzung von Wald und Flurwegen stattfinden sollte, um möglichen Missbrauch und Beschädigungen vorzubeugen.

Kurz & knapp

Bauantrag: Zwei Stadträte stimmten gegen ein Bauvorhaben am St.-Anna-Weg. Ein Antragsteller möchte hier auf den Grund eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung erstellen, das nun diagonal auf dem Grundstück stehen soll.

Vergaben: Ferner wurden für das Kulturzentrum Wieseranwesen verschiedene Gewerke vergeben.

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