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Erster Weltkrieg

Im Krieg suchen Neumarkter Gottes Hilfe

Die Soldaten ziehen in den Weltkrieg. Die Daheimgebliebenen pilgern zu den Wallfahrtsorten im Landkreis Neumarkt, um göttlichen Beistand einzuholen.

Die Wallfahrtskirche auf dem Mariahilfberg war ein Ziel für Bittprozessionen im Ersten Weltkrieg. Foto: Archiv

Neumarkt.Mit frohen Botschaften von den Äckern und Feldern der Region will das Neumarkter Tagblatt den Menschen am 8. August 1914 die Angst vor einer Lebensmittelknappheit nehmen. Die Ernte sei sehr gut, heißt es in einem Bericht in der Zeitung. Die nächsten Monate und Jahre des Ersten Weltkriegs bringen dennoch Rationierungen mit sich.

In dieser schweren Zeit suchen die Menschen Unterstützung im Glauben. Abschiedgottesdienste wie sie im Tagblatt vom 8. August für Röckersbühl und Berngau berichtet werden, gibt es in diesen Wochen in vielen Orten. Auch von Bittprozessionen zur Wallfahrtskirche Mariahilf oberhalb von Neumarkt, wie es die Stadt Berching für ihre eingezogenen Männern veranstaltet, ist immer wieder zu lesen.

Ebenfalls ein immer wiederkehrendes Ereignis ist die Verabschiedung von eingezogenen Männern in den Orten des Landkreises. Am 8. August berichtet das Tagblatt von einer solchen in Freystadt. Viele Freunde und Verwandten hätten sich von den Eingezogenen verabschiedet. „Es herrschte eine ernste Stimmung, aber voller Vertrauen und Begeisterung.“

Mit einigem Tschingderassabum verabschiedeten sich die einberufenen Soldaten hingegen am Vortag in Neumarkt. Das Neumarkter Tagblatt berichtet: „Auch heute früh zogen die zur Heerespflicht einberufenen Männer unter dem Wirbel der Trommel und den Klängen der Musik zum Bahnhof hinaus, darunter auch die hiesigen jüngeren Geistlichen und Karmeliten. Mögen sie Gott befohlen sein!“ (en)

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