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Kirche

Wallfahrtskirche feierte 250. Jubiläum

Die Wallfahrtskirche auf dem Habsberg feierte den 250. Jahrestag ihrer Entstehung mit vielen Ehrengästen.
Von Wolfgang Schön

Bischof Hanke feierte mit weiteren Geistlichen und vielen Gläubigen den Jubiläumsgottesdienst.  Foto: Wolfgang Schön
Bischof Hanke feierte mit weiteren Geistlichen und vielen Gläubigen den Jubiläumsgottesdienst. Foto: Wolfgang Schön

Velburg. Leicht hatte es die Wallfahrtskirche schon bei ihrer Entstehung vor 250 Jahren nicht, als ihr Zustandekommen im Widerstreit weltlicher und geistlicher Herrschaft lag. Umso größer war die Freude nun auf dem Habsberg, als man am Sonntag trotz der regionalen Konkurrenz mit weiteren kirchlichen und weltlichen Festen den Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke als Festprediger und Hauptzelebranten des Gottesdienstes und viele Gläubige begrüßen konnte. Zudem gaben auch die weltlichen Repräsentanten, der Neumarkter Landrat Willibald Gailer und Velburgs Bürgermeister Bernhard Kraus durch ihr Kommen der Wallfahrtsstätte die Ehre.

Vor dem Jugendhaus erwarteten die Ehrengäste, die Ministranten und die Priester, unter ihnen der neu gewählte Eichstätter Domkapitular Reinhard Kürzinger und Pfarrer Richard Hüttinger als ehemalige Wallfahrtsgeistlicher sowie Wallfahrtsrektor Dekan Elmar Spöttle den Eichstätter Oberhirten, um mit ihm und den Abordnungen der Ortsvereine und Wallfahrergruppen in feierlicher Prozession in die Jubiläumskirche einzuziehen.

Festlich stimmten die Lupburger Bläser sowie Mitglieder der Chöre aus Lupburg und der Wallfahrt Habsberg in den Gottesdienst ein. Gleich zu Beginn stellte Landrat Willibald Gailer in seinem Grußwort die regionale Bedeutung des Wallfahrtsortes Habsberg heraus, dankte allen derzeitigen und ehemaligen Verantwortlichen und sprach die Glückwünsche zum Jubiläum aus.

Bischof Hanke bezeichnete in seinem Eröffnungswort die Pilgerstätte als Symbol des Lebens, das von Freude und Dank, aber auch von Sorge und Bitten geprägt sei, mit denen die Pilger zu Gott kommen würden. In seiner Predigt ging der Bischof dann vielfältigen Wegen nach, auf denen Menschen die Erfüllung im Leben ersehnten.

Die Suche nach dem Glück

Dahinter stünde die menschliche Suche nach Glück. Hier lud er die Gläubigen ein, auf die Haltung Mariens zu schauen, die nicht das vordergründige, schnelle Glück suchte, sondern ganz wie ein Kind vor Gott, ganz offen und vertrauend auf sein Wort war.

Eine große Schar von geladenen Gästen, fanden sich nach der Festmesse zur Feierstunde und zum Essen in der Wallfahrtsgaststätte ein. Hier betonte Bürgermeister Bernhard Kraus die regionale und kommunale Einbindung der Wallfahrtsstätte zusammen mit dem Haus am Habsberg mit seiner ökologischen Ausrichtung. Kraus, der selbst langjährig Mitglied der Kirchenverwaltung Habsberg ist, dankte allen Unterstützern der Wallfahrt und überbrachte die Glückwünsche von Seiten der Stadt Velburg und seines Lauterhofener Amtskollegen. Im Namen des Dekanats sprach der Dekanatsratsvorsitzende Anton Lang die Glück- und Segenswünsche zum Kirchenjubiläum aus.

Ähnlich gut besucht wie der Gottesdienst war dann auch die feierliche Andacht am Nachmittag, zu der Wallfahrtsrektor Spöttle mit Pater Sibi Manikatthan einen weiteren Vorgänger im Amt des Wallfahrtsrektors, sowie das Neumarkter Gesangsduo Doppelherz begrüßen konnte. Spöttle erinnerte an die Schwierigkeiten bei der Entstehung der Wallfahrtskirche, als zunächst Kompetenz- und Finanzstreitigkeiten die Geburtswehen behinderten.

Segnung mit einfachem Wasser

Wegen Kostenüberschreitungen beim Bauvorhaben wurden die mehrmaligen Gesuche an den Eichstätter Bischof um die Erlaubnis der Zelebration und um die Weihe aus der Verärgerung sehr einschränkend behandelt, so dass man letztendlich dem Neumarkter Stadtpfarrer nur eine einfache Segnung der Kirche mit einfachem Wasser „aqua simplici“ gestattete.

Trotz der vielen Zuständigkeiten damals, so das Fazit des Wallfahrtsgeistlichen, bewahrheitete sich aber das Sprichwort mit den vielen Köchen beim Bau der Kirche glücklicherweise nicht. Stattdessen sollte die ausgebliebene Weihe ein Ansporn an die Gläubigen unserer Zeit heute sein, sich jetzt selbst Christus zu weihen und wie Maria das Leben in den Dienst Gottes zu stellen, appellierte Wallfahrtrektor Spöttle an die Gotesdienstbesucher.

Kurz & knapp

Bergfest: Ein weiteres großes Festereignis wird es auf dem Habsberg in diesem Jahr dann zusätzlich am 15. August mit dem Bergfest und Patrozinium der Gnadenkapelle geben.

Hauptzelebrant: Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick aus dem Bistum Bamberg wird als Hauptzelebrant und Festprediger an den Marienwallfahrtsort auf den Habsberg kommen.

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