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Gesellschaft

Kolpingsfamilie feiert das ganze Jahr

Es gibt nur wenige Aufzeichnungen über die Gründung in Dietfurt vor 150 Jahren. Das Jubeljahr startet mit einem Ehrenabend.

  • Unter Führung des Dietfurter Stadtpfarrers Benno Meier wurde vor 95 Jahren der Gesellenverein wieder gegründet. Repro/Foto: ufb
  • Schon zu seiner Kaplanzeit und später auch als Stadtpfarrer hat Karl Strehle die Kolpingsfamilie in besonderer Weise geprägt. Repro/Foto: ufb

Dietfurt.Die Kolpingsfamilie hat im nächsten Jahr viel vor. Neben den Aktionen und Veranstaltungen die man von ihr seit langer Zeit kennt und mit denen sie das Leben in der Pfarrei und in der Gemeinde bereichert, entfaltet sie 2019 aus Anlass ihres 150-jährigen Bestehens besondere Aktivitäten. So gibt es im Jubiläumsjahr monatlich einen Höhepunkt: Der erste wird bereits am 3. Januar mit einem Ehrenabend gesetzt. Dann ist es auf den Tag genau 150 Jahre her, dass zum ersten Mal in den Annalen über die Kolpingsfamilie berichtet wurde, die sich damals noch „Gesellenverein“ nannte.

Die Aufzeichnungen von der Gründung der Kolpingsfamilie sind spärlich. Entweder sie schlummern irgendwo oder sie sind im Laufe der Zeit – aller Wahrscheinlichkeit nach während des Krieges – verloren gegangen oder sogar vernichtet worden. Trotzdem existiert ein schriftlicher Hinweis über die Gründung. Diesen haben die Dietfurter dem früheren Gesellenverein von Riedenburg zu verdanken, in dessen Chronik auf den Seiten von 1869 folgender Eintrag zu finden ist: „Am 3.Januar fuhr der Verein unter seinem Vorstand Pirzer nach Dietfurt, um der feierlichen Gründung des dortigen Vereins beizuwohnen.“

Diese Niederschrift hat die Verantwortlichen der Kolpingsfamilie Dietfurt dazu bewogen, 2019 als Jubiläumsjahr zu begehen. Gleichzeitig wurden Nachforschungen angestellt, um Näheres über die Vereinsgeschichte zu erfahren. Dies war schwierig, denn um 1878 gingen die Spuren von früher ganz verloren. Es dürfte dann beim Gesellenverein auch eine gewisse Ruhezeit eingekehrt sein. Erst ab dem Jahre 1924 existieren wieder Unterlagen. Damals, also vor 95 Jahren, was ein halbrundes Jubiläum wäre, wurde unter Mithilfe des damaligen Stadtpfarrers Benno Meier der „Katholische Gesellenverein“ wiederbelebt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er, wie auch andernorts in Kolpingsfamilie umbenannt. Sie entwickelte sich zu einem wichtigen Verein im Leben der Pfarrei und hat dies vor allem Meiers Nachfolger Stadtpfarrer Karl Strehle und dem jeweiligen „Senior“, so nannte man früher den Vorsitzenden, zu verdanken. Einer davon war Anton Baier, der später Priester wurde und heuer im September gestorben ist.

Im Mittelpunkt des Ehrenabends am Donnerstag stehen Erzählungen, Geschichten und Ereignisse aus eineinhalb Jahrhunderten. Sie werden mit unzähligen und sicher interessanten Bildern aufgelockert. Die Veranstaltung ist als lockerer und unterhaltsamer Abend vorgesehen, bei dem sich jeder Anwesende gerne auch noch mit persönlichen Ergänzungen bringen kann. Neben den geschichtlichen Beiträgen warten auf die Besucher auch Getränke und Snacks. Die Verantwortlichen von Kolping und der Festausschuss weisen darauf hin, dass neben den Mitgliedern auch jeder andere Interessierte willkommen ist. (ufb)

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