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Erster Weltkrieg

Im Landkreis fallen Schüsse

Nahe der Deininger Eisenbahnbrücke springt im August 1914 ein verwirrter Mann von einem Militärzug. Daraufhin eröffnet die Schutzwache das Feuer.

Nahe der Deininger Eisenbahnbrücke ereignete sich im August 1914 ein tödlicher Vorfall. Foto: Röhrl

Neumarkt.Der Erste Weltkrieg währt seit gut zwei Wochen und nun fliegen auch im Landkreis Neumarkt die Gewehrkugeln. Das Tagblatt berichtet am 13. August 1914 von einem Vorfall, der sich am Vortag bei der Deininger Brücke ereignet hatte.

Ein zunächst Unbekannter war aus dem Militärlokalzug gesprungen. Was weiter geschah, schildert die Zeitung so: „Die Schutzwache rief ihn an, der Mann lief jedoch davon. Als ihn eine 2. Schutzwache stellen wollte, setzte er sich mit Steinen zur Wehr. Daraufhin machte die Wache von ihrer Waffe Gebrauch und erschoss den Mann“.

Am Tag danach hat die Heimatzeitung eine Antwort auf die Frage nach der Identität des Mannes: „Der bei Deining erschossene Mann wurde als der Zimmermann Joseph Supanic von Windischdorf, Bezirkshauptmannschaft Pettau in der Steiermark, der sich mit seiner Frau und den zwei Kindern auf der Durchreise nach seiner Heimat befand, um sich der Militärbehörde zu stellen, agnosziert“.

Und weiter berichtet das Tagblatt: „Die gepflogenen Erhebungen ergaben, daß Supanic schon seit längerer Zeit Spuren von geistiger Störung zeigte. Die Frau des Supanic begab sich mit den Kindern nach ihrer Heimat“.

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