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Kinder setzen Zeichen mit Steinschlange

Dem Projekt hat sich auch der Kindergarten Breitenbrunn angeschlossen. Bunte Steine sollen der Corona-Tristesse vorbeugen.
von Ines Greiner

Hanna, Annalena, Lena und Samuel (von links ) habe Steine bunte bemalt und im Kindergarten abgegeben. Foto: Ines Greiner
Hanna, Annalena, Lena und Samuel (von links ) habe Steine bunte bemalt und im Kindergarten abgegeben. Foto: Ines Greiner

Breitenbrunn.Viele bunt bemalte Steine umrahmen den Strauch beim Eingang der Kindertagesstätte in der Dürner Straße. Einige von ihnen sind mit Namen, mit Herzen, mit Regenbogen verziert, auf anderen steht „Mut“ oder „Lachen“ geschrieben. Kinderpflegerin Jaqueline Thiele berichtet, dass es dabei um das Projekt „Steinschlange“ geht. Dies sei von den Kindern und Eltern zuhause während der Corona - Zeit entstanden. Laut Leiterin Birgit Neuner sind von 95 Kindern aktuell zehn Prozent in der Notbetreuung.

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Diese laufe auch in den Pfingstferien weiter. Die Projektidee stamme von mehreren Müttern und sei über den Elternbeirat gelaufen. Es sei ein Brief an alle Kinder verschickt worden, die gerne mitmachen wollten. Einige seien kurz vorbei gekommen und hätten den Stein platziert. Vier Vorschulkinder aus der Notbetreuung, die zuhause einen Stein bemalt haben, erzählten dem Tagblatt unter Mithilfe von Erzieherin Julia Hanke vom Projekt. Samuel habe zunächst einen Stein dafür gesucht, das sei gar nicht so einfach gewesen.

Mitmach-Aktion

  • Idee:

    Das Projekt der Steinschlange ist im Rahmen der Corona-Krise entstanden. Kinder, die wegen der Pandemie-Vorschriften zu Hause bleiben müssen, können sich durch das Bemalen der Steine die Zeit vertreiben. Die wachsende Steinschlange kann so als Symbol des Zusammenhalts gelten.

  • Kindergarten:

    Auch in Breitenbrunn dürfen Kinder ihre bemalten Steine an die Schlange anlegen.

Bei einem Rundgang ums Haus sei er schließlich fündig geworden. Er habe ihn in verschiedenen Farben angemalt: mit einer Sonne, Himmel und mit Blumen und zusammen mit seiner Mama. Denn auf einem Stein malen, das sei nun mal anders als auf einem Blatt Papier. In kurzer Zeit sei er fertig gewesen.

Kinder finden Steine rund um ihr Zuhause

Annalena malte mit ihrem Bruder, der auch einen Stein gestaltete. Sie seien extra zur Oma gefahren und hätten dort einen passenden Stein geholt. Dann sei es in die Werkstatt gegangen und sie hätten los gelegt. Annalena malte eine Sonne mit Gesicht, Wolken und Himmel und eine Wiese mit wasserfester Farbe.

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Lena fand den Stein rund um ihr Zuhause. Sie bemalte gleich zwei Exemplare: eine große Blume in verschiedenen Farben und einen Marienkäfer – so, als ob der Marienkäfer auf der Blume sitzt. Hanna ist die Zwillingsschwester von Lena. Sie zeichnete ein buntes Muster auf ihren Stein.

Vorschulkinder kehren zurück

Auf die Rückseite aller Kunstwerke sei schließlich der Name ihrer Gestalter vermerkt worden. Erzieherin Julia Hanke berichtet, dass die Eltern mit den Kindern auch über das Projekt gesprochen hätten. Der Stein sei ein Zeichen dafür, dass die meisten Kinder zu Hause seien und nicht in den Kindergarten dürften. Ab 25. Mai seien aber auch die Vorschulkinder wieder willkommen. Dann werden wohl noch einige Steine hinzukommen, denn die Aktion Steinschlange läuft weiter. Auch die Grundschule Breitenbrunn hat sich der Aktion angeschlossen. Rektorin Susanne Spangler hat per Elternbrief darüber informiert, dass die Schüler Steine hinzulegen dürften. Sie freue sich , dass die Steinschlange neben dem Haupteingang schon so lange geworden sei und jeden Tag weiter wachse. (pgi)

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