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Zertifikat

In Parsberg wird fair gehandelt

Die Stadt darf sich für weitere zwei Jahre als „Fairtrade-Town“ bezeichnen. Dafür musste sie fünf Kriterien erfüllen.
Christiane Vatter-Wittl

Bürgermeister Josef Bauer und Luitpold Fuchs freuen sich über das neue Zertifikat. Foto: Christiane Vatter-Wittl
Bürgermeister Josef Bauer und Luitpold Fuchs freuen sich über das neue Zertifikat. Foto: Christiane Vatter-Wittl

Parsberg.Die Stadt Parsberg erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2017 durch den Verein TransFair verliehen.

Bürgermeister Josef Bauer sagte, er freue sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Parsberg. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Parsberg dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

Vielfältige Aufgaben

Vor zwei Jahren erhielt die Stadt Parsberg von dem gemeinnützigen Verein TransFair erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Beispiele: Der Bürgermeister und der Stadtrat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement in Fairtrade-Towns ist vielfältig: In Parsberg sind das faire Wilkommens-Lätzchen aus Bio-Baumwolle für die kleinen Neubürger der Stadt, Geschenkkörbe der Stadt für Jubilare mit Fairtrade-Produkten, das Weltladenfrühstück, das nach einer Pause neu belebt werden soll, und das Fair Play Schulturnier mit Fairtrade-Sportbällen – das alles sind einige Beispiele erfolgreicher Projekte in den vergangenen Jahren. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement,“, sagte Josef Bauer. Geplant seien Projekte zur öffentlichen Beschaffung und in der Kooperation mit den Schulen.

Eine von 580 Städten
Die Fairtrade-Towns-Kampagne biete der Stadt Parsberg auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nation, die im Jahr 2015 verabschiedet wurden. Parsberg ist eine von inzwischen mehr als 580 Fair-Trade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über laut den Verantwortlichen 2000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden und Brasilien sowie der Libanon.

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