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Erster Weltkrieg

Krieg verhindert Wasserleitung

In Sulzbürg nahe Neumarkt hatten sich die Dorfbewohner schon auf fließendes Wasser eingestellt. Doch der Erste Weltkrieg verhindert den Bau.

Das Foto zeigt die Mitarbeiter der Neumarkter Lazarettlagers, das die Stadt für Kriegsverwundete errichten ließ. Foto: Schmidt

Neumarkt.An der Ostfront gehen russische Truppen an diesem 19. August 1914 in die Offensive. In der zweitägigen Schlacht von Gumbinnen erobern sie zwei Drittel Ostpreußens.

Trotzdem wagt sich das Neumarkter Tagblatt mit der Analyse aus der Deckung: „In der Hauptsache sind jetzt die Truppenbeförderungen zu Ende“. Die Aufmerksamkeit wende sich nun in der Heimat „humanitären Bestrebungen zu“. In Neumarkt hat man dafür Sorge getragen und Geld für den Bau eines Lazaretts in Barackenform zur Verfügung gestellt. Immer wieder berichtet das Tagblatt über Frauenvereine und Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz, die Geld- und Sachspenden für Verwundete und die Hinterbliebenen von Gefallenen sammeln.

Dass die Konzentration nun vollends dem Weltkrieg gilt und für Infrastrukturentwicklung keine Kraft mehr zur Verfügung steht, müssen die Sulzbürger erfahren. Das Tagblatt vermeldet, dass die Bauarbeiten für die Wasserleitung in Folge des Krieges eingestellt werden.

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